Unbequemer Gegner: Zuletzt hatten die Begegnungen zwischen dem CVJM Rödinghausen, hier mit Lukas Zwaka (am Ball), und der HSG Porta Westfalica einen eher zähen Charakter und endeten mit torarmen Resultaten. - © Ulrich Finkemeyer
Unbequemer Gegner: Zuletzt hatten die Begegnungen zwischen dem CVJM Rödinghausen, hier mit Lukas Zwaka (am Ball), und der HSG Porta Westfalica einen eher zähen Charakter und endeten mit torarmen Resultaten. | © Ulrich Finkemeyer

Bünde/Rödinghausen Verbandsligist CVJM Rödinghausen empfängt Porta Westfalica in Bünder Sporthalle „Am Markt“

Handball: Ligakonkurrent HSG Spradow und Landesligist SG Bünde-Dünne treten auswärts an

Ulrich Finkemeyer

Bünde. Nach vier Wochen Pflichtspielpause kommen die Handball-Ligen endlich wieder aus den Puschen, zum (erst) vorletzten Spieltag der Hinserie. Wie gut oder schlecht die Auszeit genutzt wurde, wird Verbandsligist HSG Spradow bereits am Samstag, ab 17.30 Uhr in der Nordhemmerner Sporthalle, gegen den noch immer ungeschlagenen Spitzenreiter LIT Tribe Germania II zeigen können. Tags darauf, am Sonntag, nimmt der zweite heimische Verbandsligist, der CVJM Rödinghausen, den Handball wieder in die Hand, und zwar gegen Schlusslicht HSG Porta Westfalica. Wiederum um 18 Uhr, jedoch nicht in der von Heizungsschaden betroffenen Gesamtschulsporthalle, sondern – dank der Unterstützung der SG Bünde-Dünne – in der Bünder Sporthalle „Am Markt“. Auch dort sollte der CVJM seiner Favoritenrolle gerecht werden. Landesligist SG Bünde-Dünne versucht am Sonntagnachmittag, um 16 Uhr in der Rahdener Sporthalle gegen den TuS SW Wehe, seinen Vorjahressieg zu wiederholen. VERBANDSLIGA CVJM Rödinghausen – HSG Porta Westfalica. „Wir hinken unseren eigenen Ansprüchen nach“, sagte CVJM-Trainer Pascal Vette nach der Derby-Niederlage gegen die HSG Spradow, wie nach der Niederlage im letzten Spiel des alten Jahres gegen HSG Altenbeken/Buke. Nun hat der Tabellenneunte im Spiel gegen Schlusslicht HSG Porta Westfalica die Chance, mit einem Sieg wieder Boden gut zu machen, sich wieder in die obere Hälfte der Liga zu bewegen. Trainer Vette ist guten Mutes, haben sich seine Spieler gänzlich auf dieses wichtige Spiel fokussiert. „Weder die drei letzten Niederlagen, noch die Personalbewegungen der letzten Tage wurden thematisiert bei den Kreispokalspielen in Herford und Jöllenbeck und jetzt zuletzt beim Training in der Bünder Realschulhalle.“ Letzteres machten die Mannschaftsverantwortlichen der SG Bünde-Dünne, Olaf Hippel und Guido Mailänder, möglich. „Am Dienstag trainierten wir gar gemeinsam in der Moning-Halle.“ Vette ist voll des Lobes und des Dankes, ob dieser „nicht selbstverständlichen Nachbarschaftshilfe“. Der CVJM-Trainer weiß um den unbequemen Gegner Porta, gegen den es in der letzten Saison eine Niederlage und einen Sieg gab, in jeweils torarmen Begegnungen. Der habe „vor allem in der Abwehr Stärken, die es zu überwinden gilt“, meint Vette. Mit kompletten Kader will ere am Sonntagabend „gewinnen – und fertig“. LIT Tribe Germania II – HSG Spradow. Ungleich schwerer als Klassenkonkurrent CVJM Rödinghausen hat es die HSG Spradow am Samstag gegen den Spitzenreiter. Die Oberliga-Reserve von LIT Tribe Germania führt nach neun Siegen und zwei auswärts erreichten Unentschieden souverän die Tabelle an, während Spradow (für eigene Maßstäbe immer noch gut) auf den achten Rang (11:11 Punkte) zurückgefallen ist. Daraus resultiert eine theoretische Außenseiterstellung. Nicht aber für Markus Hochhaus. Aus jahrelanger Erfahrung weiß der frühere Nationalspieler, dass ein Spiel bei Null anfängt, „und wir in der Vergangenheit gezeigt haben, dass wir mit jedem Gegner, gleich welcher Couleur mithalten können.“ Anders als in den Jahren zuvor, bricht die HSG Spradow nicht mehr gegen Ende einer Partie ein. Das letzte Gastspiel der HSG in Nordhemmern endete mit einer etwas unglücklichen 28:29-Niederlage. „Daran sollten wir uns erinnern und es diesmal etwas besser machen“, appelliert Hochhaus an seine Mannen. Die wurden zuletzt vom Duo Dennis Borcherding und Helge Frederking trainiert, weil Hochhaus im Urlaub war. „Am Samstag wird Markus aus Ägypten zurück sein und die Mannschaft wie gewohnt weitsichtig coachen“, teilte Teammanager René Grohmann gestern mit. „Und er wird den kompletten Kader zur Verfügung haben.“ LANDESLIGA TuS SW Wehe – SG Bünde-Dünne. Beim Gastspiel in Wehe ist laut SGBD-Trainerin Andrea Nobbe „alles drin“. Wie in der vergangenen Saison, wo die SGBD in Wehe siegte und zuhause verlor. Und wie seinerzeit, sind die Kontrahenten im Tabellenranking wieder nah beieinander. Bünde-Dünne auf Platz sechs, Wehe auf der 10, aber mit einem besseren Torverhältnis als die SGBD. Das liegt noch immer an der schwachen Bünde-Dünner Abwehr, der schlechtesten der Liga. Nun hofft Nobbe, dass der langzeitverletzte Ben Schmidtpott, der in der Woche im Trainingsspiel gegen Regionalligist TV Bissendorf ein prima Comeback feierte, diese wieder festigen wird. „Ben gab eine gute Vorstellung“, lobte die Trainerin. Nobbe hat seit langem wieder nahezu den gesamten Kader zur Verfügung. Einzig hinter dem Einsatz von Stefan Listing steht noch ein Fragezeichen. Laut Nobbe konnte Listing schon länger nicht mehr trainieren. „Wir müssen sehen, wie das Aufwärmen läuft. Danach werden wir entscheiden, ob sein Einsatz möglich ist.“

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