Vorfreude: Detlef Wittenbreder Dietmar Müller und Volker Platz vom RC Endspurt (v.l.) mit Jörn-Uwe Wolff (Sparkasse, 2.v.l.). - © Markus Voss
Vorfreude: Detlef Wittenbreder Dietmar Müller und Volker Platz vom RC Endspurt (v.l.) mit Jörn-Uwe Wolff (Sparkasse, 2.v.l.). | © Markus Voss

Herford RC Endspurt Herford lädt zum Silvester-Cross

Matsch sorgt für ganz spezielle Rennen

Markus Voss

Herford. Dietmar Müller ist schon lange dabei. Sehr lange. Doch an einen Herbst oder Winter mit so viel Regen kann sich der Vorsitzende des RC Endspurt Herford nicht erinnern. "Ich bin ja viel im Gelände unterwegs, aber so viel Nässe habe ich auch noch nicht erlebt", sagt er, "und die geht jetzt in dieser Jahreszeit ja auch nicht mehr aus dem Boden." Was bedeutet, dass die Querfeldein-Radsportler beim dies-jährigen Silvester-Cross des RC Endspurt auf erschwerte Bedingungen treffen werden. Für die Zuschauer macht das Wetter anno 2017 die Traditionsveranstaltung auf dem übersichtlichen und gut überschaubaren Wettkampfgelände an der Gesamtschule Friedenstal andererseits aber auch äußerst attraktiv. Los geht's am Sonntag, 31. Dezember, an der Salzufler Straße um 9.30 Uhr mit den Hobbyklassen. Höhepunkt ist ab 14.30 Uhr das Eliterennen der Männer (siehe Zeitplan). Der Eintritt ist wie immer frei. "Jetzt würde nur noch ein trockener starker Wind oder Frost helfen", sagt Volker Platz, der 2. Vorsitzende des RCE, "aber damit rechnen wir natürlich nicht mehr." Und so werden beim ältesten Querfeldein-Rennen in Deutschland - 2017 steht die 58. Auflage an - viele Pfützen und noch mehr Sportler zu sehen sein, die ihre Rennmaschinen tragen, um die ein oder andere besonders schwere Matsch-Passage laufend zu bewältigen. "Die Strecke ist technisch durchaus anspruchsvoll", sagt Volker Platz und verweist auf den Kultfaktor: "Für viele Herforder ist es ein alter Brauch, sich beim Silvester-Cup mit Freunden zu treffen, dabei ein bisschen zu quatschen und eine Bratwurst zu essen." Und natürlich, um das Geschehen auf der Strecke zu beobachten. Denn auf der geht es um durchaus viel. "Unser Rennen ist die Abschlussveranstaltung des Deutschland-Cups. Danach steht der Gesamtsieger fest", sagt Detlef Wittenbreder, der RCE-Sprecher. Am Tag zuvor ist auch noch ein Cup-Rennen im nahen Vechta, und so hat sich in den beiden Elite-Rennen, aber auch beim Nachwuchs ein hochklassiges Fahrerfeld angesagt. "Die amtierende deutsche Meisterin Jessica Lambracht, geborene Walsleben startet beispielsweise bei uns", sagt Dietmar Müller. Überhaupt können die Endspurtler mit den Meldungen zufrieden sein. Waren es vor Jahresfrist noch 216 und vor zwei Jahren 230 Meldungen, so sind es heuer gut eine Woche vor dem ersten Startschuss bereits 275 - und es können natürlich noch mehr hinzukommen. "Das liegt auch daran, dass der Hobbybereich ein Teil des Weser-Ems-Cups ist", so Platz. Es ist also alles gerichtet.

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