Kehrt zurück: Spenges Kreisläufer Gordon Gräfe (mit Ball) soll im Gastspiel bei der HSG Augustdorf/Hövelhof wieder im Kader des Oberligisten aus dem Kreis Herford stehen. - © Yvonne Gottschlich
Kehrt zurück: Spenges Kreisläufer Gordon Gräfe (mit Ball) soll im Gastspiel bei der HSG Augustdorf/Hövelhof wieder im Kader des Oberligisten aus dem Kreis Herford stehen. | © Yvonne Gottschlich

Spenge Spenger Handballer spielen in Augustdorf

Dirk Kröger

Spenge. So ganz aus den Köpfen ist die herbe 29:36-Niederlage zum Saisonauftakt gegen ASV Hamm II bei den Spielern des Handball-Oberligisten noch nicht. Aber sie muss vergessen werden, um am Samstag ab 18 Uhr im Nachbarschaftsduell bei der HSG Augustdorf-Hövelhof erfolgreich sein zu können. "In der Trainingswoche war schon der Psychologe in mir gefragt", berichtet Trainer Heiko Holtmann, "die Mannschaft musste wieder aufgebaut werden, war aber auch sehr selbstkritisch." Sicher ist, dass es den Spenger Absichten, den ersten Saisonsieg zu landen, abträglich wäre, wenn das Team mit Angst in die Begegnung im Lipperland hineingehen würde. "Das ist ein echt starker Gegner", weiß Holtmann über die HSG, die er sich auf Video anschaute, um danach nur noch beeindruckter zu sein. Vier neue Spieler stehen in den Reihen der Augustdorfer, unter ihnen sind der Pole Sebastian Rumniak und der Serbe Dusan Maric, die beide aus der 3. Liga kamen und nun den Rückraum der "Sandhasen" verstärken. Mit Frank Bahrenberg haben die Lipper einen weiteren überdurchschnittlichen Rückraumspieler in ihren Reihen, mit Florian Hengsbach einen ebensolchen Kreisläufer. "Die sind körperlich sehr robust und haben wenig Schwächen", erkannte Holtmann beim Video-Studium. Die Augustdorfer Mannschaft sei zwar nicht so schnell auf den Beinen wie die Spieler der Hammer Zweitvertretung, agiere dafür aber um so disziplinierter - vor allem im Angriff, wo so lange gespielt wird, bis sich wirklich eine Torchance eröffnet, urteilt der Spenger Coach. Sein Team tat sich in der Vergangenheit in Augustdorf regelmäßig sehr schwer - und leicht wird es auch dieses Mal nicht. Aber noch hat Spenge das große Ziel "Aufstieg" vor Augen und will keine weiteren zwei Punkte liegenlassen. "Wir müssen einfach unsere Leistung bringen und Kampfgeist zeigen", lautet das einfach klingende Erfolgsrezept des Trainers. Immerhin sieht es personell beim TuS wieder besser aus. Definitiv fehlen werden im Nachbarschaftsduell nur Marcel Ortjohann, mit dessen erstem Einsatz erst nach den Herbstferien gerechnet werden darf, und Justus Clausing, der wohl auch noch wegen einer Fingerverletzung eine zwei- bis dreiwöchige Pause vor sich hat. Dagegen stieg Gordon Gräfe wieder ins Training ein und dürfte zumindest im Spenger Kader stehen. Alle anderen Spieler meldeten sich fit und gesund.

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