Bitte recht freundlich: Gewissenhaft bilden die Langhaardackel Tönne (l.) und Lumpi im Weststadion bei Fortuna Emsdetten den unbestechlichen Ordnungsdienst. Insbesondere begutachten die furchtlosen Vierbeiner ostwestälische Pressevertreter sehr kritisch. - © NW
Bitte recht freundlich: Gewissenhaft bilden die Langhaardackel Tönne (l.) und Lumpi im Weststadion bei Fortuna Emsdetten den unbestechlichen Ordnungsdienst. Insbesondere begutachten die furchtlosen Vierbeiner ostwestälische Pressevertreter sehr kritisch. | © NW

Herford Stefans Fußballreisen: Erschwerte HSV-Anreise

Dopingprobe in der Lüneburger Heide

Stefan Hageböke

Herford. Bis in den dreistelligen Bereich gehen die Bußgelder für Urinieren in der Öffentlichkeit - es sei denn, die Notdurft ist polizeilich angeordnet! Dies widerfuhr jedenfalls unserem NW-Sportmitarbeiter Stefan Hageböke am Pfingstsonntag bei seiner (dadurch erschwerten) Anreise zur in der Bezirksliga spielenden 3. Mannschaft des Hamburger SV, über die er nachfolgend berichtet.

"Und Sie bleiben dabei, keine Drogen oder sonstigen illegalen Betäubungsmittel konsumiert zu haben? Dann möchten wir Sie mal zu einem Urintest bitten." Dem Hinweis des Autors, dass das freiluftige humane Bewässern der Lüneburger Heide doch eine Ordnungswidrigkeit darstellen würde, entkräftet der Polizeikommissar mit dieser staatsmachtlich verordneten Ausnahme. Nach bestandener Dopingprobe, die auch ein Aufwärmprogramm für die nächste Kunstturn-Weltmeisterschaft beinhaltet, kann das Tor zur Welt in die Hansestadt endlich durchquert werden. Genau genommen liegt das HSV-Trainingsgelände Ochsenzoll in Norderstedt auf schleswig-holsteinischem Gebiet am nördlichen Speckgürtel Hamburgs. Dort genießt die 3. Mannschaft mit durchschnittlich 500 Zuschauern inzwischen eine erhöhte Aufmerksamkeit. "Eingetragener Verein" prangt als Beflockung auf den Fanshirts. Ein deutlicher Hinweis der Ochsenzoll-Dauergäste auf die Abneigung gegenüber der vor einem Jahr erfolgten Ausgliederung von Profimannschaft und U23 in eine Aktiengesellschaft.

Trotz professioneller Zaunbeflaggung und einer frühen 1:0-Führung geht das Landesliga-Aufstiegsspiel gegen den SV Halstenbek-Rellingen II mit 1:2 verloren. Weitere Kontrollen auf leistungsstimulierende Substanzen bleiben dem Berichterstatter und auch den Kickern erspart. Aber mal sehen, was die demnächst bevorstehenden Relegationsspiele in der Herforder Region so an Überraschungen mit sich bringen.

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