Nehmen Abschied: Sebastian Reinsch (v.l.), Sebastian Kopschek, Lasse Bracksiek und Justus Clausing. - © Yvonne Gottschlich
Nehmen Abschied: Sebastian Reinsch (v.l.), Sebastian Kopschek, Lasse Bracksiek und Justus Clausing. | © Yvonne Gottschlich

Spenge Zum Abschied gibt es bei Spenges Handballern auch Tränen

TuS Spenge gewinnt auch sein letztes Saisonspiel äußerst sicher und verabschiedet sich in die 3. Liga. Die Verabschiedung von vier Spielern und des sportlichen Leiters gerät außerordentlich emotional

Dirk Kröger

Spenge. Die Handball-Oberliga gehört für den TuS Spenge der Vergangenheit an. Der künftige Drittligist landete mit einem überlegenen 37:24 (21:12) über den Nachbarn TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck seinen 22. Meisterschaftsspielsieg in Folge – und das, obwohl die Spenger nicht mit vollem Einsatz zur Sache gingen. Das Spiel allerdings stand an diesem Tag ohnehin nicht im Vordergrund. Schon vor der Partie wurden mit Lasse Bracksiek, Justus Clausing, Sebasrian Kopschek und Sebastian Reinsch vier Spieler sowie der sportliche Leiter Heiko Ruwe verabschiedet. Und diese Verabschiedungen gerieten sehr emotional, sorgten für einige Tränen der Rührung. Beeindruckend: Auch die Gäste aus Jöllenbeck beteiligen sich an der Verabschiedung, bildeten ein Spalier, als die Spieler des Meisters und deutschen Amateur-Pokalsiegers in die Halle einliefen – eine sicherlich große Geste. Alle Spieler des TuS-Kaders erhielten gerahmte Fotos vom Pokalsieger-Team, für die verabschiedeten Akteure gab es zudem qualitativ hochwertige und große Fotos, auf denen sie selbst in Spielszenen zu sehen sind. „Eine wunderbare Verabschiedung", kommentierte Justus Clausing später. „Das war wirklich rührend, ich stand kurz vor den Tränen", erklärte Publikumsliebling Sebastian Reinsch, den es wie auch Sebastian Kopschek bekanntlich nach Jöllenbeck zieht. Tränen vor dem Spiel, lachende Gesichter nach der Partie: Die Spenger lieferten noch einmal eine eindrucksvolle Demonstration ihrer Überlegenheit in der Oberliga ab und ließ den TuS 97 nur bis zum 5:5 in der 10. Minute hoffen. Dann zog der Meister das Tempo an, setzte sich auf 10:5 ab und hatte die Partie damit im Grunde genommen schon entschieden. Trainer Heiko Holtmann nutzte die nicht vorhandene Spannung, um munter durchzuwechseln, seine Schützlinge versuchten, dem Publikum besonders sehenswerte Spielzüge zu zeigen. Nicht alles klappte. Aber das spielte keine Rolle, denn die Gastgeber waren jederzeit in der Lage, das Tempo anzuziehen, und bauten ihren Vorsprung kontinuierlich aus. Auch drei verworfene Siebenmeter änderten am sicheren Sieg nichts. Im Rahmen einer Pressekonferenz will der Verein am Donnerstag einen weiteren Neuzugang vorstellen.

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