Verletzt ausgeschieden: Nils Bohle (r.) erlitt im Spitzenspiel eine schmerzhafte Prellung und musste vorzeitig vom Eis. - © Yvonne Gottschlich
Verletzt ausgeschieden: Nils Bohle (r.) erlitt im Spitzenspiel eine schmerzhafte Prellung und musste vorzeitig vom Eis. | © Yvonne Gottschlich

Herford Herforder EV verliert zwei Spieler und die Spitzenpartie

Eishockey-Regionalliga: Nach 4:7 gegen Tabellenführer Diez-Limburg ist der zweite Tabellenplatz in Gefahr. Ice Dragons machen zwischenzeitlich einen 0:3-Rückstand wett, haben am Ende aber dennoch das Nachsehen

Herford. Nach katastrophalen 15 Minuten im ersten Drittel und einem schnellen 0:3-Rückstand kam Eishockey-Regionalligist Herforder EV im Spitzenspiel gegen Tabellenführer EG Diez-Limburg vor knapp 650 Zuschauern zwar noch einmal zurück ins Spiel, mussten sich letztlich aber mit 4:7 geschlagen geben. Noch schlimmer als die Niederlage waren für die Ice Dragons die Verletzungen von Torwart Tim Stenger und Stürmer Nils Bohle. Während Stenger bereits nach dem ersten Drittel zu genaueren Untersuchungen im Krankenhaus weilte - eine Prellung im Gesicht und eine Gehirnerschütterung waren das Ergebnis eines unglücklichen Zusammenpralls - musste Bohle Mitte des zweiten Drittels mit starken Schmerzen aufgeben, die Ärzte diagnostizierten bei ihm eine Prellung am unteren Rücken. Was auch immer mit dem Team von Jeff Job in den ersten 15 Minuten los war, es spielte den Gästen in die Karten: Der torgefährlichste Sturm der Liga ließ sich nicht lange bitten und sorgte für ein ebenso schnelles wie verdientes 0:3. Und dann folgte auch noch die Verletzung Stengers, der seine Maske verloren hatte und nach einem Zusammenprall ungeschützt aufs Eis schlug. Er wurde ins Krankenhaus gebracht und von Lars Rusche ersetzt. Danach ging ein Ruck durch die Herforder Mannschaft, die plötzlich zurück ins Spiel fanden und sich nun sogar Chancen erarbeiteten. Das setzte sich im zweiten Drittel fort. Die Herforder verteidigten nun geschickter und trugen selbst gefährliche Angriffe vor. Als Aaron Reckers in Überzahl in der 22. Minute mit einem satten Schuss von der blauen Linie zum 1:3 traf, war der Glaube an die Chance auf den Sieg wieder da. Eine Energieleistung von Ben Skinner brachte die Ice Dragons wieder in Schlagdistanz, denn sein Einsatz führte zum 2:3-Anschluss. Nun drückten die Ice Dragons dem Spiel ihren Stempel auf und hatten in der 26. Minute auch den verdienten Ausgleich durch Kevin Rempel zu bejubeln. Doch fast im direkten Gegenzug musste Lars Rusche erstmals hinter sich greifen - der Spitzenreiter führte wieder. Als die Rockets in der 31. Minute durch Pierre Wex auch noch eine Überzahl zum 3:5 nutzten, schienen bei den Ice Dragons die Kräfte zu schwinden. So verloren die Gastgeber in der 35. Minute die Scheibe, Fischer und Davies fuhren einen Unterzahlkonter und Letztgenannter traf zum 3:6-Pausenstand. Was Trainer Jeff Job seinem Team in der zweiten Pause gesagt hat, wird wohl sein Geheimnis bleiben. Die Wirkung seiner Worte jedoch war auf dem Eis zu sehen. Mit nun etwas veränderten Reihen drückten die Ice Dragons auf den Anschluss, jubelten bereits in der 44. Minute nach einem Schuss von Kevin Rempel, doch Schiedsrichter Eugen Berger war sich sicher, dass die Scheibe die Linie nicht überquert hatte. Doch die Ice Dragons gaben nicht auf. Als Ben Skinner in der 48. Minute die Scheibe in der Ecke behauptete, sich gegen zwei Gegenspieler durchsetzte, zum Tor zog, einen Abschluss antäuschte und den besser postierten Fabian Staudt mustergültig bediente, brandete nach dessen Treffer zum 4:6 nicht nur Jubel auf, es keimte auch noch einmal Hoffnung, erneut den Ausgleich zu schaffen. Die Ice Dragons berannten weiter das Gästetor, machten aber aber in der 51. Minute den einen Fehler zu viel - und den bestraften die Gäste eiskalt: Matt Fischer netzte zum 4:7 ein - und damit war das Spiel endgültig gelaufen. Die Torfolge: 0:1 (5.) Bruch, 0:2 (8.) Fischer, 0:3 (13.) Böhm, 1:3 (22.) Reckers, 2:3 (23.) Skinner, 3:3 (26.) Rempel, 3:4 (27.) Davies, 3:5 (31.) Wex, 3:6 (35.) Fischer, 4:6 (48.) Staudt, 4:7 (51.) Fischer. - Strafminuten: Herford 8, Diez-Limburg 10.

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