Abgehoben: Der Spenger Leon Prüßner hat seinen Gevelsberger Gegenspieler düpiert und wirft eines seiner fünf Tore. - © Yvonne Gottschlich
Abgehoben: Der Spenger Leon Prüßner hat seinen Gevelsberger Gegenspieler düpiert und wirft eines seiner fünf Tore. | © Yvonne Gottschlich

Spenge TuS Spenge hat alles für das Topspiel gerichtet

Spenge reißt sich gegen den Tabellenletzten HSG Gevelsberg-Silschede spätestens in der zweiten Halbzeit zusammen und richtet mit dem Sieg alles für das Spiel der Spiele gegen die TSG A-H Bielefeld her

Markus Voss

Spenge. So etwas nennt man wohl tiefenentspannt. Gut gelaunt analysierten Heiko Holtmann und Sebastian Cuhlmann den unterm Strich nie gefährdeten 33:21 (16:12)-Heimsieg ihres TuS Spenge gegen den Tabellenletzten HSG Gevelsberg-Silschede. "Damit haben wir alles gerichtet für das Topspiel", sagt TuS-Trainer Holtmann mit Blick auf den Oberliga-Kracher gegen die TSG A-H Bielefeld an diesem Samstag, wenn die Spenger (32:4 Punkte) den Spitzenreiter (33:5; hat ein Spiel mehr auf dem Konto) vor ausverkauftem Haus zum Aufstiegstanz bitten. Dass der Trainer in der Pause laut werden musste, weil seine Jungs in den ersten 30 Minuten die eine oder andere Nachlässigkeit an den Tag legten, war Holtmann und seinem Co Cuhlmann in keinster Weise anzumerken. "Ich kenne das, ich war ja früher selbst Spieler. Die Jungs brennen auf das Spitzenspiel, da ist man mit dem Kopf auch schon mal woanders", sagt Holtmann und plaudert aus dem Nähkästchen: "Am Donnerstagabend musste ich beim Training noch viel, viel lauter werden. Danach war es viel besser und man konnte bis zum Trainingsschluss eine Stecknadel fallen hören." Des Trainers strapazierten Stimmbänder erfüllten ihren Zweck: Spätestens in der zweiten Halbzeit lieferte der TuS eine souveräne Vorstellung ab, dem die Gäste nichts mehr entgegenzusetzen hatten. "Obwohl die Gevelsberger erst einen Punkt geholt haben (kurioserweise im allerersten Saisonspiel gegen Augustdorf, d. Red.), haben bisher nicht viele Mannschaft gegen die mit mehr als zehn Toren gewonnen", hat Heiko Holtmann beobachtet, "von daher war das schon o.k." Stimmt: Das gelang bisher nur Altenhagen-Heepen (38:26) und Hamm II (39:28). Dass dieses Spiel eine reine Kopfsache war bestätigte auch Bastian Räber. "Alle reden über das Topspiel - wir, das Umfeld, die Presse. Da ist es schwer, gegen den Tabellenletzten ins Spiel reinzukommen", sagt der Spenger Keeper, der mit einer starken Leistung aufwartete und vergessen ließ, dass sein Torwächter-Kollege Kevin Becker angeschlagen auf der Bank saß. Räber und seine Mannschaftskollegen, da ist sich Coach Holtmann sicher, können sich jetzt umso mehr auf Altenhagen-Heepen freuen. "Die Jungs brauchst du nicht mehr zu motivieren. Wenn's sein muss, würden sie auch bei zehn Gard minus 20 Mal um die Halle laufen, so heiß sind die", sagte er lachend. Wie das eben so ist, wenn Spiele bevorstehen, für die man als Sportler jede Woche zum Training geht. Um es noch einmal auf den Punkt zu bringen: Es ist alles gerichtet.

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