Durchgesetzt: Kreisläufer Oliver Tesch kam mit dem TuS Spenge zu einem 25:25-Unentschieden in Gladbeck. Zwischenzeitlich hatte sein Team schon mit 13:20 hinten gelegen. - © Frank Niedertubbesing
Durchgesetzt: Kreisläufer Oliver Tesch kam mit dem TuS Spenge zu einem 25:25-Unentschieden in Gladbeck. Zwischenzeitlich hatte sein Team schon mit 13:20 hinten gelegen. | © Frank Niedertubbesing

Spenge Spenger Handballer hinken eigenen Erwartungen hinterher

TuS-Trainer Heiko Holtmann erkennt in jedem Spiel eine neue Baustelle. Marcel Ortjohann soll Spielpraxis in der 2. Mannschaft sammeln

Dirk Kröger

Spenge. Der VfL Gladbeck und der TuS Spenge galten vor Beginn der laufenden Saison neben der TSG A-H Bielefeld als ernsthafteste Meisterschaftsanwärter der Handball-Oberliga. Nach vier Spieltagen und dem 25:25-Unentschieden beider Mannschaften im direkten Duell gegeneinander sieht es nicht danach aus, als könnten sie die Erwartungen erfüllen: Während Altenhagen mit 8:0 Punkten souverän die Tabelle anführt, hinken Spenge (4:4) und Gladbeck (3:5) den eigenen Ansprüchen hinterher. "Wir sind jetzt zwei Punkte hinter dem Soll", gesteht auch TuS-Trainer Heiko Holtmann ein, der 8:0 Punkte aus den ersten vier Spielen für sein Team als überragend gehalten hätte, selbst aber mit immerhin 6:2 Zählern gerechnet hatte. Ein Sieg, zwei Unentschieden, eine Niederlage - das ist nicht wirklich das, was in Spenge erhofft und erwartet worden war. »Wir hatten in jedem Spiel eine Baustelle« Das Problem für Holtmann liegt darin, dass es jedes Mal ein anderes Problem gibt. "Wit hatten in jedem Spiel eine Baustelle", nennt er das und wundert sich darüber, denn in alle vier Meisterschaftsbegegnungen kam Spenge gut hinein. Zuletzt, beim 25:25 in Gladbeck, war es die mangelhafte Chancenverwertung, die ein besseres Ergebnis verhinderte. "Wichtig für uns wäre, dass wir jetzt ein Spiel machen, in dem es keine Baustelle gibt", hofft Holtmann. Dabei müssen seine Schützlinge nach des Trainers Meinung gar keine überragende, sondern einfach nur eine "ordentliche" Leistung zeigen, "und zwar von der 1. bis 60. Minute", wie Holtmann sagt. Das würde der Mannschaft auch Selbstvertrauen geben. Allerdings warten auch in den kommenden Wochen keine leichten Aufgaben auf den ostwestfälischen Pokalschreck, denn am kommenden Samstag geht's gegen Lit Tribe Germania, danach zur HSG Gevelsberg-Silschede. Und weil das eigentlich für den 22. Oktober vorgesehene Nachbarschaftsduell bei der TSG A-H Bielefeld wie berichtet auf Freitag, 24. November, verlegt wurde, folgt danach eine vierwöchige (!) Pause für Spenge, ehe Neuling TuS Möllbergen am 11. November seine Visitenkarte beim TuS abgibt - das ist beinahe genug Zeit für eine neue Saison-Vorbereitung. Spätestens nach dieser Pause soll auch Marcel Ortjohann wieder fester Bestandteil der Spenger Mannschaft sein. Der ein Jahr lang mit einem Kreuzbandriss pausierende Rückraumspieler trainiert inzwischen seit mehr als drei Wochen wieder ganz normal und ohne Schmerzen mit der Oberligamannschaft mit, sein Einsatz wäre sogar in Gladbeck schon möglich gewesen. "Wir müssen ihn aber erst wieder in den Spielmodus bringen", begründet der Trainer, warum er Ortjohann noch nicht berücksichtigte, "vielleicht wäre es für ihn sinnvoll, erst einmal 30 Minuten in der 2. Mannschaft zu spielen." Die übrigens übernahm gerade erst am Sonntag die Tabellenführung in der Landesliga. Mit Ortjohann könnte sie sicher etwas einfacher verteidigt werden . . .

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