Die Defensive muss stehen: Die Spenger Justus Clausing, Fabian Breuer und Lasse Bracksiek (v.l., in blau) sind in dieser Szene gegen den VfL Mennighüffen voll konzentriert bei der Abwehrarbeit. Breuer wird am Samstag gegen Hemer allerdings ausfallen. - © Eva-Lotte Heine
Die Defensive muss stehen: Die Spenger Justus Clausing, Fabian Breuer und Lasse Bracksiek (v.l., in blau) sind in dieser Szene gegen den VfL Mennighüffen voll konzentriert bei der Abwehrarbeit. Breuer wird am Samstag gegen Hemer allerdings ausfallen. | © Eva-Lotte Heine

Spenge Handball-Oberliga: TuS Spenge will an die Siegesserie anknüpfen

Im ersten Ligaspiel nach einer kurzen Winterspause zählen für den TuS Spenge gegen den HTV Hemer nur zwei Punkte. Holtmann: "Jeder weiß, um was es geht"

Markus Voss

Spenge. Nach der Winterpause ist vor dem ersten Spiel im neuen Jahr: Drei Wochen, nachdem sie unterm Weihnachtsbaum verschwunden sind und zwei Wochen nach dem Begießen des neues Jahres, sind die Handballer aus der Region wieder mittendrin im Ligabetrieb. Und es geht gleich wieder in die Vollen. Keine Frage: Für den TuS Spenge zählt am Samstag, 19.15 Uhr, im Oberliga-Heimspiel gegen den HTV Hemer nur ein Sieg. "Alle wissen, um was es geht. Ich bin optimistisch, dass wir gut in die zweite Saisonhälfte reinkommen", sagt TuS-Trainer Heiko Holtmann. Die verpasste Pokalverteidigung nach drei Titeln in Folge beim Kreispokal vor einer Woche ist an der Ravensberger Straße abgehakt. "Wir sind nicht enttäuscht, aber wir haben uns natürlich geärgert", sagt Holtmann, "bei vier Oberligisten kannst du aber nicht jedes Jahr gewinnen." Nicht nur deswegen liegt der Fokus nun wieder voll auf dem Ligaalltag. Nach sieben Siegen in Serie zwischen Anfang Oktober und Mitte Dezember kann es beim Tabellenzweiten nur eine Losung geben: Sofort anknüpfen an die starken Vorjahres-Auftritte. "Für uns kam die Pause zur falschen Zeit, aber bei uns weiß jeder, dass wir dort weitermachen müssen, wo wir vor Weihnachten aufgehört haben", so Holtmann, der damit nicht nur das Spiel gegen Hemer sondern auch die folgenden Aufgaben meint. Der HTV Hemer, bis zur Vorsaison unter dem Namen HTV Sundwig/Westig am Ball, ist aktuell als Siebter genau in der Mitte der Tabelle platziert. Von einer mittelmäßigen Mannschaft kann dennoch keine Rede sein. "Hemer hat richtig starke Leute", sagt Heiko Holtmann, "an einem guten Tag kann diese Truppe jeden Gegner in der Liga schlagen." Der Coach denkt dabei vor allem an die Klein-Brüder Christian und Max, die im Rückraum richtig gut unterwegs sind oder an die beiden Rechtsaußen Moritz Frenzel und Torsten Becker. "Das ist eine der stärksten, wenn nicht die stärkste rechte Seite der Liga", so Holtmann. Das Spenger Abwehrrezept gegen diese Offensivpower dürfte altbewährt sein: Die eigene Deckung zum Stehen bekommen und ein gutes Rückzugsverhalten an den Tag legen. Keine besonders guten Erinnerungen an den HTV hat übrigens Marcel Ortjohann. Der Spenger Rückraumrechte hatte sich im ersten Spiel der Vorsaison bei der 24:29-Pleite im September 2016 in Hemer einen Kreuzbandriss zugezogen. Die Spätfolgen sind bei dem 27-Jährigen bis heute zu spüren. Das Rückspiel im März 2017 gewann Spenge dann sicher in eigener Halle mit 39:33. Beim jetzigen Aufeinandertreffen fehlen wird indes Fabian Breuer. Spenges Nummer 23 hat sich einen fiesen Virus eingefangen. "Fabian fühlt sich schlapp, darum spielt er auf keinen Fall. Da haben wir auch eine Verantwortung", so Holtmann. Gefährdet ist zudem der Einsatz von Filip Brezina. Der Tscheche hat eine Zahnwurzelbehandlung hinter sich. "Bei ihm müssen wir schauen, ob es geht", sagt der Trainer. Und schmunzelnd: "Bei Zahnschmerzen kann eben auch kein Physio etwas machen."

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