Bünde/Rödinghausen Handballer aus Bünde und Rödinghausen gehen leer aus

Ob in der Verbands-, Landes- oder Bezirksliga, für die heimischen Handballteams gab es keine vorgezogenen Weihnachtsgeschenke

Ulrich Finkemeyer

Bünde/Rödinghausen. Handball-Verbandsligist HSG Spradow unterlag daheim der aufstrebenden TSG Harsewinkel 24:29. Klassenkonkurrent CVJM Rödinghausen verlor sein Auswärtsspiel bei der HSG Altenbeken/Buke nach 24:21-Führung noch 27:31. Landesligist SG Bünde-Dünne lief seinem Gast TuS Spenge II nach einer einzigen Führung bis zum 23:29-Endstand ständig hinterher. Und auch die Bezirksligisten SG Bünde-Dünne II und CVJM Rödinghausen II verloren. Verbandsliga: HSG Spradow. Nach dem am Ende ungefährdeten 29:24-Erfolg der TSG Harsewinkel bei der HSG Spradow mutmaßte TSG-Trainer Manuel Mühlbrandt, dass erst 20 Punkte zum Erhalt der sehr ausgeglichenen Verbandsliga reichen werden. Nun ist Harsewinkel mit 16:6 Zählern auf dem besten Weg zu diesem Minimal-Ziel, während Spradow bei seinem Marsch aus der Abstiegszone erst einmal gestoppt wurde. Zwei Spieltage vor Ende der Hinserie trennen den zur Zeit Tabellensiebten nur fünf Punkte vom ersten Abstiegsplatz. HSG-Trainer Markus Hochhaus wusste es schon immer, dass trotz aller Euphorie über die guten Platzierungen der vergangenen Wochen der Kampf um den Klassenerhalt noch lange dauern wird. Und er verzichtete nach der jüngsten Niederlage darauf, ein weiteres Mal auf diesen Umstand hinzuweisen, sondern verwies nur darauf, dass "wir nach dem 21:21 den Faden verloren haben". Des Gegners Schachzug nach dem Seitenwechsel, Spielmacher und Torjäger Daniel Danowsky in Kurzdeckung zu nehmen, fruchtete. Spradows Halbspieler Helge Frederking und Jannis Vogt verfingen sich immer häufiger in der läuferisch starken TSG-Abwehr oder sie scheiterten am guten Johnny Dähne im Gästetor; beides zog viele Kontertreffer nach sich. Eine letzte Spradower Auszeit beim Stand von 21:25 brachte auch keine Besserung. Nur drei Treffer in zehn Minuten bis zum 24:28 zeigten die Defizite deutlich auf. Eine Trainingspause gibt?s für die HSG übrigens nicht. CVJM Rödinghausen. Nach der unglücklichen 27:31-Niederlage bei der HSG Altenbeken/Buke und das daraus resultierende Abrutschen in die Negativ-Zone mit 10:12 Punkten, spricht CVJM-Trainer Pascal Vette nicht im Entferntesten vom Beginn eines Abstiegskampfes. Mit Verweis auf zwei hauchdünne Niederlagen gegen die Spitzenmannschaften SuS Oberaden und LIT II-Nordhemmern, sowie darauf, dass seine Mannschaft in Altenbeken bis zur 48. Minute auf der Siegesstraße war und erst ein kollektiver Blackout das Spiel von 24:21 auf 24:29 kippen ließ, ist für Vette ausreichend Potenzial in der Mannschaft, um recht zügig wieder in den positiven Punktebereich zu kommen. Nicht zuletzt haben der zerrissene Spielplan aber auch mehrere verletzungsbedingte Ausfälle eine gleichmäßige Entwicklung der Mannschaft gehemmt, meint Vette. Jetzt hat Rödinghausen wieder eine lange Pause vor der Brust. "Wir werden so gut es geht durchtrainieren, und auch die Kreispokalspiele Anfang Januar in die Vorbereitung auf die beiden letzten Spiele der Hinserie, gegen HSG Porta Westfalica und TSV Hahlen, einbeziehen", sagt er. Landesliga: Das Kreisderby zwischen der SG Bünde-Dünne und TuS Spenge II endete mit einem klaren 29:23-Erfolg des Gastes. Die ersatzgeschwächten Bünde-Dünner hielten nur bis zur 13. Minute (6:7) mit, leistete sich dann zu viele Fehler im Spielaufbau wie auch im Abschluss; sie liefen der Spenger Reserve nur noch hinterher. Trainerin Andrea Nobbe war froh, als das Spiel vorbei war. "Spenge war einfach zu gut für unseren reduzierten Kader", sagte sie. Gäste-Coach Stefan Dessin war sogar nur bedingt mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden, weil seine Spieler es angesichts klarer Führungen gemächlicher angehen ließen und Bünde-Dünne zwischenzeitlich auf 17:22 verkürzte. Zu mehr aber reichte es nicht. Nach dem 19:23 in der 50. Minute war es um die SGBD endgültig geschehen. Spenge II setzte sich auf 27:21 ab und nahm beide Punkte mit aus der Else-Stadt.

realisiert durch evolver group