Hochsauerländischer Henkelpott: Das in der idyllischen Freienohler Küppelkampfbahn ausgetragene Kreispokalfinale zwischen dem TuS Langenholthausen und SC Neheim sahen 450 Zuschauer. Gesponsert wird der Bewerb allerdings nicht von der im Stadtgebiet liegenden Brauerei, sondern vom 60 Kilometer südlich gelegenen ebenfalls überregional bekannten siegerländischen Konkurrenten. - © Stefan Hageböke
Hochsauerländischer Henkelpott: Das in der idyllischen Freienohler Küppelkampfbahn ausgetragene Kreispokalfinale zwischen dem TuS Langenholthausen und SC Neheim sahen 450 Zuschauer. Gesponsert wird der Bewerb allerdings nicht von der im Stadtgebiet liegenden Brauerei, sondern vom 60 Kilometer südlich gelegenen ebenfalls überregional bekannten siegerländischen Konkurrenten. | © Stefan Hageböke

Herford Stefans Fußballreisen: Hattrick am Vatertag

Kompaktes Programm

Herford. Rein zeitlich gut angelegt bietet der arbeitsfreie Vatertag an einem Donnerstag einen Hattrick für Amateurfußball-Nostalgiker an, dem sich NW-Kolumnist Stefan Hageböke natürlich nicht entziehen kann. Hier ist sein Bericht. Zunächst sorgt das Schützenfest im Delbrücker Land für eine ebenso ungewöhnliche wie in diesem Fall willkommene 11-Uhr-Vorverlegung des 0:2 endenden Landesliga-Kicks zwischen dem gesicherten Novizen SuS Westenholz und dem als vorzeitig feststehenden Meister (und hoffentlich künftigen Lieblingsgegner des SC Herford) in die Verbandsliga zurückkehrenden VfL Theesen. Danach geht's für den Autor auf eine 82 Kilometer lange Rochade in die Südstaffel der westfälischen Siebtklassigkeit, wo das wieder absteigende Iserlohner Schlusslicht SC Hennen zwar dem BSV Menden mit 0:5 deutlich unterliegt, dafür aber mit attraktiven Devotionalien sowie einer frisch verglasten VIP-Tribüne für ganz wichtige Gäste in geschlossener Gesellschaft glänzt und damit wohl ab kommender Saison den modernsten Bezirkslisten dieses Planeten abgeben wird. Dort muss der soeben (rein beruflich natürlich) geknüpfte Dialog mit einer charmanten Einheimischen sogleich abrupt beendet werden, um sich 56 Kilometer entfernt in der Küppelkampfbahn zu Freienohl dem Arnsberger Kreispokalfinale zwischen dem TuS Langenholthausen und SC Neheim zu widmen. Bezüglich Aufklebern, Speis und Trank lässt der Ausrichter beim den Hattrick vervollständigen Gast keine Wünsche offen und besticht zudem mit einem kostenlosen traumhaften Hochsauerland-Panorama. Sportlich belegen die Neheimer durch das 3:0 ihren Favoritenstatus. Damit wären sie ab der kommenden Saison auf Verbandsebene ein potenzieller Cup-Gegner für den VfL Holsen, der dann bekanntlich den Fußballkreis auf westfälischer Ebene vertreten wird.

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