Er ist wieder da: Jan-Niklas Linnenbrügger (r.) traf zum 7:5 des Herforder EV gegen Dinslaken. - © Yvonne Gottschlich
Er ist wieder da: Jan-Niklas Linnenbrügger (r.) traf zum 7:5 des Herforder EV gegen Dinslaken. | © Yvonne Gottschlich

Herford Mehr als 1.000 Zuschauer feiern Herforder Eishockey-Sieg

Ice Dragons besiegen Dinslaken Kobras und festigen Platz zwei. Die Teilnahme an den Play-Off-Spielen ist damit bereits gesichert. Tabellenführer hat nur noch einen Punkt Vorsprung

Herford. Ausverkauft! 1.029 Zuschauer tummelten sich in der Eishalle "Im kleinen Felde" zum letzten Eishockeyspiel des Jahres und sie bekamen viel geboten. In einer spannenden Regionalliga- Partie besiegte der Herforder EV die Dinslaken Kobras mit 8:5, sicherte sich so vorzeitig die Playoff-Teilnahme und verkleinerte den Rückstand auf Tabellenplatz eins auf einen Punkt. Dass es kein einfaches Spiel für die Ice Dragons werden würde, zeichnete sich sofort ab. Zwar legten die Gastgeber druckvoll los, die Angriffsversuche verpufften jedoch in der hervorragend organisierten Dinslakener Abwehr oder in den Fängen von Torhüter Marvin Haedelt. Als das Spiel gerade etwas offener geworden war und beide Mannschaften einen Spieler auf der Strafbank sitzen hatten, fiel der erste Treffer: RJ Reed hielt von der blauen Linie mit einem mächtigen Schlagschuss drauf, Haedelt war chancenlos, die Hausherren führten. Danach wollten die Ice Dragons zu viel und liefen prompt in einen Konter, der in der 11. Minute den Ausgleich brachte. Und es kam noch schlimmer, denn nur zwei Minuten später gingen die Kobras sogar 2:1 in Führung. Doch weder die Fans noch das Herforder Team ließen sich davon beeindrucken. Zwar dauerte es bis zur 19. Minute, ehe die Angriffsbemühungen der Ice Dragons Erfolg hatten, dann jedoch war RJ Reed zur Stelle, lief auf Dinslakens Torhüter zu, guckte den aus und traf zum 2:2-Ausgleich. Ins zweite Drittel starteten die Gastgeber erneut erfolgreich: in der 22. Minute kam die Scheibe nach einem Patzer des Gäste-Schlussmanns zu Fabian Staudt, der trocken zum 3:2 verwandelte. Und dieser Treffer gab den Ice Dragons zusätzlichen Schwung. Nur drei Minuten später tanzte Staudt auf der Torlinie einen Gegenspieler aus, legte mit der Rückhand auf Leon Nasebandt, der auf 4:2 erhöhte. Wieder zwei Minuten später war es erneut Staudt, der nach einem Traumpass Killian Hutts zentral vor dem Tor die Scheibe serviert bekam und zum 5:2 einnetzte. In der Folge vergaben die Ice Dragons einige großartige Chancen, das Ergebnis weiter in die Höhe zu schrauben, was sich in der 36. Minute rächen sollte: In doppelter Überzahl verkürzte Dinslakens Kanadier Mark Essery auf 3:5. Dinslaken agierte auch nach der zweiten Pause extrem defensiv und wartete auf Kontermöglichkeiten. Und die gab es. Zunächst erzielte Michal Plichta in der 49. Minute nach einem Alleingang den Anschlusstreffer, dann glich Kevin Wilson in der 51. Minute auf die gleiche Art sogar aus. Das Spiel stand nun auf des Messers Schneide. Und so hielt die gesamte Halle kollektiv den Atem an, als in der 55. Minute zwei Dinslakener Stürmer plötzlich allein auf HEV-Torhüter Figge zuliefen. Aber alle atmeten erleichtert auf, als der junge Goalie der Ice Dragons die Scheibe pariert hatte. Kurz danach zeigte Jan-Niklas Linnenbrügger, warum er in den vergangenen Wochen so schmerzlich vermisst worden war. Beim Gegenangriff stand er plötzlich völlig frei, ließ sich nicht zweimal bitten und verwandelte zur 6:5-Führung. Nun mussten die Gäste offensiver agieren und boten so den Ice Dragons mehr Raum. Den nutzten die Herforder: RJ Reed erhöhte mit einem schönen Rückhandschuss zur 7:5- Vorentscheidung, Killian Hutt sorgte in der Schlussminute mit einem sehenswerten Schuss in den Winkel für den Endstand. Tore: 1:0 (9.) Reed, 1:1 (11.) Goldmann, 1:2 (13.) Plichta, 2:2 (19.) Reed, 3:2 (22.) Staudt, 4:2 (25.) Nasebandt, 5:2 (27.) Staudt, 5:3 (36.) Essery, 5:4 (49.) Plichta, 5:5 (51.) Wilson, 6:5 (55.) Linnenbrügger, 7:5 (58.) Reed, 8:5 (60.) Hutt. Strafminuten: Herford 6, Dinslaken 8.

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