Überragende Leistung: Filip Brezina (mit Ball), der sich hier gegen Leon Richter (l.) und Alexander Wiemann durchsetzte, überzeugte 45 Minuten lang als Spenger Regisseur. - © Eva-Lotte Heine
Überragende Leistung: Filip Brezina (mit Ball), der sich hier gegen Leon Richter (l.) und Alexander Wiemann durchsetzte, überzeugte 45 Minuten lang als Spenger Regisseur. | © Eva-Lotte Heine

Spenge TuS Spenge tankt viel Selbstvertrauen

Handball-Oberliga: Neuling TuS Möllbergen bleibt beim 33:19-Sieg der Gastgeber vor 500 Zuschauern ohne Siegchance. Spenge zeigt eine nahezu perfekte Leistung und darf sich über die Rückkehr Marcel Ortjohanns freuen

Dirk Kröger

Spenge. Das war genau das Spiel, das sich Heiko Holtmann als Trainer des Handball-Oberligisten TuS Spenge gewünscht hatte: Im Nachbarschaftsduell gegen Neuling TuS Möllbergen gab es für die Gastgeber einen ganz klaren 33:19 (17:10)-Sieg und vor allem eine Leistung, die kaum Kritik zuließ und entsprechend für viel Selbstvertrauen vor den anstehenden schweren Auswärtsspielen bei den SF Loxten und bei der TSG A-H Bielefeld sorgen sollte. Die Ersatz geschwächt angetretenen Gäste hatten nie die Chance auf einen Punktgewinn. Gestützt auf eine unglaublich aufmerksame und nahezu perfekt agierende Deckung sowie einen sehr gut aufgelegten Torhüter Kevin Becker lagen die Spenger schon nach sieben Minuten 5:0 vorn. Und diese Führung geriet bis zum Schlusspfiff nicht mehr in Gefahr. Dank einiger "Lustwürfe" im Angriff schmolz sie zwar zwischenzeitlich, wenn es aber etwas knapper wurde, hatte Spenge stets wieder etwas zuzulegen. "Unsere Qualität auf der Bank war extrem hoch", sagte nach der Partie Heiko Holtmann. Und da wollte niemand widersprechen, wobei das krankheitsbedingte Fehlen von Fabian Breuer überhaupt nicht ins Gewicht fiel. Aber Spenge konnte variieren, bot beispielsweise in der Anfangsformation Sebastian Reinsch und Sebastian Kopschek auf den Außenposition auf, um dort später Leon Prüßner und René Wolff aufzubieten - einen Unterschied machte das nicht. Besonders auffällig allerdings war ein Spieler: Filip Brezina, der tschechische Neuzugang des TuS, spielte rund 45 Minuten lang in der Rückraum-Mitte und erwies sich als ein ganz, ganz starker Regisseur. "Er hat keine Fehler gemacht", stellte ihm der Trainer ein Zeugnis aus, wie es nicht besser ausfallen konnte. "Ich habe das getan, was ich tun sollte", übte sich der 19-Jährige in Bescheidenheit. Übrigens sagte er das in deutsch - Brezina hat in Rekordzeit auch die zuvor bestehenden Sprachbarrieren überwunden. Das Spiel: Es wurde nicht mehr spannend, zu deutlich war Spenge dem zuvor in der Tabelle vor ihm platzierten Neuling in Deckung wie Angriff überlegen. Zwar stellte Möllbergen die eigene Abwehr auf ein 5:1 um, aber auch das störte die Gastgeber einfach nicht - ebenso wie einige Gegentore, die der Neuling auf eher unkonventionelle Art erzielte. Schon beim 25:19 in der 50. Minute war die Partie entschieden. Danach gab Möllbergen auf und erzielte keinen Treffer mehr - Spenge nutzte die Fehler des Gastes und baute den Vorsprung durch Gegenstoß-Tore weiter aus. Und nun kann es auch nach Loxten gehen.

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