Wurfversuch: An der aufmerksamen gegnerischen Abwehr scheitern Jannis Vogt (2. v. r.) und die HSG Spradow beim 24:29 gegen die TSG Harsewinkel. - © Ulrich  Finkemeyer
Wurfversuch: An der aufmerksamen gegnerischen Abwehr scheitern Jannis Vogt (2. v. r.) und die HSG Spradow beim 24:29 gegen die TSG Harsewinkel. | © Ulrich  Finkemeyer

Bünde Heimniederlage für die HSG Spradow gegen Harsewinkel

Handball-Verbandsliga: Beim 24:29 gegen die TSG Harsewinkel verliert die HSG Spradow Mitte der zweiten Halbzeit den Faden, so dass sich der Gast von 21:21 auf 25:21 entscheidend absetzen kann

Ulrich Finkemeyer

Bünde. Es bleibt dabei: Handball-Verbandsligist HSG Spradow kann gegen die TSG Harsewinkel nicht gewinnen. Nach zwei deutlichen Niederlagen in der vergangenen Saison, mit jeweils über 30 Gegentreffern, unterlag das Team von Trainer Markus Hochhaus diesmal nach 14:15 zur Halbzeit und 21:21 in der 47. Minute, mit 24:29. Ausschlaggebend dafür war die konsequente Manndeckung gegen Daniel Danowsky nach dem Seitenwechsel. Im Spiel fünf gegen fünf produzierte Spradow zu viele Fehler, die allesamt vom Gast in Kontertore umgemünzt wurden. Durch diese Niederlage ist die HSG Spradow mit 11:11-Punkten auf Platz sieben zurückgefallen, während die läuferisch starke TSG Harsewinkel erstmals Rang zwei (16:6) hinter der souveränen Zweitvertretung von LIT Tribe Germania (20:2) einnimmt, die zur Zeit aber nicht aufstiegsberechtigt ist. "Wir lassen uns die Weihnachtsfeier nicht vermiesen", war die erste Reaktion auf die Niederlage von Horst Droese. Der HSG-Vorsitzende brachte so die allseits gute Grundstimmung des Spradower Lagers zum Ausdruck. Nicht nur Droese ist mit dem bisherigen Abschneiden der HSG im ersten Saisonteil sehr zufrieden. Auch Vorstandskollege Horst Mischok, am Anfang der Serie noch pessimistisch gestimmt, ist nun voll des Lobes mit dem Erreichten. Er sei "sehr zufrieden mit einem einstelligen Tabellenplatz", sagte Mischok. "Es war mehr drin für uns", sagte Trainer Hochhaus nach der 24:29-Niederlage. "Doch wir haben Mitte der zweiten Halbzeit kurzzeitig den Faden verloren. Das war wohl spielentscheidend." Spradow hatte sich von 14:17 in der 34. Minute, über 17:18 und 18:20, mit dem 21:21 durch Finn-Louis Fischer wieder ins Spiel zurückgebracht. Doch Harsewinkel hatte sich jetzt auf Spradows "Halbe", Helge Frederking und Jannis Vogt, die das Spiel der HSG seit der Manndeckung gegen Danowsky fast allein tragen mussten, besser eingestellt. Jetzt bestrafte der Gast den kleinsten Fehler oder Fehlwurf gegen den gewohnt guten Jonny Dähne im TSG-Tor. Harsewinkel zog auf 25:21 davon. Frederking ging auch nach den torlosen sieben Minuten des gesamten Teams weiterhin leer aus. Nur Dennis Borcherding und Vogt hielten mit ihren Treffern zum 23:26 den Abstand in erträglichen Grenzen. Als es die HSG in den Schlussminuten dann mit offensiverer Deckung versuchte, machte Harsewinkel mit zwei Treffern in Folge zum 23:28 alles für sich klar. Die 24:29-Niederlage war dann für Hochhaus "etwas zu hoch ausgefallen. Immerhin konnten wir mit einem Aufstiegskandidaten sehr lange gut mithalten", resümierte ein kämpferischer HSG-Coach. "Die Feiertage liegen gut. Wir können und werden bis zum Wiederbeginn im neuen Jahr, am 13. Januar gegen LIT II in Nordhemmern, durchtrainieren."

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