Ein Team hält zusammen: Das Endmaß-Pony Hesselteichs Lucky Dulcio geht voran, während die Eltern Susanne und Wolfgang Müller (v.l.) sowie Bruder Daniel (r.) den deutschen U25-Meister und Medienpreis-Kandidaten Florian Müller unterstützen. - © Yvonne Gottschlich
Ein Team hält zusammen: Das Endmaß-Pony Hesselteichs Lucky Dulcio geht voran, während die Eltern Susanne und Wolfgang Müller (v.l.) sowie Bruder Daniel (r.) den deutschen U25-Meister und Medienpreis-Kandidaten Florian Müller unterstützen. | © Yvonne Gottschlich

Herford Nominiert für den NW-Medienpreis: Fahrsportler Florian Müller

Fahrsportler Florian Müller vom Reit- und Fahrverein "von Lützow" Herford feiert 2017 mit Pony "Lucky" die deutsche U18-Meisterschaft sowie die NRW-Landesmeisterschaft

Yvonne Gottschlich

Herford. Die erfolgreichsten Herforder Sportlerinnen und Sportler sowie die Mannschaft des Jahres 2017 werden am Freitag, 19. Januar, während der Sportnacht des Stadtsportverbandes Herford im Stadttheater ausgezeichnet. Die Neue Westfälische stiftet erneut den Medienpreis. Die Leserinnen und Leser entscheiden mit ihrer Stimme, wer diesen Preis gewinnt. Abgestimmt werden kann im Inter-net unter www.nw.de/sportgala

Einer der Nominierten ist der Fahrsportler Florian Müller vom Reit- und Fahrverein "von Lützow" Herford. Der 19-Jährige hat sich 2017 gleich zwei wertvolle Titel gesichert: Erst wurde er im August in Bösdorf Deutscher Meister der Altersklasse U18. Und im September gewann er in Zülpich auch noch die altersoffene NRW-Meisterschaft. Immer an seiner Seite: Die Familie und natürlich das achtjährige Pony Hesselteichs Lucky Dulcio. "Fahren bedeutet für mich großer Zusammenhalt, denn es geht alles nur im Team", sagt Florian Müller, während er beim Training mit "Lucky" seine Runden dreht.

"Dieser Sport macht einfach sehr viel Spaß, besonders wenn wir mit viel Tempo unterwegs sind. Außerdem sind alle Fahrer eine große Familie", erzählt er. Mama Susanne, Papa Wolfgang und Bruder Daniel sind immer mit dabei. "Jedes Turnier ist wie ein Wochenendurlaub", sagt Florian über die teils sehr stressigen Wettkämpfe und lacht. "Wir sind ja nur bei sieben oder acht Turnieren im Jahr, aber meist müssen wir schon donnerstags los", berichtet Susanne Müller.

Seit 2011 hat Florian Müller im Fahrsport der Ehrgeiz gepackt. Seinerzeit nahm ihn sein Onkel Friedrich-Wilhelm Müller mit und schnell stand fest: "Ich brauch? ein Pony." Mit Nightfly drehte der Auszubildenden zum Garten- und Landschaftsgärtner seine ersten Runden, bei Dieter Eickmeyer absolvierte er den ersten Fahrkurs. Die ersten Fahrprüfungen meisterte er mit Bruder Daniel, der seitdem sein Beifahrer ist, selbst aber auch startet. Um ganz oben dabei sein zu können, musste schließlich ein neuer tierischer Partner her. Gemeinsam mit dem Endmaß-Pony Hesselteichs Lucky Dulcio ist Florian zu einem unschlagbaren Duo herangewachsen.

2017 absolvierte der 19-Jährige in hessischen Dillenburg außerdem sein erstes internationales Turnier - und landete einen Sieg in der kombinierten Wertung. "Die beiden sind sehr ehrgeizig. Florian ist immer für sein Pony da und hat sehr großes Vertrauen zu Lucky. Er ist fair, hilfsbereit, zuverlässig und nervenstark" beschreibt ihn Mutter Susanne. "Er will immer gewinnen, aber er kann auch gönnen", erzählt sie weiter. Während die anderen am Rande des Wettkampfs mitzittern und hoffen, bleibt Florian Müller gelassen - getreu seinem Motto: "Wo andere verzweifeln, fange ich erst an richtig gut zu werden."

Wie bei den Deutschen Meisterschaften der U25 auf M-Niveau. Nach der ersten Dressurprüfung führte der Herforder das Feld an. "Dabei liebt er das Gelände und das Kegelfahren noch mehr, weil er da mit viel Tempo unterwegs ist", sagt Susanne Müller. Nach der Geländeprüfung musste Florian Müller seine Gesamtführung jedoch an Jens Chladek aus Hessen mit 0,19 Punkten Rückstand abgeben und rangierte nach dem zweiten Tag auf Rang zwei. Doch im Kegelfahren ging er dann volles Risiko und nutzte seine Routine und Erfahrung von vielen S-Turnieren. Und so sauste der Lützower mit seinem Pony in 140,21 Sekunden fehlerfrei durch den Parcours. Konkurrent Chladek kassierte indes eine Zeitstrafe - und Müller gewann.

"Man braucht ein gutes Auge, eine gefühlvolle Hand und viel Überblick", sagt Florian Müller über seinen Sport. Diese Eigenschaften brachten ihm nicht nur zwei große Titel, sondern auch die Berufung in den Bundeskader ein. "Das ist schon ein schönes Gefühl, vorne dabei zu sein und zu wissen, man gehört zu den Besten", sagte er. Und über sein Erfolgsgeheimnis: "Ich fahre immer in den Parcours und versuche die anderen zu ärgern. Ich erwarte nichts, aber ich will das Beste erreichen."

Information

Diese Sportler können Sie wählen

  • Sechs Sportlerinnen und Sportler sind für den Medienpreis nominiert.
  • Sie werden von den Leserinnen und Lesern des Neuen Westfälische gewählt. Abgestimmt wird im Internet unter www.nw.de/sportgala
  • Wer bis Mittwoch, 18. Januar, 24 Uhr, die meisten Stimmen erhält, bekommt während der Sportgala den NW-Medienpreis überreicht.
  • Nominiert sind:
  • Jasmin Brammert (Triathlon).
  • Lars Hoischen (Tennis).
  • Nikita Krieger (Judo).
  • Florian Müller (Fahrsport).
  • Louisa Lippmann (Volleyball).
  • Markus Brinkmann (Springreiten).

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