Zuspiel an den Kreis: Der Spenger Torjäger Phil Holland behält den rot-schwarzen Ball genau im Blick. - © Eva-Lotte Heine
Zuspiel an den Kreis: Der Spenger Torjäger Phil Holland behält den rot-schwarzen Ball genau im Blick. | © Eva-Lotte Heine

Spenge Für den TuS Spenge beginnt das Projekt Titelverteidigung

Der TuS Spenge empfängt im Achtelfinale den rheinland-pfälzischen Vertreter TV Mülheim. Beide Klubs haben eine gemeinsame Vergangenheit

Spenge (mav). Am Karnevalswochenende haben die Handballer traditionell frei. Nicht so der TuS Spenge, der hier und jetzt das Projekt "Titelverteidigung" startet. Wenn der TuS an diesem Samstag, 19.15 Uhr, im Achtelfinale des Deutschen Handball-Amateurpokals in eigener Halle den TV Mülheim empfängt, gehen die Erinnerungen automatisch zurück an diese wundersamen Tage im Mai 2017, als sich die Spenger in Hamburg in einem dramatischen Finale den Titel des Deutschen Amateurpokalsiegers sicherten - es war einer der größten Erfolge der Vereinsgeschichte. "Wir wollen wieder nach Hamburg", sagt Spenges Coach Heiko Holtmann klipp und klar. Mülheim-Kärlich in der Nähe von Koblenz in Rheinland-Pfalz - da war doch was? "Wir haben gegen die HSG Mülheim-Kärlich mal eine Abstiegsrelegation in der Regionalliga gespielt", sagt der TuS-Vorsitzende Horst Brinkmann, "das ist aber bestimmt schon 30 Jahre her." Der Nachfolgeverein der HSG heißt TV 05 Mülheim, spielt in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar, ist dort aktuell mit 16:20 Punkten Zehnter und grüßt als amtierender Rheinlandpokalsieger. Dass die Internetseite der Mülheimer www.zauberhandball.de heißt, dürfte indes nichts am Vorhaben von Spenge - seines Zeichens amtierender Westfalenpokalsieger - ändern, die nächste Runde zu erreichen. "Weil wir zuhause spielen glaube ich schon, dass wir Favorit sind", sagt Holtmann, "wird sind gut drauf und nehmen diese Rolle auch an." Trotzdem wäre ein Trainer nicht ein Trainer, wenn er nicht auch vor dem Gegner warnen würde. "Ich hab? mir Mülheim auf Video angeguckt. Wir brauchen sicherlich keine Angst zu haben, aber die können auch Handball spielen", sagt Holtmann. Vor allem in der Mitte, halblinks und am Kreis seien die Rheinländer stark besetzt. "Die spielen einen soliden Ball", so der Coach. Dass sich die in dieser Woche offiziell verkündeten Abgänge von fünf Spielern zum Saisonende - darunter zwei vom TuS vollzogene Kündigungen gegenüber Justus Clausing und Lasse Bracksiek - (die NW berichtete) negativ auf das Spiel auswirkt, glaubt Heiko Holtmann nicht. "Im semiprofessionellen Bereich ist es normal, dass es auch mal solche Abschiede gibt", sagt er, "ich sehe das aber auch immer mit zumindest einem weinenden Auge. Zumal die beiden Pfundskerle sind."

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