Grund zur Freude: Killian Hutt (r.) und Leon Nasebandt bauten mit dem Herforder EV die Tabellenführung in der Eishockey-Regionalliga aus. - © Yvonne Gottschlich
Grund zur Freude: Killian Hutt (r.) und Leon Nasebandt bauten mit dem Herforder EV die Tabellenführung in der Eishockey-Regionalliga aus. | © Yvonne Gottschlich

Lauterbach Herforder EV festigt die Tabellenführung

Eishockey-Regionalliga: Ice Dragons setzen sich auch in Lauterbach durch und gewinnen 5:3

Ein Arbeitssieg gegen einen aufopferungsvoll kämpfenden, unbequemen Gegner, so kann der 5:3-Erfolg des Herforder EV in der Eishockey-Regionalliga bei den Luchsen Lauterbach beschrieben werden. Lange Zeit stand das Spiel auf des Messers Schneide, am Ende aber setzten sich die Ice Dragons dann doch durch, machten so das nächste Sechs-Punkte-Wochenende perfekt und festigten ihre Tabellenführung. Auch ohne den gesperrten RJ Reed (mittlerweile wurde das Strafmaß vom Verband auf drei Spiele plus einem auf Bewährung festgesetzt), den erkrankten Lucas Klein und die verhinderten Lukas Derksen und Kris Gehring waren die Ice Dragons von Beginn an spielbestimmend. Gestützt auf Justin Figge im Tor, der seinen ersten Einsatz für Herford bekam, setzten sie die Hausherren aus einer stabilen Defensive heraus immer wieder unter Druck. Jedoch fehlten ein wenig die Zielstrebigkeit und Genauigkeit im Abschluss. Es dauerte bis zur 7. Minute, ehe die Gäste aus ihrer optischen Überlegenheit Kapital schlugen. Nach sehenswerter Vorarbeit von Kapitän Fabian Staudt, der mit einem Solo die gesamte Lauterbacher Hintermannschaft düpierte und dann ein Auge für den besser postierten Mitspieler hatte, war es Gleb Berezovskij, der die Ice Dragons in Führung brachte. Doch die Gastgeber schlugen postwendend zurück. Mitten in der Herforder Sturm- und Drangphase war es Carsten Hohmann, der zum 1:1 traf. Das Team von Jeff Job ließ sich davon nicht beirren, rannte weiter an, einzig die Chancenverwertung ließ zu wünschen übrig, so dass es mit dem 1:1 in die erste Pause ging. Das Bild änderte sich auch im zweiten Drittel nicht: Die Ice Dragons waren optisch überlegen, verwerteten jedoch selbst beste Chancen nicht. Die Gastgeber waren vor allem auf Defensive bedacht, zeigten sich bei ihren Gegenangriffen aber etwas effektiver – sie gingen in der 31. Minute durch Michal Zizka in Führung. Die Reaktion der Ice Dragons folgte jedoch umgehend: In der 34. Minute spielte Nejc Korpar Alexander Lindt frei und der glich zum 2:2 aus. In der Folge erhöhten die Ice Dragons den Druck weiter, das größte Problem blieb aber auch bis zur zweiten Pause die Chancenverwertung. In Überzahl gelang Lauterbach in der 48. Minute die erneute Führung. Jeff Job war alles andere als zufrieden und gab lautstark Kommandos von der Bande aus. Und sein Team reagierte, erhöhte die Schlagzahl. Eine Strafzeit gegen die Luchse in der 53. Minute brachte die Wende, die Ice Dragons zeigten nun ihre Qualität im Powerplay. Zwar benötigten sie knapp 90 Sekunden, um sich die Gastgeber zurecht zu legen, dann jedoch hielt Killian Hutt von der blauen Linie drauf, Nils Bohle fälschte ab und es hieß 3:3. Der nun immer höher werdende Druck der Herforder sorgte dafür, dass die Gastgeber sich gleich die nächste Strafe fingen und auch dieses Mal waren die Ice Dragons erfolgreich. Erneut war Nils Bohle erfolgreich, er brachte sein Team in der 56. Minute mit 4:3 in Front. Und da es im Powerplay so gut lief, wurde auch gleich das nächste Überzahlspiel in der 58. Minute genutzt, um endgültig den Deckel auf die Partie zu machen, wobei Jan-Niklas Linnenbrügger zum 5:3-Endstand vollendete. Die Torfolge: 0:1 (7.) Berezovskij, 1:1 (9.) Hohmann, 2:1 (31.) Zizka, 2:2 (34.) Lindt, 3:2 (48.) Sakic, 3:3 (55.) Bohle, 3:4 (56.) Bohle, 3:5 (58.) Linnenbrügger. – Strafminuten: Lauterbach 6 + 10 (Stenger), Herford 6.

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