Das tut weh: Mennighüffens Kreisläufer Malte Ames (rechts) wird in dieser Szene siebenmeterreif gefoult. Fotos: Jürgen Krüger - © www.juergen-krueger.de
Das tut weh: Mennighüffens Kreisläufer Malte Ames (rechts) wird in dieser Szene siebenmeterreif gefoult. Fotos: Jürgen Krüger | © www.juergen-krueger.de

Löhne-Mennighüffen Handball-Oberliga: VfL im Stile eines Top-Teams

Mennighüffen lässt die HSG Gevelsberg Silschede gar nicht erst zur Entfaltung kommen, gewinnt souverän und bleibt vor Spenge auf Platz zwei

Jürgen Krüger

Das Ergebnis erscheint wie ein Kantersieg aus der 1980er Jahren: mit 24:14 (12:7) besiegen die Oberliga-Handballer vom VfL Mennighüffen die HSG Gevelsberg Silschede und lassen dem Schlusslicht nicht den Hauch einer Chance. Die Abwehr des VfL steht Den Gästen ist nicht einmal etwas vorzuwerfen, denn an der Einstellung liegt es nicht. Ihnen fehlen lediglich die spielerischen Mittel, um mit der erneut starken 6:0-Deckung der Mennighüffener auch nur ansatzweise etwas anfangen zu können. Hinter der VfL-Abwehr glänzt Torwart Calvin Born als als starker Rückhalt. Das ist der Hauptgrund, warum die Gastgeber dieses Spiel gewinnen. Lobend ist allerdings auch zu erwähnen, dass die Gevelsberger nicht die Nerven verlieren, als sie gleich mit 0:3 (7.) und 3:8 (17.) der Kapelle hinterherlaufen. Im Gegenteil – sie bleiben bei ihrem langen Positionsspiel und zwingen die Mennighüffener dazu, sich dem gebundenen Spiel zu stellen. Außerdem zeigen sie ein ordentliches Rückzugsverhalten, was wiederum dazu führt, dass auch Mennighüffen den Torerfolg im Positionsspiel finden muss. Das tun sie auch – und wie. Geduldig, zielstrebig mit vielen Kreuzungen erarbeiten sie sich ihre Chancen, spielen den Ball auf den Punkt und verwerten die meisten Einwurfmöglichkeiten auch. Sehr zur Freude von Trainer Zygfryd Jedrzej. „Es ist natürlich schön, wenn man ein Spiel so gewinnt. Es ist wichtig, dass wir bei einer Viertelchance nicht gleich aufs Tor werfen, sondern den Ball weiterlaufen lassen, bis sich eine besser Möglichkeit ergibt", lobt „Siggi" nach dem Abpfiff. „Die Gefahr bestand darin, dass wir und im eigenen Angriff das Leben selbst schwer machen." Malte Ames nutzt auch die zweite Chance Ladehemmung hat der VfL nur zwischen der 19. und der 25. Minute, was Gevelsberg aber auch nur dazu nutzen kann, um von 4:10 auf 6:10 zu verkürzen. Marco Büschenfeld beendet die Torflaute mit seinem Strafwurf zum 11:6 (25.). In der zweiten Halbzeit lassen die Gastgeber nichts mehr anbrennen und schaffen beim 22:12 (57.) erstmalig die Zehn-Tore-Führung. Jetzt folgt Derby gegen Torge-Team VfL-Kreisläufer Malte Ames nutzt auch seine zweite Chance. Nachdem er beim Auswärtsspiel in Nordhemmern schon eine starke Leistung brachte, bleibt er auch im Spiel gegen Gevelsberg nach seiner Einwechselung beim 7:3 in der 15. Minute durchgängig auf der Platte. Er ersetzt Ulrich Neumann, der eine Zeitstrafe bekommen hat, nahtlos im Angriff und in der Abwehr. „Ich fühle mich hier sehr wohl. Wir verstehen uns auch außerhalb des Sports gut", sagt der 22-Jährige, der vom Landesligisten TuS Lahde/Quetzen zum VfL gewechselt war, sich Anfang August aber verletzte und in Nordhemmern erstmalig spielte. „Oberliga-Handball ist körperbetonter als in der Landesliga. Außerdem wird viel schneller gespielt", erklärt Ames die Unterschiede der beiden Spielklassen. Für Mennighüffen geht es am normalerweise spielfreien kommenden Wochenende mit dem Spiel gegen den TuS Möllbergen weiter. Anwurf der Begegnung in der Sporthalle Mennighüffen ist am Samstag um 18.30 Uhr. Trainer der Möllbergener ist mit André Torge ein VfL-Urgestein.

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