Beim Bully: Fabian Staudt und sein Herforder EV (r.) haben sich am Wochenende zwei Siege zum Ziel gesetzt. - © Yvonne Gottschlich
Beim Bully: Fabian Staudt und sein Herforder EV (r.) haben sich am Wochenende zwei Siege zum Ziel gesetzt. | © Yvonne Gottschlich

Herford Herforder Ice Dragons wollen fünf Wochen vor den Playoffs den Endspurt anziehen

Noch neun Spiele muss der Eishockey-Regionalligist in der Hauptrunde absolvieren

Markus Voss

Herford. Endspurt in der Hauptrunde der Eishockey-Regionalliga West: Wenn der Herforder EV am heutigen Freitag (20.30 Uhr, Eishalle Im Kleinen Felde) die Bären aus Neuwied empfängt, sind es noch neun Spiele bis zu den Playoffs. Bis Mitte Februar steht dann für die Ice Dragons fast jede Woche mindestens ein Topspiel auf dem Programm. Weiter geht's gleich am Sonntag (18 Uhr) mit einem Auswärtsspiel bei den Luchsen Lauterbach. Es ist das erste Spiel nach dem Abgang von Topscorer R.J. Reed, der Anfang der Woche überraschend in die 4. schwedische Liga gewechselt ist. 41 Tore und 20 Vorlagen hatte der Kanadier in seiner Bilanz stehen, tat sich aber auf menschlicher Ebene und mit der Disziplin auf dem Eis (65 Strafminuten) schwer. Es wird sich zeigen, wie der HEV diesen Verlust auffangen wird, denn noch ist ein Nachfolger nicht in Sicht (die Wechselfrist endet am 31. Januar). Das gilt vor allem für das Spiel gegen Neuwied, sind die Rheinländer doch direkt hinter den Herfordern auf dem dritten Tabellenplatz platziert. Zwar haben die Bären satte sieben Punkte Rückstand auf die Ice Dragons, doch sie schwimmen mit drei Siegen in Folge aktuell auf einer Erfolgswelle, zu der auch der neue Trainer Daniel Benske (seit 1. Januar für den Ende November zurückgetretenen Jens Hergt) und der neu geholte Stürmer Carsten Homann (kam aus Lauterbach) ihren Teil beigetragen haben. Auf Herford wartet also eine schwere Aufgabe. "Zumal unsere Mannschaft die beiden ersten Saisonspiele gegen Neuwied gewonnen hat (9:2 Ende Oktober und 7:4 Ende November, d. Red.)", sagt Lars Husemann vom HEV, "die Bären werden also hochmotiviert ins Spiel gehen, um endlich den ersten Sieg einzufahren." Doch hochmotiviert werden auch die Ice Dragons sein, wollen sie doch den zweiten Tabellenplatz absichern und zudem noch die vier Zähler entfernte Tabellenspitze mit den Diez-Limburg Rockets (zehn Siege in Folge, darunter zwei gegen den HEV) nicht vollends aus den Augen verlieren. Trotz der eindeutigen Tabellensituation - die Luchse sind als Letzter schon eher deutlich abgeschlagen - müssen die Ice Dragons auch am Sonntag in Lauterbach auf der Hut sein, konnten sich die Hessen doch in den beiden Spielen 2018 stabilisieren und erst vor Wochenfrist nach längerer Zeit mal wieder einen Sieg feiern (6:2 in Soest). Lars Husemann ist überzeugt: "Unsere Mannschaft muss ihre volle Leistungsfähigkeit abrufen." Ob das ohne Torjäger R.J. Reed klappt, wird sich zeigen.

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