Kein Phantom, sondern Realität: Die Volkspark-Sportanlage in Kamp-Lintfort bietet dank der Hintertorliegewiese (im Hintergrund) ausreichend Platz. Beim Relegationsspiel zwischen dem TuS Fichte Lintfort und der DJK Vierlinden waren 1.077 Zuschauer vor Ort. - © Stefan Hageböke
Kein Phantom, sondern Realität: Die Volkspark-Sportanlage in Kamp-Lintfort bietet dank der Hintertorliegewiese (im Hintergrund) ausreichend Platz. Beim Relegationsspiel zwischen dem TuS Fichte Lintfort und der DJK Vierlinden waren 1.077 Zuschauer vor Ort. | © Stefan Hageböke

Herford Stefans Fußballreisen: Kamp-Lintfort - das Phantom der Attraktionen

NW-Kolumnist Stefan Hageböke auf Entdeckungstour in dem beschaulichen Städtchen am Niederrhein

Stefan Hageböke

Herford. Kamp-Lintfort gilt für Ostwestfalen gemeinhin als ein Phantom, das dank Verkehrsfunk ausschließlich durch unzählige Staus auf den Autobahnen 42 und 57 Berühmtheit erlangt hat. NW-Kolumnist Stefan Hageböke entdeckte in dem beschaulichen Städtchen am Niederrhein kürzlich aber noch weitere Vorzüge. Nach der Saison ist vor der Relegation! Nach diesem Leitspruch sind die sechs niederrheinischen Bezirksliga-Vizemeister in besonderer Aufbruchstimmung, weil durch den Rückzug der U23 von RW Oberhausen ein Platz in der Landesliga freigeworden ist. So auch der mit Heimrecht ausgestattete TuS Fichte Lintfort. Auf dessen 3:0-Sieg zuvor gegen den 1. FC Wülfrath folgt im jetzt besuchten Zweitrundenspiel vor 1.077 Zuschauern ein erneuter 3:0-Erfolg gegen die DJK Vierlinden. Allerdings zerplatzen drei Tage später wegen des finalen 0:1 gegen den VfL Benrath sämtliche Aufstiegsträume, die wegen des Unfalltodes eines Fichte-Spielers aber sowieso eher nebensächlich sind. Abseits der mit imposanter Hintertorliegewiese ausstaffierten Volkspark-Sportanlage bietet Kamp-Lintfort mit dem aus der 2.  Frauenhandball-Bundesliga abgestiegenen TuS sowie dem vor Ort getesteten Geilings Bräu zwei weitere Attraktionen, die eine doppelte Rückkehr erfordern. Einerseits in den fußballfreien Wintermonaten wegen der noch nicht begutachteten und hoffentlich wieder aufsteigenden Ladys in ihrer Eyller-Sporthalle, anderseits wegen des derzeit noch extern per Lohnsud hergestellten Gerstensaftes, sobald dieser nach Inbetriebnahme der eigenen Brauanlage auch direkt auf dem Saalhoffer Gutsgelände produziert und dann mit eigens kreierten Bierdeckeln feilgeboten wird.

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