Keine Spur von Abschiedsstimmung: Sebastian Kopschek, der hier Til Kirsch schlecht aussehen lässt, war gemeinsam mit Sebastian Reinsch bester Spenger Torschütze. - © Eva-Lotte Heine
Keine Spur von Abschiedsstimmung: Sebastian Kopschek, der hier Til Kirsch schlecht aussehen lässt, war gemeinsam mit Sebastian Reinsch bester Spenger Torschütze. | © Eva-Lotte Heine

Spenge TuS Spenge landet den elften Sieg in Folge

Tesch weiß, wie es ist, sich zu verabschieden - und vorher ein großes Ziel zu erreichen

Dirk Kröger

Spenge. Wenn da nur nicht dieser schlechte Saisonstart gewesen wäre! Nach 4:4 Punkten aus den ersten elf Meisterschaftspartien der laufenden Serie gewann der TuS Spenge mittlerweile elf Punktspiele der Handball-Oberliga in Folge. Es gab aber nun einmal den mäßigen Start - wäre der nicht gewesen, dann könnten die Spenger wohl schon den Meisterschaftssekt kühl stellen, was auch die Tabelle der jüngsten elf Spieltage unten aufweist. Vor der Partie gegen die HSG Augustdorf/Hövelhof war spekuliert worden, ob das Thema Vereinswechsel nicht für Unruhe in der Mannschaft sorgen würde. Einer, der sich mit derartigen Situationen auskennt, ist Routinier Oliver Tesch. Genau 13 Mal wechselte der ehemalige Erstligaspieler den Verein. "Das ist natürlich ein Thema in der Mannschaft, aber es ist doch jedes Jahr dasselbe", meint Tesch, der sich sicher ist, dass das große Ziel das jetzige TuS-Aufgebot bis zum letzten Spieltag der Saison 2017/18 eint: "Es gibt nichts Schöneres, als sich mit einem Erfolg zu verabschieden", sagt er aus eigener Erfahrung. Von Unruhe in der eigenen Mannschaft hatte auch TuS-Trainer Heiko Holtmann nichts bemerkt. Den Sieg gegen den Tabellenvorletzten aus dem Lipperland hatte er schnell abgehakt: "Das war nicht supertoll, aber ein solider Pflichtsieg", ordnete der Coach den 30:24-Erfolg seiner Schützlinge ein. Am Ende, so Holtmann, hätten sich seine Schützlinge im Gefühl des sicheren Sieges einige technische Fehler erlaubt. Es war ihnen schnell verziehen. Und auch Torhüter Bastian Räber, dessen Vertrag in Spenge entgegen anders lautenden Gerüchten laut Heiko Holtmann nicht aufgekündigt wurde und der deswegen wohl auch in der kommenden Saison für den TuS spielen wird, überzeugte dieses Mal nicht ganz so wie schon oft zuvor. "Wir standen mehrmals kurz vor einem Torwartwechsel", berichtete Holtmann. "Aber dann hat Basti immer wieder einen entscheidenden Ball gehalten", begründete er auch, warum Kevin Becker nur bei einem Siebenmeter zum Einsatz kam. Und dann blickte der Spenger Trainer auch schon wieder nach vorn: "Am Samstag haben wir ein Alles-oder-nichts-Spiel", ordnet er das DHB-Pokalspiel gegen den TV 05 Mülheim am kommenden Samstag ein - schließlich soll es für den TuS nicht nur in die 3. Liga, sondern nach Möglichkeit auch wieder zum Pokalfinale nach Hamburg gehen. Den Achtelfinalgegner aus dem Rheinland beobachtete das Spenger Trainergespann auf jeden Fall schon einmal in Video-Aufzeichnungen. "Und nach dem Pokalspiel folgen die richtig schweren Spiele in der Meisterschaft", weiß Holtmann, dass die Saison für ihn und seine Schützlinge noch lange, lange nicht beendet ist.

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