Siegerinnen unter sich: Paolina Scheidt (M.) gewann die 1.500 Meter vor Jette Nölkenhöner (r.) und Annika Schweers (l.). - © Yvonne Gottschlich
Siegerinnen unter sich: Paolina Scheidt (M.) gewann die 1.500 Meter vor Jette Nölkenhöner (r.) und Annika Schweers (l.). | © Yvonne Gottschlich

Hiddenhausen Enormer Andrang beim Oetinghauser Volkslauf

Leichtathletik: Jasmin Brammert und Guido Butschkat gewinnen die Hauptläufe in Oetinghausen. Mehr als 200 Kinder sind am Start, die Olof-Palme-Gesamtschule stellt 100 Starter und Starterinnen

Yvonne Gottschlich

Hiddenhausen. Der 30. Oetinghauser Volkslauf war zu Christi Himmelfahrt das erwartete große Familienfest der Sportler. Mehr als 750 aktive Läuferinnen und Läufer machten sich auf die sechs verschiedenen Strecken durch das Dorf. Besonders die Jüngsten lockten viele Fans an die Strecke am Oetinghauser Fußballplatz. Bei den Starts der Bambinis und Schülern war der Kunstrasenplatz voll. Mehr als 200 Kinder starteten über die vier verschiedenen Strecken und drehten ihre Runden über den Platz. Angefeuert wurden sie von Eltern, Freunden und Verwandten am Platz. "Die Kleinsten bringen immer die meisten Fans mit", freute sich Thorsten Jäckel, der erstmals für den Lauf verantwortlich war. "Ein Viertel aller Starter kommt von den Grundschulen", lobte erl das Engagement der Paul-Maar-Grundschule. "Ich bin einfach nur froh, dass alles gut geklappt hat", sagt er und atmete tief durch. »Traditionell gehört gutes Wetter dazu« Mit fast 100 Startern war auch die Olof-Palme-Gesamtschule aus Lippinghausen am Start. "Und das zum dritten mal in Folge", erklärte Sportlehrer Nick Dreiling mit viel Stolz. "Wir haben den Volkslauf im Lehrplan verankert, weil er an der Schule vorbei führt", sagte er. "In der Oberstufe gibt es ein Projekt: "Fit für den Oetinghauser Volkslauf" - dafür wird zusammen trainiert, aber an der Veranstaltung nehmen die Jugendlichen aller Jahrgangsstufen freiwillig teil. Das Startgeld übernimmt dankenswerterweise der Förderverein", erklärte der Lehrer. Es war die 30. Auflage des traditionellen Laufes durch Oetinghausen. "Und traditionell gehört gutes Wetter dazu", sagte Hiddenhausens Bürgermeister Ulrich Rolfsmeyer, der sich das Geschehen gerne ansah. Viele ehrenamtliche Helfer sorgten für einen reibungslosen Ablauf. Seit 25 Jahren dabei sind die Streckenposten vom AC Herringhausen. "Die haben immer alles im Griff und es gab sogar Lob von der Polizei", freute sich Heinz-Hermann Rieke. Er war es, der den Lauf vor 30 Jahren erfand. "Jetzt ist es eine Kultveranstaltung", sagte Oetinghausens Vorsitzender Jürgen Niewöhner und dankte Rieke mit Blumen. Doch auch nach den vielen Jahren, in denen sich einiges geändert hat, ist eins geblieben: Die anspruchsvolle Strecke mit vielen Höhenmetern. Für die Strecken über 4,2 und zehn Kilometer ging es durch das Naturschutzgebiet im Füllenbruch. Der letzte Berg zurück zum Ziel am Sportplatz kostet noch einmal viel Kraft. "Ich war nur noch damit beschäftigt, im Ziel an zu kommen", sagte Elvira Karabegovic aus Herford. Sie startete erstmals in Oetinghausen und wurde Dritte hinter Siegerin Jasmin Brammert (SV 06 Oetinghausen) und Franziska Rendler. "Bis Kilometer acht war es richtig schön", meinte Rendler. "Sollen wir die Strecke verkürzen und den Berg weg lassen?", fragte Rennsprecher Henning Tonn. "Dann wäre es ja nicht Oetinghausen", kam von der Zweiten eine klare Antwort. Brammert indes feierte ihren vierten Heimsieg. Erstmals ganz oben auf dem Podest stand Guido Butschkat. Auch er startet für den SV 06 und hat in den letzten Jahren von Platz zwei bis fünf alles erlebt. "Endlich", stöhnte er ein bisschen. "Ich bin gleich vorne weg gelaufen und hatte Glück, dass einige schnelle Konkurrenten fehlten", analysierte er seine Zielankunft nach 36:18 Minuten. "Den Berg am Ende kannte ich ja", erklärte Butschkat. Er übrigens hat bald einen Kontrahenten mehr: Linus Dammermann (LAZ Regio) gewann zum fünften Mal. Am Donnerstag benötigte er über 1.500 Meter 6:33 Minuten. Alle Ergebnisse gibt es im Internet unter www.laufgruppesv06oetinghausen.de

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