Gemeinsamer Jubel: Die Frauen und Männer des CVJM Rödinghausen feuerten sich bei den CVJM-Meisterschaften in Waldbröl gegenseitig an und waren auch beim Feiern eine Einheit. - © CVJM Rödinghausen
Gemeinsamer Jubel: Die Frauen und Männer des CVJM Rödinghausen feuerten sich bei den CVJM-Meisterschaften in Waldbröl gegenseitig an und waren auch beim Feiern eine Einheit. | © CVJM Rödinghausen

Rödinghausen Rödinghausen wird wieder Deutscher CVJM-Meister im Handball

Die Männer verteidigen ihren Titel und die Frauen erreichen das Finale

Björn Kenter

Rödinghausen. Sechs Minuten vor dem Ende des Endspiels der Frauen bei den Deutschen CVJM-Meisterschaften am vergangenen Wochenende in Waldbröl wurden einige Spieler der Männermannschaft des CVJM Rödinghausen auf der Tribüne langsam unruhig. Die in der Kreisliga spielenden Frauen des CVJM hatten als krasser Außenseiter gegen den Verbandsligisten CVJM Oberwiehl soeben den Ausgleich zum 10:10 erzielt. Grund für die aufkommende Unruhe inmitten des Jubels war eine kleine Motivationshilfe des Sportlichen Leiters Mario Stender für die Rödinghauser Frauen vor dem Halbfinale. "Auf der Fahrt mit dem Bus in die Halle hat Mario den Mädels versprochen, dass sie die Musikgewalt auf der Rückfahrt im Bus bekommen, wenn sie das Finale erreichen", verriet Pascal Vette, Trainer der Rödinghauser Männer. "Bei einem Sieg im Endspiel hätten wir Männer sie sogar noch mit Getränken versorgen müssen", ergänzte Vette mit einem Augenzwinkern. Riesiger Erfolg für die Damen Als Kellner mussten die männlichen Handballer im Bus dann doch nicht auftreten, denn der haushohe Favorit aus Oberwiehl setzte sich am Ende trotz der lautstarken Unterstützung der Rödinghauser von der Tribüne doch noch mit 14:12 durch. Diese Niederlage wirkte sich auf die Stimmung jedoch nicht negativ aus, denn allein das Erreichen des Endspiels nach zwei Siegen und einer Niederlagen in der Vorrunde und einem deutlichen 17:8 im Halbfinale über Mössingen/Belsen war für die Rödinghauserinnen ein riesiger Erfolg. "Unsere Frauen haben wirklich alles rausgehauen und ein richtig starkes Turnier gespielt", lobte Pascal Vette. "Überhaupt hatten wir ein richtig tolles Wochenende und eine überragende Rückfahrt", war Vette rundum zufrieden, zumal die Männer vom Wiehen ihren Titel erneut verteidigten und damit zum dritten Mal hintereinander die CVJM-Meisterschaft nach Rödinghausen holten. Mit dabei waren auch zwei Neuzugänge Dieser Erfolg war allerdings hart erarbeitet, denn nach lockeren Siegen in der Vorrunde über jeweils zweimal 20 Minuten gegen Untertürkheim (14:7), Gastgeber Waldbröl (18:7) und Mössingen/Belsen (17:9) stand am Sonntag nach einer kurzen Nachtruhe um 9 Uhr das Halbfinale gegen Möglingen an, die den Rödinghausern alles abverlangten. "Wir haben zwar 20:14 gewonnen, das war aber ein hartes Brett", so Vette. Im Endspiel um 15 Uhr gegen Oberwiehl setzte sich sein Team dann mit 20:17 durch. "Das war schon hart, da die Halle einem Glutofen glich, aber die Frauen haben uns von der Tribüne aus nach vorne gepeitscht", betonte der Trainer. Mit dabei waren mit Julius Bringewatt und Sven Bartel auch zwei Rödinghauser Zugänge für die kommende Spielzeit. "So ein Wochenende ist für die Integration im sportlichen und im zwischenmenschlichen Bereich natürlich ideal", zog Vette ein rundum positives Fazit der drei Tage in Waldbröl.

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