Bei der DM sehr erfolgreich: Magdalena Wichrowska, Ewa Gawenda, Trainer "Jollo" Kroner und Magomed Ataev (v.l.). - © Privat
Bei der DM sehr erfolgreich: Magdalena Wichrowska, Ewa Gawenda, Trainer "Jollo" Kroner und Magomed Ataev (v.l.). | © Privat

Herford Herforder Boxerin Magdalena Wichrowska träumt von Olympia 2020

Der BSV Herford blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2017 mit mehreren DM-Teilnahmen zurück

Herford. Der Boxsport-Verein (BSV) 1929 Herford blickt auf ein ereignisreiches und erfolgreiches Jahr 2017 zurück. Der Vorsitzende und Trainer Georg "Jollo" Kroner zieht Bilanz. So wurde Anastasja Epp Zweite bei den Westfalenmeisterschaften in Herford, verletzte sich bei ihrem Heimspiel aber, so dass sie nicht mehr an weiteren Meisterschaftskämpfen teilnehmen konnte. Auch Merve Gülec wurde Zweite - allerdings bei den NRW-Meisterschaften in Köln. Dazu kam ein dritter Platz bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften in Rostock. Armina Zefi belegte indes bei den NRW-Meisterschaften Platz drei. "Damit hatten sich sowohl Merve als auch Armina für die Deutschen Meisterschaften qualifiziert", sagt "Jollo" Kroner, "wegen ihres Studiums konnten sie jedoch nicht teilnehmen." Schule, Ausbildung und Studium habe, so Kroner, beim BSV absoluten Vorrang. Dafür sind vier weitere Herforder Elitekämpfer bei den "Deutschen" in den Ring gestiegen. Etwa bei den Frauen Magdalena Wichrowska (bis 60 Kilogramm) und Ewa Gawenda (bis 64 Kilogramm). In Cottbus gewannen beide mit Bravour ihre Achtel-, Viertel- und Halbfinale-Kämpfe. "Im Finale lieferte Ewa dann einen Superkampf ab", sagt Kroner. Doch für den Titelgewinn reichte es nicht. Und Magdalena Wichrowska dominierte in ihrem Finalkampf zwar, musste aber eine umstrittene 2:3-Punktniederlage hinnehmen. "Doch ihre starken Leistungen sind in Cottbus natürlich nicht verborgen geblieben, so dass sie in die Auswahl der deutschen Nationalmannschaft für Olympia 2020 in Tokio berufen wurde", sagt Kroner. Magdalena Wichrowska war bereits 2012 Vizeweltmeisterin im Leichtgewicht bis 60 Kilogramm. "Bei ihr kann man also mit großen Erfolgen rechnen", sagt Kroner, der für die Olympiavorbereitung noch Sponsoren sucht: "Schließlich vertritt Magda Deutschland und die Stadt Herford weltweit." Von den BSV-Männern hatten sich Vladimir Troskins (91 Kilogramm und mehr) und Magomed Ataev (60 Kilogramm für die DM in Lübeck qualifiziert (nach dem Ende seiner Ausbildung zum Erzieher ist Troskins jedoch nach Hannover zurückgekehrt und sammelt dort beim BKS Hannover-Seelze Erstliga-Erfahrung). Der Herforder Magomed Ataev - er ist auch als Trainer aktiv - verlor aufgrund einer Viruserkrankung zwar das Halbfinale der NRW-Meisterschaften, als Dritter hatte er die DM-Quali trotzdem geschafft. Nach einer harten Vorbereitung boxte er in Lübeck im Viertelfinale ganz stark gegen den favorisierten Baden-Württemberger Alexander Hoffmann. Der Lohn: Sieg mit 5:0 Richterstimmen. Im Halbfinale kam gegen den Berliner Ömer Saeed allerdings das Aus nach Punkten. Doch auch der dritte Platz war ein Riesenerfolg. "Damit hat Magomed uns stolz und glücklich gemacht", sagt "Jollo" Kroner. Und: "Er ist ein Ausnahmesportler und seit seinem zehnten Lebensjahr ein fester Bestandteil des BSV. Durch sein kontinuierliches hartes Training boxt er immer auf höchstem Niveau." Die BSV-Bilanz kann sich also sehen lassen. 2018 kann es so gerne weitergehen.

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