Daheim läuft es besser: Im kleinen Felde gab es für den Herforder EV bislang in allen Meisterschaftsspielen Punkte. Jetzt ging die Mannschaft erstmals leer aus. - © Yvonne Gottschlich
Daheim läuft es besser: Im kleinen Felde gab es für den Herforder EV bislang in allen Meisterschaftsspielen Punkte. Jetzt ging die Mannschaft erstmals leer aus. | © Yvonne Gottschlich

Lauterbach Herforder EV kassiert auswärts Niederlage

Zum ersten Mal gibt es gar keinen Punkt

Lauterbach. Mit breiter Brust, aber ohne Killian Hutt, für dessen Verletzung die endgültige Diagnose noch aussteht, machte sich Eishockey-Regionalligist Herforder EV auf den Weg nach Lauterbach, um zu versuchen, den dort heimischen Luchsen den einen oder anderen Punkt abzunehmen. Doch bereits nach dem ersten Drittel war das Spiel entschieden. Mit 4:1 wurde die Mannschaft von Jeff Job in den ersten 20 Minuten von den Gastgebern überrannt und fand danach nicht mehr ins Spiel zurück. Am Ende mussten sie vor knapp 400 Zuschauern eine deutliche 2:6- Niederlage gegen einen Gegner hinnehmen, der an diesem Abend einfach stärker war. Die Ice Dragons waren noch nicht ganz aus dem Bus ausgestiegen, da stand es bereits 1:0 für die Gastgeber. Denn deren kanadischer Stürmer Kenneth Matheson nutzte gleich den ersten überfallartig vorgetragenen Angriff, um seine Farben nach 90 Sekunden in Front zu bringen. Und auch in der Folge wirbelten die Gastgeber die HEV-Defensive komplett durcheinander. So folgte in der 7. Minute bereits der nächste Nackenschlag, als Jens Feuerfeil auf 2:0 erhöhte. Zwar nutzte Sven Johannhardt nach einem sehenswerten Zuspiel Nils Bohles einen Unterzahlkonter in der 10. Minute zum Anschlusstreffer, doch das war?s dann auch schon. Die Gastgeber reagierten umgehend, erhöhten durch Benjamin Schulz in der 13. Minute. Die Ice Dragons bekamen zwar auch vereinzelte Chancen, scheiterten aber immer wieder am starken Tim Stenger im Tor der Hausherren. Als sich die Zuschauer schon mit dem 3:1 zur Pause angefreundet hatten, legten die Gastgeber noch einmal nach: 30 Sekunden vor Schluss des Drittels war es erneut Kenneth Matheson, der mit einem verdeckten Schuss Lars Morawitz bezwang und auf 4:1 erhöhte. Drei Tore Rückstand - ein Gefühl, dass die Herforder kennen. Doch an diesem Abend lief es einfach nicht für die Ice Dragons. Erst bekam Florian Kiel eine Spieldauerstrafe für hohen Stock mit Verletzungsfolge. Dann nutzten die Gastgeber die folgende Herforder Unterzahl in der 23. Minute zum 5:1 durch Philipp Maier - erneut ein Rückschlag für das Team um Kapitän Fabian Staudt, das sich viel vorgenommen hatte. Die Ice Dragons fanden zwar trotzdem besser ins Spiel, minimierten die Fehler in der Defensive, kreierten Chancen. Doch die Scheibe wollte einfach nicht ins Tor. Auf der Gegenseite wurden die pfeilschnell vorgetragenen Angriffe der Gastgeber auch jedes Mal gefährlich, Lars Morawitz war jedoch ebenfalls auf dem Posten und ließ sich nicht mehr überwinden. So ging es mit dem 5:1 für Lauterbach in die zweite Pause. Auch im letzten Drittel hatten die Ice Dragons sich noch nicht aufgegeben, sie ollten zurück ins Spiel. Als Fabian Staudt in der 46. Minute zum 2:5 traf, bekamen die Gäste noch einmal einen zusätzlichen Motivationsschub. Doch die dicht gestaffelte Lauterbacher Abwehr ließ die meisten Herforder Angriffsbemühungen verpuffen. Kam doch etwas durch, war Tim Stenger zur Stelle. So auch in der 52. Minute, als Sven Johannhardt in Unterzahl einen Konter fuhr, aber an Stenger scheiterte. Der Lauterbacher Keeper leitete direkt den Gegenangriff ein, der von Philipp Maier zum 6:2 abgeschlossen werden konnte. Immer noch versuchten die Ice Dragons alles, doch es war kein Durchkommen. Die Torfolge: 1:0 (2.) Matheson, 2:0 (7.) Feuerfeil, 2:1 (10.) Johannhardt, 3:1 (13.) Schulz, 4:1 (20.) Matheson, 5:1 (23.) P. Maier, 5:2 (46.) Staudt, 6:2 (52.) P. Maier. - Strafminuten: Lauterbach 12, Herford 15 + Spieldauerstrafe (Kiel).

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