Immer nach vorn: RJ Reed (r.) erzielte den zwischenzeitlichen 3:3-Ausgleich des Herforder EV im zweiten Saison-Heimspiel der Regionalliga gegen Soest. Foto: Yvonne Gottschlich - © Yvonne Gottschlich
Immer nach vorn: RJ Reed (r.) erzielte den zwischenzeitlichen 3:3-Ausgleich des Herforder EV im zweiten Saison-Heimspiel der Regionalliga gegen Soest. Foto: Yvonne Gottschlich | © Yvonne Gottschlich

Herford Trotz des Sieges ist noch viel Schatten im Herforder Spiel

Eishockey-Regionalliga: Gegen die Boerde-Indianer gibt es vor 650 Zuschauern einen 6:3-Erfolg. Trainer Jeff Job moniert die schlechte Chancenverwertung und ist auch mit der Defensivleistung nicht zufrieden

Gastgeber Herforder EV begann im zweiten Heimspiel der Saison der Eishockey-Regionalliga vor 650 Zuschauern in der Eishalle „Im kleinen Felde“ mit Vollgas, ließ dann zwar nach, gewann am Ende aber verdient mit 6:3 (2:1, 2:2, 2:0) gegen die Soester EG. Ein klassischer Arbeitssieg, denn der Trainer sieht noch viele Baustellen. Die Herforder machten von Beginn an viel Druck und jubelten in der 6. Minute erstmals. Jan-Niklas Linnenbrügger hatte ein Solo erfolgreich mit dem 1:0 abgeschlossen. In der 8. Minute legte Fabian Staudt auf Vorlage von Gelb Berezovkij das 2:0 nach. „Wir haben es verpasst, hier schon mehr Tore zu erzielen“, ärgerte sich Trainer Jeff Job über die vielen vergebenen Chancen. Per Konter kamen die Gäste in der 17. Minute zum Anschlusstreffer. Im Pausentee hatten die Ice Dragons dann wohl ein bisschen Beruhigungmittel, denn anfangs des zweiten Drittels spielten nur die Gäste. Die Folge war der Treffer zum 2:2 in der 24. Minute. In der 35. Minute, Soest hatte gerade die 3:2-Führung erzielt, wachten die Gastgeber dann wieder auf und spielten mit. RJ Reed gelang postwendend der 3:3-Ausgleich (36.). Dank einer Überzahlsituation, die Killian Hutt zum umjubelten 4:3 (39.) nutzte, gingen die Herforder mit einer Führung in die zweite Drittelpause. Trainer Job muss seine Schützlinge ordentlich wach gerüttelt haben, denn im letzten Drittel spielte nur der HEV. „Wir müssen fokussiert sein, konzentriert sein und uns gegenseitig unterstützen“, forderte der kanadische Coach immer wieder. Beim 5:3 (43.) zeigten die beiden kanadischen Spieler der Ice Dragons, wie es geht: Nach einem wunderbaren Pass von Reed in die Tiefe nahm Hutt den Puck gut mit, lief alleine auf das Tor der Indianer zu und versenkte ihn sicher. Die Herforder ließen in der Folge viele Chancen liegen – die beste vergab Hutt, als er die Latte traf. Doch nur Sekunden später stand Nils Bohle goldrichtig und versenkte den Puck zum 6:3 (50.) im Netz. „Wir müssen unsere Chancen besser nutzen“, sagte Job wieder. „Wir haben 30 Chancen und machen hinten noch zu viele Fehler“, ärgerte er sich zudem über die Gegentore. „Unser Problem ist, dass zu viele Spieler offensiv denken, dann haben wir ein Problem, weil nicht alle immer konsequent nach hinten arbeiten“, analysierte der Coach. Daran gilt es in den nächsten Spielen zu arbeiten. Stürmer Leon Nasebandt war selbstkritisch: „Wir müssen schneller wechseln und unsere Chancen besser nutzen. Wir haben zwischendurch unsere Defensive vernachlässigt und hatten eine schlechte Zuordnung“, sagte er. Drei Punkte gab es dafür trotzdem. Die Torfolge: 1:0 (6.) Linnenbrügger, 2:0 (8.) Staudt, 2:1 (17.) Becker, 2:2 (24.) Becker, 2:3 (35.) Furda, 3:3 (36.) Reed, 4:3 (39.) Hutt, 5:3 (43.) Hutt, 6:3 (50.) Bohle. – Strafminuten: Herford 4, Soest 4.

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