Den Arm nach oben: Markus Braunisch bewältigt auf Cardiff die Siegeshöhe. - © Yvonne Gottschlich
Den Arm nach oben: Markus Braunisch bewältigt auf Cardiff die Siegeshöhe. | © Yvonne Gottschlich

Vlotho Beim Mächtigkeitsspringen in Exter geht es über 1,90 Meter

Echte Spezialisten bewältigen eine gewaltige Mauer und sorgen beim Publikum für beste Unterhaltung

Yvonne Gottschlich

Vlotho. Beim Reitverein "von Bismarck" Exter gehört das Showprogramm bei jedem Turnier dazu. Nach dem Tauziehen am Freitagabend stand am Samstagabend zur allerbesten "Sendezeit" das Mächtigkeitsspringen an. Acht Herren und eine Amazone hatten gemeldet, sieben erreichten die zweite Runde und damit das Stechen. Die Siegprämie sicherte sich Markus Braunisch aus Isenbüttel. "Ganz Exter ist hier", freute sich Exters Vorsitzender Hans-Herbert Obermowe, "ich bin ja schon lange dabei, aber so voll war die Halle noch nie." Zwischen 1.000 und 1.200 Zuschauer hatte Obermowe am Samstagabend gezählt. Hallensprecher Michael Bolte aus Schloß Holte-Stuckenbrock sorgte für allerbeste Unterhaltung, wozu auch die Braunisch-Brüder aus dem 180 Kilometer entfernten Isenbüttel bei Wolfsburg beitrugen. Markus Braunisch hatte gleich zwei Pferde gemeldet, stellte aber auch klar: "Wenn mein Bruder Manuel in die nächste Runde einzieht, starte ich nur noch mit einem Pferd." Beide schafften die Einstiegshöhe von 1,60 Meter. Bei 1,80 Metern blieb Amazone Jannike Schneider vom Ravensberger ZRFV Jöllenbeck hängen. Patrick-Viktor Schröder vom RFZV Ovenstädt stellte sich den Brüdern zum Duell über die 1,90 Meter hohe Mauer. Manuel Braunisch, der kleine Bruder von Markus Braunisch, wusste mit seinem Jubel über die erste und zweite Mauer gleich die Masse zu begeistern. Markus zeigte als erster und einziger, dass die 1,90-Meter-Mauer zu bezwingen ist - und flog mit dem elfjährigen Holsteiner Cardiff im Stil eines Rodeoreiters (linker Arm nach oben) elegant über das gewaltige Hindernis hinweg. Das war der Sieg. "Wow, das haben wir noch nie geschafft", jubelte er später. Seine Verfolger patzten und Markus Braunisch gönnte sich jubelnd die Siegerrunde.

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