Jubel: Dennis Schmunk (r.) hat zum 2:0 getroffen, Lukas Derksen und Chad Evans freuen sich mit ihm. - © Yvonne Gottschlich
Jubel: Dennis Schmunk (r.) hat zum 2:0 getroffen, Lukas Derksen und Chad Evans freuen sich mit ihm. | © Yvonne Gottschlich

Herford Herforder EV gewinnt im Spitzenspiel

Eishockey-Regionalliga: Trainer Jeff Job ist stolz auf seine Mannschaft, die sich mit 3:0 gegen Ratingen durchsetzt

Yvonne Gottschlich

Herford. „Ich bin sehr stolz auf diese Mannschaft", lobte Trainer Jeff Job sein Team nach dem 3:0-Sieg des Herforder EV gegen die Ratinger Ice Aliens. Erstmals in der noch jungen Saison der Eishockey-Regionalliga mussten die Herforder keinem Rückstand hinterher laufen. „Wir waren von Beginn an konzentriert", lobte Kapitän Fabian Staudt später. Vielleicht lag es daran, dass das Spiel eine halbe Stunde zu spät angepfiffen wurde, weil die Ratinger in einen Stau geraten waren. Herford jedenfalls lieferte dem Meister der vergangenen Saison ein Spiel auf Augenhöhe. „Da war richtig viel Tempo drin, das war super anstrengend", sagte Stürmer Nils Bohle. Die 750 Fans in der Eishalle „Im kleinen Felde" sahen ein ausgesprochen gutes Eishockeyspiel. Obwohl die Gäste vorher gejammert hatten, dass sie viele angeschlagene und verhinderte Spieler hätten und die Austragung des Spiel zwischendurch schon auf der Kippe stand, liefen die Aliens mit 17 Akteuren in Herford auf, unter ihnen auch der Ex-Herforder Christoph Oster im Tor. Er verhinderte mit zahlreichen Paraden lange Zeit eine Herforder Führung. In der 28. Minute parierte Oster einen Schuss von Fabian Staudt aus kurzer Distanz, Leon Naseband bekam den Nachschuss aus der zweiten Reihe, aber wieder war Oster zur Stelle. Den dritten Versuch verwertete Staudt dann aus kurzer Distanz zum 1:0. Die Gastgeber dominierten das Spiel und profitierten von der lautstarken Unterstützung der Fans, die ihr Team unermüdlich anfeuerten. So überstand der HEV auch eine doppelte Unterzahl schadlos. Torhüter Lars Morawitz war einfach nicht zu bezwingen. „Das ganze Team hat super gearbeitet", gab er die Lorbeeren an seine Vorderleute weiter. „Wir standen heute in der Abwehr einfach richtig gut", fand auch Staudt. Killian Hutt hatte in der 37. Minute eine gute Gelegenheit nach einem Konter, scheiterte aber an Torhüter Oster. Auch Nils Bohle fand im Ex-Herforder seinen Meister (53.). Und dann jubelten die Herforder doch wieder: Dennis Schmunk traf in der 55. Minute mit einem verdeckten Schuss ins lange Eck. Die Herforder agierten teilweise mit vier Abwehrspielern, um die schnellen und wütenden Angriffe der Ratinger zu unterbinden. Als die HE- Spieler das Ergebnis nur noch verwalten wollten und den Puck in den eigenen Reihen hielten, fand Jan-Niklas Linnenbrügger noch eine Lücke und bediente Sven Johannhardt, der 35 Sekunden vor der Schlusssirene das 3:0 erzielte. Trainer Jeff Job war bis zur letzten Sekunde angespannt: „Das war unser bisher bestes Spiel", lobte er. „Aber wir müssen so weiter spielen", mahnte er auch. „Wir waren sehr diszipliniert", freute sich der Trainer. Ein Wermutstropfen war die Verletzung von Killian Hutt im letzten Drittel. Nach einem Check an der Bande blieb der Kanadier verletzt liegen und konnte nicht weiterspielen. „Er hat seit Wochen Probleme mit dem Rücken", erklärte Job. Allerdings zog er sich jetzt eine schmerzhafte Verletzung am rechten Knöchel zu. „Es wäre bitter, wenn Killian länger ausfällt", befürchtet der Trainer Böses. Tore: 1:0 (28.) Staudt, 2:0 (55.) Schmunk, 3:0 (60.) Johannhardt. Strafen: Herford 12, Ratingen 10 Minuten.

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