Auszeichnung: Daniel Skakovac (stellvertretender Verbandsjugendleiter, v. l.), Dennis Muth (Bezirksjugendleiter), Andreas Reeh (Administrator Leistungssport), Erik Goertz (Jugendreferent des Judoverbandes), Jens Steffen (stellvertretender Abteilungsleiter des PSV Herford), Trainerin Daniela Krist und Claudia Schweizer freuen sich über den neuen Landesleistungsstützpunkt in Herford. Foto: Yvonne Gottschlich - © Yvonne Gottschlich
Auszeichnung: Daniel Skakovac (stellvertretender Verbandsjugendleiter, v. l.), Dennis Muth (Bezirksjugendleiter), Andreas Reeh (Administrator Leistungssport), Erik Goertz (Jugendreferent des Judoverbandes), Jens Steffen (stellvertretender Abteilungsleiter des PSV Herford), Trainerin Daniela Krist und Claudia Schweizer freuen sich über den neuen Landesleistungsstützpunkt in Herford. Foto: Yvonne Gottschlich | © Yvonne Gottschlich

Herford Judo ist vierter Schwerpunkt

Sportschule: Der nordrhein-westfälische Judo-Verband ernennt das Herforder Königin-Mathilde-Gymnasium zum Landesleistungsstützpunkt.

Yvonne Gottschlich

„Das ist der erste Schritt, aber es ist ein großer Schritt. Und ein historischer Tag“, beginnt Jugendreferent Erik Goetz seinen kurzen Vortrag in der neuen Sporthalle des Herforder Königin-Mathilde-Gymnasiums. Die Vertreter des nordrhein-westfälischen Judo-Verbandes entschieden sich dafür, die Herforder Sportschule zum Landesleistungsstützpunkt zu bestimmen. „Der war vorher in Osnabrück, aber im Regierungsbezirk Detmold gab es keinen Stützpunkt. Das haben wir hiermit geändert“, erklärte Goetz später. „Die Herforder machen seit Jahren sehr gute Arbeit und spätestens seitdem das KMG auch das Bundesfinale im Judo gewonnen hat, haben wir über den Stützpunkt gesprochen“, berichtet Goetz. „Hier wird der Leistungssport gefördert“, betont er. „Und der PSV Herford liefert richtig gute Arbeit ab“, ergänzt der Jugendreferent. Die Herforder antworten auf ihre Weise: Mit Nikita Krieger und Miriam Beitans stellt der PSV zwei Kämpferinnen, die in die Jugend-Nationalmannschaft berufen wurden und dort immer wieder Lehrgänge besuchen. „Dafür ist der Landesleistungsstützpunkt ein wichtiger Schritt, denn dadurch erhält Herford Gelder vom Verband“, erklärt Goetz die Hintergründe. „Für uns ist das ein absoluter Glücksfall“ freut sich Lehrerin Claudia Schweizer, „denn mit dem Landesleistungsstützpunkt bieten wir als Sportschule den vierten Schwerpunkt für unsere Schüler.“ Die Sportlehrerin schaut aber auch schon nach vorn: „Wir werden die Zusammenarbeit mit dem PSV Herford jetzt noch weiter intensivieren“, kündigt sie an. „Der Verein Herford liefert richtig gute Arbeit ab und stellt auch den Jüngsten die besten Trainer zur Verfügung – genau das ist das der Weg zum Erfolg, mit guten Trainern an der Basis.“ PSV-Trainerin Daniela Krist will sich darauf nicht ausruhen: „Der PSV Herford hat einen großen Wandel vollzogen, jetzt wollen wir die Athleten auch hier halten“, hat sie schon die nächsten Ziele. Jetzt gilt es für den Verein und die Schule, sportlich wieder aufzufallen. „Wir würden gerne noch mal zum Bundesfinale nach Berlin fahren und hoffen, dass wir hier Spitzenathleten ausbilden können“, sagen Krist und Schweizer. „Dafür ist es wichtig, eine starke Trainingsgruppe zu haben“, sagt Goetz und sieht, wie sich die U-15-, U-17- und U-18-Auswahl beim Training verausgaben. „Wir hoffen jetzt, dass die Trainingsbeteiligung so groß bleibt und die Kämpfer oft bei uns trainieren“, sagt Jens Steffen, stellvertretender Abteilungsleiter beim PSV. „Einige andere haben jetzt lange Wege, aber für unsere Sportler hier aus der Region ist es schon eine Erleichterung, denn die vergangenen acht Jahre sind sie jede Woche nach Osnabrück gefahren“, blickt er noch einmal zurück.

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