Vorfreude: Der SC Herford geht beim Internationalen Schwimmfest mit einer großen Mannschaft an den Start. Siegfried Lux von der Sparkasse Herford (v. l.) sowie die Trainerinnen Christine Terholsen und Anke Heinz freuen sich auf das Schwimmfest - © Yvonne Gottschlich
Vorfreude: Der SC Herford geht beim Internationalen Schwimmfest mit einer großen Mannschaft an den Start. Siegfried Lux von der Sparkasse Herford (v. l.) sowie die Trainerinnen Christine Terholsen und Anke Heinz freuen sich auf das Schwimmfest | © Yvonne Gottschlich

Herford Internationales Schwimmfest des SC Herford erlebt neue Rekorde

Neue Ausschreibung sorgt für ein Traum-Ergebnis. Am 27. und 28. Mai soll es mehr als 3.400 Starts beim 43. Internationalen Schwimmfest des SC Herford geben

Yvonne Gottschlich

Herford. Das 43. Internationale Schwimmfest des SC Herford wird alle Rekorde brechen. Erstmals mussten die Veranstalter Absagen erteilen. Am 27. und 28. Mai wird das Freibad "Im kleinen Felde" so richtig voll sein: Mehr als 660 Aktive sind angemeldet, es soll mehr als 3.400 Starts geben. "Im vergangenen Jahr haben wir uns über 1.900 Starts schon gefreut", blickt Schwimmwartin Anke Heintz zurück. "Es war immer der Traum von Jürgen Brocks, dass wir einmal mehr als 3.000 Starts haben", sagt Heintz, die zum Organisations-Team gehört. Zum Meldeschluss lagen der Schwimmwartin so viele Meldungen vor, dass sie die Vereine anschrieb hat, ob diese einige Meldungen zurückziehen könnten. "Wir hätten sonst am Samstag bis fast 22 Uhr schwimmen müssen", erklärt sie. Die wenigsten Vereine reagierten. "Ich habe bei uns noch ein bisschen gestrichen, aber das half nicht sonderlich", berichtet sie. Der SC Herford schickt als Gastgeber wieder rund 50 junge Schwimmer an den Start. Auch der SC Riesa, Titelverteidiger in der Mannschaftswertung, kommt wieder mit 70 Aktiven und hat 500 Starts gemeldet. "Da ist wohl leider klar, wer den Pokal der Sparkasse Herford gewinnt", sagt Heintz mit Blick auf die Teamwertung. In Sachen Meldungen mussten neue Lösungen her: "Statt wie sonst nach Jahrgängen starten wir jetzt nach Meldezeiten, so sind immer ähnlich schnelle Schwimmer im Wasser und nicht ein schneller und ein langsamer - das bringt uns schon mal rund zwei Stunden", sagt Heintz. Außerdem werden wohl die Strecken über 200 Meter mit zwei Leuten auf einer Bahn geschwommen. "Das ist ganz normal. Das gibt es bei anderen Distanzen auch, das spart auch Zeit", hat sie erkannt. "Wir beginnen an beiden Tagen jetzt schon um 9 Uhr mit dem Wettkampf, am Samstag sollten wir gegen 19 Uhr durch sein, am Sonntag gegen 16.30 Uhr", so die Schwimmwartin. Eine Erklärung, warum die Herforder Traditionsveranstaltung so gut angenommen wird, hat Heintz auch parat: "Wir hatten zuletzt die 50-Meter-Strecken nur für die drei jüngsten Jahrgänge angeboten, jetzt haben wir die 50 Meter für alle in der Ausschreibung." Die Starts gingen weg wie warme Semmeln, allein über 50 Meter Freistil gibt es 35 Läufe bei den Mädchen und 30 Läufe mit je acht Startern bei den Jungen. Aber auch logistisch mussten die Verantwortlichen einige neue Lösungen finden. "Wir haben mehr als 150 Schwimmer, die bei uns essen, die brauchen alle Platz", sagt Heintz. Daher wird jetzt der Protokollraum für die Verpflegung umfunktioniert und die Auswertung erfolgt beim Schwimmmeister. Und dann ist da noch ein Problem: "Wir müssten am Sonntag schon in Berlin bei den Deutschen Meisterschaften sein. Da starten Nele Reinke, Tristan Ellerbrock und Anna Vahldiek", sagt Heintz. Doch das wird alles passen. "Das Wochenende darauf sind wir ja auch schon wieder in Neukölln beim Schwimmfest", hat die Schwimmabteilung derzeit viele Termine. Aber erst einmal herrscht große Vorfreude auf das 43. Internationale Schwimmfest. "Mehr als 700 Starts werden von Teilnehmern aus dem Ausland absolviert. Darunter sind wieder viele Niederländer und Polen", blickt Heintz in das Meldeergebnis. Fast 45 Vereine haben sich angesagt, so wird es bei der Eröffnung am Samstag wieder ein buntes Bild geben. Die Trommlergruppe von Samba Primeiro wird den Einmarsch der Teams begleiten. Immerhin gibt es bei den Übernachtungen der Gäste keine Probleme, denn im Freibad wird gezeltet. Lediglich die Gäste aus Polen, Neukölln und Hainsberg übernachten in Turnhallen. Jetzt sind beim Gastgeber die Helfer gefragt, damit das 43. Internationale Schwimmfest gelingt. "Wir benötigen täglich rund 40 Kuchen und viele, viele Helfer an den Verpflegungsständen", erklärt Heintz. Aber darüber beschwert sich keiner, die Vorfreude auf den Wettkampf ist bei allen spürbar.

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