Mit Auge: Arne Halstenberg (mit Ball) vom VfL Mennighüffen wirkt beim Siebenmeter voll konzentriert. Links beobachtet Gordon Gräfe vom TuS Spenge die Situation. - © Maximilian Harre
Mit Auge: Arne Halstenberg (mit Ball) vom VfL Mennighüffen wirkt beim Siebenmeter voll konzentriert. Links beobachtet Gordon Gräfe vom TuS Spenge die Situation. | © Maximilian Harre

Löhne Im Kollektiv klar unterlegen

Handballkiste: Nach der klaren Niederlage des VfL Mennighüffen beim TuS Spenge wartet in zwei Wochen VfL Gladbeck

Maximilian Harre

Löhne-Mennighüffen. Die 24:29-Niederlage von Handball-Oberligist VfL Mennighüffen beim starken TuS Spenge war kein Beinbruch. Denn personell lief der VfL in Spenge quasi auf dem Zahnfleisch, mit einer Rumpftruppe auf und war am Ende gegen die qualitativ in der Breite stark besetzten Spenger deutlich unterlegen. Arne Kämper, Alexander David und Florian Lange mussten allesamt passen und so waren die restlichen Spieler in dem Mini-Kader quasi automatisch gesetzt. Jeder einzelne musste in diesem Spiel bis an seine Schmerzgrenze gehen, und das zeigte sich dann besonders in der zweiten Halbzeit. Phasenweise präsentierten sich die Mennighüffener dennoch auf Augenhöhe, mussten aber im Laufe der Zeit anerkennen, dass Spenge deutlich mehr Alternativen zu bieten hatte. Und diese numerische Überzahl auf der Bank kam dann auch auch deutlich zur Geltung. Georgios Triantafillou als Übergangstrainer beim VfL Mennighüffen fand nach dem Spielende schnell deutliche Worte und war natürlich enttäuscht. "Wir haben gezeigt, dass wir uns auch nach deutlichem Rückstand nicht aufgeben und machen eigentlich ein gutes Spiel und präsentieren uns kämpferisch. Spenge hat unsere Fehler aber zu schnell bestraft und dann kannst du gegen so ein Spitzenteam auch nicht bestehen. Es wäre mehr drin gewesen, aber wir gehen auf dem Zahnfleisch und da kann ich meinen Jungs keinen Vorwurf machen", sagte Triantafillou. Auf der anderen Seite hatte der Trainer vom TuS Spenge, Heiko Holtmann, deutlich mehr zu lachen. "Wir wussten, dass Mennighüffen das Tempo verschleppen wird und wir aggressiv und konzentriert decken mussten. Das ist uns über weite Phasen gelungen. Zwischenzeitlich haben wir in der Konsequenz vorne wie hinten etwas unsere Linie verloren", resümierte Heiko Holtmann. Erheblichen Anteil am Sieg der Spenger hatte sicherlich auch Torwart Kevin Becker, der zahlreiche Bälle für seine Farben entschärfte. Für Aufsteiger VfL Mennighüffen geht es erst am 10. Dezember beim ambitionierten VfL Gladbeck weiter. Und möglicherweise sind dann auch Arne Kämper und Alexander David wieder mit dabei. Spielerisch können die Mennighüffener Handballer gegen die Teams in der Oberliga dagegen halten, sollten sie allerdings mit einer ähnlichen Mini-Truppe wie in Spenge auflaufen, wird es ein ganz schwerer Gang beim VfL Gladbeck.

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