Spenge Beim Dressurfestival in Wallenbrück ist Lokalmatadorin Katrin Bettenworth im Dauereinsatz

Die sechste Auflage des Dressurfestivals OWL bietet einmal mehr Pferdesport auf Topniveau

Yvonne Gottschlich

Spenge. Es war die ganz hohe Dressurkunst. Der Reit- und Fahrverein "Graf Haeseler" Spenge-Wallenbrück hatte beim 6. Dressurfestival OWL außer einer M**-Dressur und zwei S*-Dressuren auch die schwerste Dressurprüfung der Klasse S*** im Programm. Dieser Große Preis war denn auch Höhepunkt des Tages. "Wir haben in diesem Jahr mehr Meldungen als zuvor. Unser Festival spricht sich herum", sagt Wallenbrücks Vorsitzender André Borgstedt, "uns freut natürlich, wenn wir mit unserem Angebot den Nerv der Reiter treffen und das auch die Zuschauer annehmen." Das Publikum war fachkundig, die Reiter kamen aus ganz Deutschland. Borgstedt: "Es sind sogar Meldungen aus Bayern eingegangen." "Die Turniere der ganz schweren Klasse sind für uns schon etwas Besonderes", sagt auch Geschäftsführerin Melanie Schiering. Und: "Wir haben schon viele Komplimente für den Boden bekommen." Fast 100 Nennungen gab es, die Nennungserfüllung lag bei gut 50 Prozent. "Das ist voll in Ordnung",, sagt Melanie Schiering, "so können alle vier Prüfungen gut an einem Tag gegangen werden." Sie und ihre Mitstreiter waren froh, dass auch das Wetter mitspielte. Erstmals boten die Gastgeber Live-Ergebnisse auf der Internetseite und ein Online-Abhaken für die Reiter an. "Auch das erleichtert einiges, sowohl für uns, als auch für die Reiter, die sehen, wann sie starten oder ob sie platziert sind", so Schiering. Auch im Gastrobereich gab es eine Premiere: Die Wallenbrücker boten ein bayerisches Menü mit Schweinshaxe, Leberkäs' und Oktoberfestbier an. "Das hat sich unser Team selbst ausgedacht und ausprobiert", sagt André Borgstedt. Dass auch zwei Wallenbrücker am Start waren - umso besser. So wurde Julian Laumans in der S*-Dressur mit seinem westfälischen Wallach Quandos guter Dritter. Es siegte Katharina Hemmer (RV Altenautal) auf Sirius Black vor Achim Ostermeyer (RV "Herzog Wittekind" Oberbauerschaft) mit Barclay. Lokalmatadorin Katrin Bettenworth war gleich mehrfach platziert. In der M**-Dressur wurde sie auf Best Friend mit 646,5 Punkten knapp hinter Sieger Achim Ostermeyer (661,5) Zweite. In der gleichen Prüfung belegte Bettenworth auf Dantino auch noch Platz fünf. Im Prix St. Georges, eine Prüfung auf S*-Niveau, waren Tempiwechsel und Galopptraversalen gefordert. 17 Teilnehmer gingen an den Start, die ersten sechs wurden platziert. Leonie Richter (RFV Bad Essen) gewann hier vor Lars Schulze Sutthoff (RFV Greven). Direkt dahinter folgte Katrin Bettenworth, die mit ihrem Hannoveraner Moncassado starke Dritte wurde (778,5 Punkte). Auf ihrem Oldenburger Dance with me ritt Bettenworth zudem noch auf Rang sechs (760). Noch schwerer und damit auch interessanter war die S-Prüfung mit drei Sternen (Intermediaire II), in die 15 Teilnehmer gingen. "Hier sind fliegende Galoppwechsel gefordert, außerdem noch Piaffen und Passagen", sagt der Turnierbeauftragte Thomas Pfeiffer. Die für den RV Oldenburger Münsterland startende Norwegerin Isabel Freese siegte in dieser Top-Prüfung auf dem Hannoveraner Ullrich Equine's St. Emilion mit 825,5 Punkten deutlich vor dem Spanier Ivan Nieto Sanchez (RV Altenautal), der sich mit Flovinos Feiner Kerl 788 Punkte sicherte. Kurios: Sanchez hatte vor einem Jahr in Wallenbrück den Großen Preis gewonnen. Auf Platz drei zeigte erneut Katrin Bettenworth ihre Klasse. Die Spengerin holte auf Dance with me 774 Punkte. Und mit Moncassado wurde es Platz sechs (757). "Wir werden schon von einigen Reitern gedrängt, noch einen Schritt weiter zu gehen und noch schwerere Prüfungen anzubieten", sagt André Borgstedt, "aber derzeit geht einfach nicht mehr." Und das, was geht, ist ja auch schon Spitzenklasse.

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