Bilanz gezogen: Die Sportabzeichenobleute und Vertreter des KSB Herford, Nele Flagmeier (v.l., SSV Vlotho), Wilfried Görbig (Sportabzeichenbeauftragter des KSB), Gerd Balsbering (SSV Bünde), Colette Pöppel (Vizepräsidentin KSB), Ulf Dreier (Vizepräsident KSB), Peter Steinmeier (SSV Löhne), Britta Thieme (KSB), Nils Wörmann (Geschäftsführer KSB), Ralf Wojan (KSB), Holm Windmann (Jugend- und Sportamt Kreis Herford), Klaus Puchalla (SSV Herford), Kurt Fromme (SSV Vlotho), Ulrich Bergmann (GSV Kirchlengern), Nadja Seller (KSB), Irmgard Kuhr (SSV Vlotho), Isabel Kreimeier (KSB) und Horst Gerlitz (SSV Spenge). - © Ulrich Finkemeyer
Bilanz gezogen: Die Sportabzeichenobleute und Vertreter des KSB Herford, Nele Flagmeier (v.l., SSV Vlotho), Wilfried Görbig (Sportabzeichenbeauftragter des KSB), Gerd Balsbering (SSV Bünde), Colette Pöppel (Vizepräsidentin KSB), Ulf Dreier (Vizepräsident KSB), Peter Steinmeier (SSV Löhne), Britta Thieme (KSB), Nils Wörmann (Geschäftsführer KSB), Ralf Wojan (KSB), Holm Windmann (Jugend- und Sportamt Kreis Herford), Klaus Puchalla (SSV Herford), Kurt Fromme (SSV Vlotho), Ulrich Bergmann (GSV Kirchlengern), Nadja Seller (KSB), Irmgard Kuhr (SSV Vlotho), Isabel Kreimeier (KSB) und Horst Gerlitz (SSV Spenge). | © Ulrich Finkemeyer

Kreis Herford Beim Sportabzeichen verpasst der Kreis Herford die magische 6000

Obleute des Kreissportbundes Herford tagen und berichten von 5.211 Verleihungen im Jahr 2017. Damit bleibt der KSB deutlich unter der 6000er-Marke

Ulrich Finkemeyer

Kreis Herford. Die Sportabzeichen-Obleute der Stadt- und Gemeindesportverbände im Kreissportbund Herford haben jetzt unter Vorsitz von KSB-Vizepräsident Ulf Dreier Bilanz für das Sportjahr 2017 gezogen. Im Herforder Gasthaus "Am Waldesrand" bedankte sich Dreier bei den Obleuten für ihren Einsatz, der zu einem ordentlichen Ergebnis von 5.211 Sportabzeichen-Verleihungen geführt hatte. "Unsere selbst gesteckte Schallgrenze von 6.000 haben wir 2008, 2009 und zuletzt 2016 überschritten. Dieses Mal war es mit 5.211 Verleihungen deutlich weniger als im Jahr davor mit 6.240", wusste Wilfried Görbig, Sportabzeichenbeauftragter des Kreises und seit Jahren Herr der Zahlen. Das habe zwei Gründe, so Görbig. Zum einen hat das Widukind-Gymnasium Enger nicht teilgenommen, was ein Minus von 375 Sportlern gegenüber dem Vorjahr ausmachte. Zum anderen ist die Sportabzeichen-Abnahme in Löhne von 1.348 in 2016 auf diesmal 812 zurückgegangen, weil das im Umbau befindliche Stadion für die Schulen, die immer das Gros der Abschlüsse ausmachen, nicht zur Verfügung stand. "Der alternative Trimmpark wurde nicht so gut angenommen", ergänzte Löhnes Obmann Peter Steinmeier. "Und außerdem standen wir zu oft allein im Regen", führte Klaus Puchalla vom SSV Herford die gar nicht guten Wetterbedingungen als weiteren Grund an. Somit werden KSB-Präsident Dieter Steffen und sein Sportabzeichen-Beauftragter Wilfried Görbig wohl nicht wie 2017 auf der Bühne des GOP Essen stehen, als sie für den sechsten Platz in der NRW-Rangliste der erfolgreichsten Sportbünde geehrt wurden. Auf jeden Fall ausgezeichnet wird am 15. Juni in Essen der Bünder Manfred Palsbröker von der TG Ennigloh für sein 60. erfolgreich absolviertes Sportabzeichen. Das Gros der Sportabzeichen-Absolventen machten wieder Kinder und Jugendliche aus, überwiegend durch die Schulen. Das Jugendsportabzeichen wurde 2017 4.348 Mal erworben (Vorjahr 5.257). Das Königin-Mathilde-Gymnasium Herford setzte sich bei den Schulen mit 490 (552) Sportabzeichen an die Spitze der absoluten Zahlen, gefolgt von der Realschule Bünde-Nord mit 420 (473) und der Olof-Palme-Gesamtschule Hiddenhausen mit 231 (335) Absolventen. Den höchsten relativen Anteil hat Bünde-Nord mit 85,37 Prozent der Gesamtschülerzahl erreicht, gefolgt von der Hans-Schwarze-Grundschule Valdorf-Vlotho mit 60,85 Prozent. Von den Stadt- und Gemeindesportverbänden hat in absoluten Zahlen Herford mit 1.302 (Vorjahr 1.528) die meisten Sportabzeichenabnahmen zu verzeichnen, gefolgt von Löhne 694 (1.348) und Bünde 669 (777). Bezogen auf die Einwohnerzahl hat der GSV Kirchlengern mit 335 (604) Abnahmen bei 16.085 Bürgern - das sind 3,33 Prozent - das beste relative Ergebnis erzielt. Auf Rang zwei kam erneut der GSV Rödinghausen mit 2,95 Prozent von 9.717 Einwohnern, gefolgt vom GSV Hiddenhausen mit 2,34 Prozent von 19.758 Einwohnern. Herford hat mit 1.302 die meisten Abzeichen verliehen, rangiert aber mit 2,23 Prozent von 66.521 Einwohnern nur auf dem sechsten Platz der neun Stadt- und Gemeindesportverbände. Die offizielle Danksagung an die Sportabzeichen-Absolventen erfolgt am 28. Mai im Grün-Gold-Haus in Herford. Weiterhin Gedanken machen müssen sich der KSB und vor allem die Sportabzeichen-Obleute um die Verjüngung im Kader der Sportabzeichenprüfer machen. Der Altersdurchschnitt sei einfach zu hoch und spreche vor allem die jüngeren Interessenten nicht an, gab KSB-Geschäftsführer Nils Wörmann bereits 2017 zu bedenken. Jetzt informierte Wörmann darüber, dass von Seiten des Landessportbundes (LSB) in naher Zukunft Sportabzeichen-Beauftragte, die keine Sportlehrer sind, sich wohl einer Qualitätskontrolle unterziehen müssen. Das könne die Anwerbung neuer Prüfer weiter erschweren, führten mehrere Teilnehmer kritisch an.

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