Bei der Sachsen-Rallye schnell unterwegs: Der Hamburger Philipp Hetz mit seinem Spenger Co-Piloten Bodo Kohring im Opel Adam. - © Privat
Bei der Sachsen-Rallye schnell unterwegs: Der Hamburger Philipp Hetz mit seinem Spenger Co-Piloten Bodo Kohring im Opel Adam. | © Privat

Spenge/Zwickau Der Spenger Bodo Kohring leitet als Co-Pilot seinen Piloten auf den vierten Platz

Motorsport: Die hamburg-ostwestfälische Renncrew Philipp Hetz und Bodo Kohring läuft während der Sachsen-Rallye rund um Zwickau im ADAC Opel Rallye Cup als zweitbestes deutsches Team ein. Harter Kampf gegen die Konkurrenz aus Italien

Spenge/Zwickau. Nur drei Wochen nach seinem schweren Unfall in Sulingen ist Motorsportler Philipp Hetz aus Hamburg mit seinem Spenger Co-Pilot Bodo Kohring ein überzeugendes Comeback im ADAC Opel Rallye Cup gelungen. Mit Platz vier in der Division 8 und Rang 23 in der Gesamtwertung der Sachsen-Rallye wahrten Hetz/Kohring ihre Ambitionen auf eine vordere Platzierung in der Endabrechnung des populären Nachwuchspokals. Bis zum Ende lieferten sich Hetz/Kohring in ihrem 132 PS starken Opel Adam ein packendes Duell mit Nicola Sator/Pietro Elia Ometto aus Italien um Sekundenbruchteile. Nach den ersten vier Wertungsprüfungen (WP) des Prologs am Freitagabend lagen die Italiener mit nur 1,1 Sekunden Vorsprung auf Platz vier der Opel Rallye-Cup-Wertung. Gleich auf der ersten WP 5 „Neuschönburg" am Samstagmorgen konnten Hetz/Kohring von diesem Vorsprung bereits eine ganze Sekunde abknabbern. Auf dem zweiten Umlauf der gleichen Strecke (WP 6) waren Sator/Ometto dann wieder um 0,2 Sekunden schneller. Mit der viertbesten Zeit im Rallye Cup (4:08,5 Minuten; WP 7 „Fraureuth") konterte die hamburg-ostwestfälische Rallyecrew jedoch sofort und baute ihren Vorsprung auf 3,4 Sekunden aus. Doch Sator/Ometto drehten in der WP 8 „Weißensand" den Spieß um und waren 1,7 Sekunden schneller. Genau diese 1,7 Sekunden holten sich Hetz/Kohring auf der 22,79 Kilometer langen Königsprüfung (WP 9 „Kirschberg") bei der Rallye rund um Zwickau zurück. „Damit lagen wir vor der letzten Etappe 3,4 Sekunden vor Sator/Ometto auf dem vierten Platz in der Cup-Wertung", sagt Bodo Kohring. Der Rückstand zu den Drittplatzierten Nico Knacker/Elena Kremer aus Siedenburg war auf 30 Sekunden angewachsen und damit kaum noch zu knacken. Der zweite Durchgang am frühen Samstagabend auf den gleichen drei Prüfungen des Nachmittags musste die Entscheidung um Platz vier bringen. Zunächst kamen Hetz/Kohring besser aus der Servicepause heraus und bauten ihr Zeitpolster nochmals um 4,8 Sekunden nach der WP „Fraureuth II" auf 8,2 Sekunden aus. Die Italiener fuhren dann in der WP 11 „Weißensand II" mit 4:03,5 Minuten die viertbeste Zeit in der Division 8 und verkürzten den Rückstand um 1,8 Sekunden. In die Powerstage „Kirschberg II" starteten Sator/Ometto eine Minute vor Hetz/Kohring und kitzelten die letzten Reserven aus ihrem Opel Adam. Die Italiener lieferten mit 13:24,3 Minuten eine um 12,6 Sekunden schnellere Zeit als bei ihrem ersten Umlauf ab. „Wir sind dann mit 6,4 Sekunden Polster in die Powerstage gestartet", sagt Kohring. Nach fehlerfreier Fahrt ließen sich die beiden Deutschen eine Zeit von 13:30,0 Minuten in die Bordkarte eintragen – 5,2 Sekunden schneller als im ersten Umlauf. Und es reichte knapp: Mit 0,7 Sekunden Vorsprung entschieden Hetz/Kohring den Kampf um Platz vier für sich. Die Wertung des ADAC Opel Rallye Cups bei der Sachsen-Rallye gewannen die Schweden Tom Kristensson und Henrik Appelskog klar vor dem Iren Calvin Beattie mit dem britischen Co Jack Morton und Nico Knacker/Elena Kremer als Dritte. Ende Juni gastiert die Deutsche Rallyemeisterschaft mit dem ADAC Opel Rallye Cup ganz in der Nähe im Kreis Minden-Lübbecke bei der ADAC Rallye Stemweder Berg.

realisiert durch evolver group