Deutsche Meister: Simon Rösner (vorn) und Stefan Leifels zeigten im Sportpark Enger, was die Faszination des Squash ausmacht. - © Ulrich Finkemeyer
Deutsche Meister: Simon Rösner (vorn) und Stefan Leifels zeigten im Sportpark Enger, was die Faszination des Squash ausmacht. | © Ulrich Finkemeyer

Kreis Herford Squash-Asse bestreiten Schaukampf im Sportpark Enger

Dreisatz-Sieg des Profispielers Simon Rösners über Bundesligaspieler Stefan Leifels

Ulrich Finkemeyer

Kreis Herford. Der zehnfache deutsche Meister Simon Rösner (28) und der Deutsche Meister von 2004 sowie siebenfache Deutsche Vizemeister Stefan Leifels (43) bestritten einen Squash-Schaukampf im Sportpark Enger. Dass am Ende der wesentlich jüngere Simon Rösner mit einem Dreisatz-Sieg erwartungsgemäß die Oberhand behielt, war den vielen Zuschauern nebensächlich. Denn sie sahen Squash auf Weltklasse-Niveau und geizten nicht mit Sonderapplaus. Den sportlichen Leckerbissen hatte Sportpark-Inhaber Guido Möhlmann arrangiert - anlässlich des fünfjährigen Bestehens der Anlage an der Wertherstraße. Simon Rösner steht seit zehn Jahren an der deutschen Squash-Spitze. "Jedes Jahr gewinnt er die Deutsche Meisterschaft - und zwar nicht, weil er keine Konkurrenz hat, sondern weil er überragend spielt", sagte Möhlmann vor dem Duell der Squash-Spieler. Er selbst spiele auch Squash und kenne daher auch Stefan Leifels gut. "Mit ihm war ich bei vielen Turnieren", erinnerte sich Möhlmann. Der 43-jährige Paderborner Leifels war von 2002 bis 2005 Professionell und spielt immer noch in der Squash-Bundesliga. Simon Rösner lebt seit vielen Jahren vom Squash, und er will noch "vier bis fünf Jahre professionell bleiben, sofern der Körper mitspielt". In der Weltrangliste nimmt Rösner aktuell Rang elf ein. Seine beste Platzierung war Rang vier im Jahr 2015. Wenige Tage vor dem Schaukampf kehrte der für den Paderborner SC spielende Squasher von den US-Open aus Philadelphia zurück, wo er den Einzug in das Viertelfinale durch eine Fünf-Satz-Niederlage gegen den Weltranglisten-Fünften Nick Matthews (Sheffield, England) verpasste. Rösner führte bereits nach Sätzen mit 2:1, verlor dann auch den letzten mit 8:11. Ohne Netz und doppelten Boden - aber mit einer Vorderwand, zwei Seiten- und einer Rückwand, sowie einer zirka 75 Quadratmeter großen Bodenfläche - wird das rasend schnelle Rückschlag-Racketspiel mit dem kleinen Gummiball schnell zur Schwerstarbeit. Experten ziehen gerne das Tennisspiel zum Belastungsvergleich heran. Demnach ist eine Stunde Squash mit einem Fünf-Satz-Tennisspiel gleichzusetzen. Er habe sich seine Weltranglisten-Erfolge hart erarbeiten müssen, sagt Profispieler Rösner, und er hoffe, sich noch ein paar Jahre in der Weltspitze halten zu können. Im Schaukampf gegen den älteren Stefan Leifels musste sich Rösner schon strecken, um mit 11:6, 11:9 (nach 5:5) und 11:10 (nach 4:5) letztlich standesgemäß zu siegen. Letzterer war mit seiner Leistung ebenfalls "zufrieden", stehe er doch nicht mehr so "im Saft" wie sein Paderborner Bundesliga-Partner Rösner.

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