Kampf um die Scheibe: Gleb Berezovskij (r.) ist schneller am Puck als sein Neuwieder Gegenspieler. Der Herforder erzielt das wichtige Tor zum 5:3. - © Yvonne Gottschlich
Kampf um die Scheibe: Gleb Berezovskij (r.) ist schneller am Puck als sein Neuwieder Gegenspieler. Der Herforder erzielt das wichtige Tor zum 5:3. | © Yvonne Gottschlich

Herford Herforder EV gewinnt erstes Halbfinalspiel

Eishockey-Regionalliga: Im ersten Spiel des Playoff-Halbfinales bezwingt der Herforder EV den EHC Neuwied in einem rassigen Duell mit 5:3. Gleb Berezovskij sorgt mit einem "Empty Net Goal" für die Entscheidung

Yvonne Gottschlich

Herford. Was für ein rassiges Spiel, das der Herforder EV im ersten Playoff-Halbfinalspiel der Eishockey-Regionalliga gegen den EHC Bären Neuwied am Freitagabend abliefert. Die knapp 900 Fans in der heimischen Eishalle "Im kleinen Felde" feierten ihr Team beim 5:3 (1:0, 1:2, 3:1)-Sieg. Die Herforder hatten einen vierten Schiedsrichter bestellt, um für mehr Ruhe auf dem Eis zu sorgen. Zwischendurch wurde es trotzdem laut und auch wild. Erstmals richtig laut auf Herforder Seite wurde es in der 7. Minute, als Sven Johannhardt das 1:0 erzielte. Wie immer begann der HEV druckvoll und engagiert und zeigte sofort, dass er sein Heimspiel unbedingt gewinnen wollte. Nach dem 1:0 verpasste es der Gastgeber in drei Überzahlspielen jedoch die Führung aus zu bauen. Die Ice Dragons hatten das Spiel aber immer im Griff, so dass es mit diesem Ein-Tore-Vorsprung in die erste Drittelpause ging. In der 23. Minute fiel dann überraschend der Ausgleich, als die Herforder den Puck schon sicher in ihren Reihen glaubten. Doch Bären-Stürmer Dennis Schlicht setzte nach und traf zum 1:1. Danach zog der HEV das Tempo wieder an und erspielte sich Chance um Chance. Als Ben Skinner nicht attackiert wurde, nutzte er den Platz und zog ab - der Puck schlug oben rechts in den Winkel zum 2:1 ein (27.). Auf der anderen Seite nutzte Moritz Schug seine Chance zum 2:2 (38). Hochkonzentriert, mit viel Einsatz und Tempo dominierte Herford auch das letzte Drittel. Beim Tor zum 3:2 fälschte Nils Bohle den Puck gekonnt ab. Aric Schinke hatte einfach mal abgezogen, Bohle reagierte am schnellsten und durfte anschließend jubeln (45.). Nur eine Minute später eroberte Gleb Berezovskij die Scheibe und lief alleine auf Neuwieds Torhüter Felix Köllejan zu. Der hatte keine Chance und es stand 4:2 für den HEV. Die Ice Dragons sahen nun wie der sichere Sieger aus, doch sie gaben das Spiel scheinbar noch einmal aus der Hand. Neuwied warf nun alles rein, erspielte sich in der Schlussphase viele Chancen, scheiterte aber immer wieder am überragenden Herforder Torhüter Kieren Vogel. Und nach dem Gäste-Anschlusstreffer zum 3:4 durch Jamieson (54.) wurde es plötzlich hektisch auf dem Eis. Neuwied drückte, Herford hielt dagegen - auch in Unterzahl. Die Bären brachten für Goalie Köllejan einen sechsten Feldspieler. Das sorgte zwar für einige Torschüsse, aber auch für die endgültige Entscheidung. Aric Schinke eroberte den Puck, passte auf Gleb Berezovskij, dessen Befreiungsschlag zum Torschuss wurde und ins leere Tor rutschte - 5:3 (59.). Der Rest war Herforder Jubel pur. "Das war ein harter Kampf", meinte ein zufriedener HEV-Trainer Jeff Job nach dem Spiel, "wir haben zum richtigen Zeitpunkt die Tore erzielt und sehr gut gespielt." Tore: 1:0 (7.) Johannhardt, 1:1 (23.) D. Schlicht, 2:1 (27.) Skinner, 2:2 (38.) Schug, 3:2 (45.) Bohle, 4:2 (46.) Berezovskij, 4:3 (54.) Jamieson, 5:3 (59.) Berezovskij. Strafminuten: Herford 10 - Neuwied 14 + 10 (Brabec).

realisiert durch evolver group