Hochkonzentriert II: Die Herforderin Ina Landsmann fährt bei einer Übung mit dem Rücken zum Lenker. - © Yvonne Gottschlich
Hochkonzentriert II: Die Herforderin Ina Landsmann fährt bei einer Übung mit dem Rücken zum Lenker. | © Yvonne Gottschlich

Herford Kunstradfahren: Herforder Heimspiel mit vielen Bestleistungen

Bei den Bezirksmeisterschaften in der Gesamtschule Friedenstal bringen Christina Biermann, die Landsmann-Zwillinge & Co. starke Leistungen auf die Fahrfläche

Yvonne Gottschlich

Herford. Gleich fünf neue Bestleistungen haben die Kunstradfahrerinnen des RSV Wittekind Herford bei den Bezirksmeisterschaften aufgestellt. In der Sporthalle der Gesamtschule Friedenstal buchten die Herforderinnen zudem mehrere Tickets für die Landesmeisterschaften. Und der Nachwuchs sammelte auch noch fleißig Erfahrung. Sie lachen und haben Spaß und wenn es dann in den Wettkampf geht, sind die Kinder des RSV Wittekind voll konzentriert. "Ohne Spaß kein Erfolg", sagt Trainerin Heike Kaiser trocken. "Wir sind selbst viele Jahre aktiv gewesen und wissen, wie sich die Kinder fühlen", berichtet die Herforder Übungsleiterin über das Erfolgsgeheimnis. Die Kinder vertrauen ihr und Tanja Markmann sowie Leonie Hempelmann, die die Trainingsgruppen leiten. Drei- bis viermal in der Woche werden die Übungen gefahren und trainiert. Und die Vorbilder sind auch oft dabei. Immer wenn sie es einrichten kann, ist die erfolgreiche Einerfahrerin Christina Biermann beim Training vor Ort. Sie ist seit Jahren bei Deutschen Meisterschaften vertreten, beim Heimspiel Bezirksmeisterschaften ging sie aber natürlich auch aufs Rad. Und mit 174,28 Punkten stellte Christina Biermann in Herford eine neue persönliche Bestleistung auf. "Das war absolut überragend, zumal ich gar nicht voll im Training bin", sagt sie zufrieden, "ich bin mitten in der Vorbereitung, damit ich im Herbst voll da bin." Biermann schaffte mit ihrer Leistung die Qualifikation für die Landesmeisterschaften, also die nächsthöhere Wettkampfebene, locker. Ganz so einfach war es für Marianna Grosse sowie die Zwillinge Kim und Ina Landsmann in der Einer-Wertung nicht. Die drei Wittekind-Sportlerinnen sind gerade von der U15- in die U19-Klasse gewechselt. "Statt bisher 25 Übungen müssen wir jetzt 30 Übungen in fünf Minuten fahren", sagt Ina Landsmann nach ihrem Wettkampf. "Und es sind mehrere Steigerübungen dazugekommen, andere Übungen fahren wir jetzt vorwärts und rückwärts", ergänzt Schwester Kim Landsmann, die sich im Einer ebenfalls das Ticket für die Landesmeisterschaften sicherte. Die Landsmann-Zwillinge waren auch in der Zweier-Wertung auf die Fahrfläche gegangen - hier qualifizierten sie sich mit 50,09 Punkten für die Landestitelkämpfe. Und das auch noch mit einer neuen Bestleistung. "Wir sind zwar im Wettkampf Konkurrentinnen, aber wir helfen uns immer gegenseitig", verrät Marianna Grosse, die auch Bestleistung fuhr. Ebenfalls qualifiziert haben sich Nadine Richter und Greta Niehaus bei den Zweier-Frauen sowie Marielen Baranek in der U13-Klasse. Stolz sind die Trainerinnen auch auf die Jüngsten: In der Altersklasse U11 fuhren Alina Schmidt, Ashley Vogelsang und Vivien Baudach erst ihren zweiten Wettkampf überhaupt. "Wir haben wieder reichlich Nachwuchs und das Interesse ist groß", freute sich Trainerin Heike Kaiser über die große Trainingsgruppe. Die ersten Erfolge sind auch schon da: Lillith Mester fuhr in der Einer-Klasse der Schülerinnen U9 (bis 8 Jahre) mit neuer Bestleistung (28,43 Punkte) auf Platz eins. Und auch Frida Buchtmann sicherte sich mit Rang zwei in der U13-Klasse den Start bei der Landesmeisterschaften.

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