Frei durch: Fabian Breuer erzielt in dieser Szene einen seiner drei Treffer in Nümbrecht. - © Frank Niedertubbesing
Frei durch: Fabian Breuer erzielt in dieser Szene einen seiner drei Treffer in Nümbrecht. | © Frank Niedertubbesing

Spenge Spenger Handballer haben beim Pokalsieg keine Mühe

Trainer Heiko Holtmann erlebt einen entspannten Abend

Dirk Kröger

Spenge. Das war ein entspannter Abend für Heiko Holtmann. Der Trainer des Handball-Oberligisten TuS Spenge musste während des Viertelfinalspiels seiner Schützlinge in der Deutschen Amateur-Pokalmeisterschaft beim SSV Nümbrecht nie um den Sieg bangen. Mit einem 38:27 zogen die Spenger locker ins Halbfinale des Wettbewerbs ein, den sie vor Jahresfrist gewannen. Sportlich also war alles im grünen Bereich. Nur finanziell gab es für die Spenger im Bergischen Land nichts zu holen. Gerade einmal 120 zahlende Zuschauer wollten das Pokalspiel sehen - und das bedeutete für die Ostwestfalen angesichts 450 abgerechneter Reise-Kilometer ein Minus. Auch im Halbfinale wird es für Spenge nicht viel Geld zu verdienen geben. Immerhin bleibt der Mannschaft die weite Fahrt zum TSV Friedberg in der Nähe von Augsburg erspart, weil der beim Württemberg-Vertreter HV RW Laupheim mit 23:29 recht deutlich unterlag. Aber der nächste Spenger Pokalgegner hat für Hin- und Rückfahrt rund 1.100 Kilometer einzuplanen - da müsste es schon einen Zuschauer-Boom geben, damit die Kosten für Anreise und Schiedsrichter überhaupt amortisiert werden können. Mehr Zuschauer als bei diesem Pokalspiel dürfen die Spenger in der Oberliga-Spitzenbegegnung gegen die TSG A-H Bielefeld am 17. März erwarten. Wer dabei sein will, muss sich sputen - am kommenden Samstag, während des Punktspiels gegen den Tabellenletzten HSG Gevelsberg-Silschede, werden letzte Restkarten für das Schlagerspiel angeboten, das in der Hinrunde rund 2.500 Zuschauer in die Bielefelder Seidensticker Halle lockte und das entscheidend für die Titelvergabe sein kann. Wer allerdings keine Karten mehr für das Spitzenspiel erhält, muss nicht völlig in die Röhre gucken, denn die Partie soll als Livestream im Internet übertragen werden. Einen ersten Testlauf einer derartigen Übertragung gibt es schon am kommenden Samstag beim Spiel gegen Gevelsberg. Beide Spiele können auf der Plattform sportdeutschland.tv des Deutschen Olympischen Sportbundes angeguckt werden. Kommentiert werden die Begegnungen jeweils von Oberliga-Kenner Mathias Klusmann, der seit rund 20 Jahren schon Fan des TuS Spenge und auch als Jugendtrainier engagiert ist. Ihm zur Seite stehen wird der erfahrene ehemalige Spenger Spieler Dennis Mathews als Co-Kommentator, der im vergangenen Jahr noch mit der TuS-Mannschaft die Deutsche Amateur-Pokalmeisterschaft gewann und auch heute noch sehr nah an der Mannschaft ist. Derartige Übertragungen sind in der Oberliga komplett neu. Der TuS Spenge möchte gern der erste Verein sein, der Handballfans die Möglichkeit gibt, auf diese Art und Weise live bei den Spielen dabei zu sein. Beide Übertragungen sollen jeweils gegen 19.10 Uhr beginnen.

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