Kampfstark: Nur zwei Treffer waren Alexander Deuker (am Ball) vergönnt, dann musste der Rückraumspieler verletzt ausscheiden, eindeutig zum Nachteil seines CVJM Rödinghausen beim 26:30 gegen LIT Tribe Germania II. - © Ulrich Finkemeyer
Kampfstark: Nur zwei Treffer waren Alexander Deuker (am Ball) vergönnt, dann musste der Rückraumspieler verletzt ausscheiden, eindeutig zum Nachteil seines CVJM Rödinghausen beim 26:30 gegen LIT Tribe Germania II. | © Ulrich Finkemeyer

Bünde/Rödinghausen Rödinghausener Handballer nicht vom Glück verfolgt

Der CVJM Rödinghausen unterliegt LIT Tribe Germania II nach Führung, die HSG Spradow erkämpft einen Punkt in Altenbeken und die SG Bünde-Dünne enttäuscht gegen HSG EURo

Ulrich Finkemeyer
Thomas Vogelsang

Bünde/Rödinghausen. Verbandsligist CVJM Rödinghausen hatte beim 26:30 gegen LIT Tribe Germania II den Ausfall von Alexander Deuker zum Ende der ersten Halbzeit zu kompensieren - das gelang nicht. Ligakonkurrent HSG Spradow erreichte dank einer starken Kollektiv-Leistung ein 23:23 bei der HSG Altenbeken/Buke. Landesligist SG Bünde-Dünne blieb beim 21:25 gegen HSG EURo im Angriff vieles schuldig. CVJM Rödinghausen: Wieder einmal zeigte der CVJM über weite Strecken ein gutes bis sehr gutes Handballspiel und führte recht souverän, so dass der Eindruck entstand, es könnte nicht mehr schief gehen. Dann aber zum Ende hin ging den Gastgebern die Luft aus und der Gegner drehte das Spiel, entführte noch beide Punkte aus der Rödinghauser Gesamtschulsporthalle. So war das schon gegen die Spitzenmannschaft TSG Harsewinkel, jetzt gegen LIT Tribe Germania II, als es nach einer 23:18-Führung in der 43. Minute noch eine 26:30-Niederlage gab. Während sich beim CVJM der frühe verletzungsbedingte Ausfall von Alexander Deuker immer stärker bemerkbar machte, spielte der Tabellenführer aus Nordhemmern in der letzten Viertelstunde seine breite Bank aus. "Wir konnten im Rückraum nicht mehr den nötigen Druck aufbauen", sagte CVJM-Trainer Pascal Vette. Die Hiller dagegen steigerten sich mehr und mehr. Dreimal parierte Torwart Mats Grzesinski gegen Lukas Reese, Corbinian und Cilian Krenz. Erst nach torlosen zehn Minuten gelang es Linksaußen Benjamin Ziege, auf 24:25 zu verkürzen. Das Spiel noch einmal zu drehen, gelang nun müden Rödinghausern jedoch nicht mehr. Mit einem ausgeglichenem Punktekonto von 18:18 bleibt der CVJM in der Mitte der Verbandsliga-Tabelle und muss nun Obacht geben, am Sonntag nicht durch eine Niederlage in Steinhagen in den Negativbereich abzurutschen. HSG Spradow: Auch ohne die verletzt fehlenden Leistungsträger Dennis Borcherding und Daniel Danowsky nahmen die Spradower mit dem 23:23 bei der HSG Altenbeken/Buke einen Punkt vom Viadukt mit und behielten damit ihren Vorsprung von vier Punkten auf die Gastgeber. Wäre nicht die Schwächephase von der 15. bis zur 30. Minute gewesen, in der der Gast eine 8:3-Führung verspielte und mit 9:13 in Rückstand geriet, es wäre wohl noch mehr drin gewesen für das Team von Trainer Markus Hochhaus. Der war mit dem einen Zähler gerade wegen der personellen Situation aber auch zufrieden. "Es hat sich wieder einmal gezeigt, dass wir im Kollektiv stark sind", sagte er. Aus diesem stachen der elffache Torschütze Helge Frederking und der starke Torhüter Sören Halstenberg, der wenige Sekunden vor Schluss den Punktgewinn mit einer letzten Parade sicherte, besonders heraus. Aber auch der fünf Treffer beisteuernde Tim Koebke bekam ein Sonderlob von Hochhaus. "Er war auf Linksaußen erste Sahne!" Mit nun 20:16 Punkten steht Spradow als Fünfter acht Punkte vor dem ersten möglichen Abstiegsplatz, den die HSG Porta einnimmt. Und die kommt am Samstag nach Bünde. "Noch sind wir nicht endgültig gesichert, zwei Punkte brauchen wir noch", meinte Hochhaus. "Die Ergebnisse in dieser Liga sind jede Woche komisch. Und wir spielen zum Schluss noch gegen einige Teams von oben." Einen eigenen Blick in diese Richtung - der möglicherweise zum Aufstieg berechtigende zweite Tabellenplatz ist nur fünf Zähler entfernt - wirft Hochhaus nicht. "Oberste Priorität hat der Klassenerhalt. Erst wenn wir den erreicht haben, können wir uns irgendwelche anderen Gedanken machen." SG Bünde-Dünne: Von Bünde-Dünner Seite wurde die nach dem schönen Erfolg über HSV Minden-Nord unerwartete 21:25-Niederlage gegen HSG EURo mit der "schlechtesten Saisonleistung" bezeichnet. Der Blick auf die erzielten Treffer sowie Gegentore sagt fast alles. Vorne lief bei der sonst torhungrigen SG nicht viel zusammen, während die Abwehr, und da vor allem Torwart Michel Michalik, ordentliche Arbeit ablieferte und mit 25 Gegentreffern deutlich unter dem eigenen Schnitt von 30 blieb. Wieder einmal muss sich die auswärtsschwache Mannschaft selbst aufrichten, indem sie einer vermeidbaren Niederlage einen Sieg folgen lässt. Dazu kommt mit der HSG Handball Detmold am Samstag der wohl passende Gegner. Denn in Detmold holte die SGBD seinerzeit mit 28:28 ihren dritten und derzeit letzten Auswärtspunkt.

realisiert durch evolver group