Völlig aus dem Tritt geraten: Jan Behrens (r.) und die BBG Herford kassieren eine desaströse 75:116-Heimschlappe gegen den Tabellennachbarn Hertener Löwen. Der insgesamt 21 Minuten lang eingesetzte BBG-Flügelspieler erzielte diesmal keinen Korb. - © Stefan Hageböke
Völlig aus dem Tritt geraten: Jan Behrens (r.) und die BBG Herford kassieren eine desaströse 75:116-Heimschlappe gegen den Tabellennachbarn Hertener Löwen. Der insgesamt 21 Minuten lang eingesetzte BBG-Flügelspieler erzielte diesmal keinen Korb. | © Stefan Hageböke

Herford Basketball: Debakel der BBG bleibt ohne Folgen

Gesicherte BBG Herford zeigt beim klaren 75:116 gegen die Hertener Löwen ihre schlechteste Heimleistung. De la Puente fällt kurzfristig aus

Stefan Hageböke

Herford. Einen Rückschritt, der aber ohne große Folgen bleiben wird, erlitt die bereits den Klassenerhalt sicher habende BBG Herford in ihrem vorletzten Saisonheimspiel der 1. Basketball-Regionalliga. Die ohne ihren langzeitverletzten US-Amerikaner Joshua Micheaux sowie den wegen Kniebeschwerden kurzfristig fehlenden Spanier Guillermo de la Puente auflaufenden Kreisstädter unterlagen dem Tabellennachbarn und Rangzehnten Hertener Löwen klar mit 75:116 (22:33, 17:28, 18:26, 18:29). "Das war heute eine große Enttäuschung. Uns ist es nicht gelungen, den Ausfall von Guillermo zu verkraften. Er hat uns auf jedem Fall vom Scoring und seinen Rebounds gefehlt", verweist Trainer Markus Röwenstrunk auf de la Puentes im Schnitt erzielten 20 Punkte und 13 Ballgewinne. "Andererseits wäre dieser personelle Umstand für andere eine Option gewesen, sich heute aufzudrängen." Jedoch blieb eine solche Trotzreaktion aus. "Wir haben ohne Herz und Aggressivität gespielt", bemängelte Röwenstrunk, der auch von teilweiser Arbeitsverweigerung sprach, zugleich aber nach vorne schauen will. Lichtblicke setzten die nur dreieinhalb Minuten führenden Herforder lediglich zu Beginn der Partie. Das zwischenzeitliche 13:8 (6.) war auch ein Verdienst von de la Puentes Landsmann Daniel Arcau. Der katalanische Center zeigte mit 14 erzielten Punkten und sechs Rebounds seine bislang stärkste Leistung im BBG-Dress, was auch Coach Röwenstrunk honorierte. Danach aber überwog Konfusität, die bereits nach dem ersten Viertel einen zweistelligen Rückstand sowie auch fortfolgend mangelhafte Ausbeuten aus der Distanz und bei Freiwürfen heraufbeschwor. Bei Letzterem versenkte die BBG nur vier ihrer zehn Optionen. Daher standen Sieger und Verlierer zur Pause praktisch bereits fest. Nach dem Seitenwechsel ließ der erste Herforder Korberfolg zwei Minuten auf sich warten. Demgegenüber bot Hertens Kofi Josephs mit seinen 51 Punkten eine echte Galavorstellung. BBG Herford: Williams (9), Steffen (8), Gronau (9), Herr (6), Arcau (14), Humke (2), Berlic (11), Whelan (14), Behrens, Thomas (2).

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