Siegten gegen den 1.AFC Bielefeld Bulldogs: Die Basketballerin des FC Rot-Weiß Kirchlengern mit: oben v.l. Kerri Jung, Lilia Saam (11 Punkte), Olga Saam (2), Sarah Brokmeier (8), Steffi Scheiding (12). Unten v.l.: Angela Finkemeyer (3), Jana Stucke (2) und Trainer Siegfried Heibrock - © Thorsten Mailänder
Siegten gegen den 1.AFC Bielefeld Bulldogs: Die Basketballerin des FC Rot-Weiß Kirchlengern mit: oben v.l. Kerri Jung, Lilia Saam (11 Punkte), Olga Saam (2), Sarah Brokmeier (8), Steffi Scheiding (12). Unten v.l.: Angela Finkemeyer (3), Jana Stucke (2) und Trainer Siegfried Heibrock | © Thorsten Mailänder

Kirchlengern Basketballerinnen tragen die alten Trikots der Männer auf

Spiele, die die Welt nicht sieht: Die Frauen von RW Kirchlengern schlagen das Team vom 1. AFC Bielefeld Bulldogs in der Kreisliga Ostwestfalen mit 38:34

Kirchlengern. Sonntagabend gegen 17.45 Uhr: In 15 Minuten soll in der Sporthalle „In der Mark“ das Spiel in der Basketball-Kreisliga Ostwestfalen der Frauen zwischen RW Kirchlengern und dem 1. AFC Bielefeld Bulldogs beginnen. Drei Fans aus Bielefeld stehen mit dem Berichterstatter vor einer verschlossenen Tür des Haupteinganges der Sporthalle. Die vier Personen kommen über die Umkleideräume schließlich in die Halle. Die mobile Tribüne ist nicht herausgefahren. Als Sitzgelegenheiten dienen einige Bänke und Turnkästen. Aus den Lautsprechern dröhnt laute Musik, zu der sich beide Mannschaften warm machen – wichtig, denn in der Sporthalle ist es recht kühl. „Heute wird es schwer, denn wir haben nur sechs Spielerinnen. Ich habe somit nur eine Spielerin zum Wechseln“, sagt Kirchlengerns Trainer Siegfried Heibrock. Er berichtet von Langzeitverletzten und von Schwangerschaften bei einigen Spielerinnen. Kurz vor Beginn des Spiels gibt es in der Halle Probleme mit der Zeitnahme, die aber schnell durch Verantwortliche der RWK-Männermannschaft gelöst werden können. Nach dem Anpfiff der recht weit angereisten Schiedsrichter Tony Krüger aus Bielefeld-Brackwede und Simon Raschert aus Rheda waren die Gastgeberinnen im ersten Viertel leicht überlegen. Sie gingen mit 8:6 in die erste Pause. Heibrocks Spielerinnen bauten ihren Vorsprung im Verlauf der folgenden zwei Viertel aus. Heibrock: „Als die Kräfte bei den Spielerinnen schwanden, wurde es im vierten Viertel fast noch eng. Wir brachten aber einen verdienten Sieg nach Hause. Ich konnte alle Auszeiten geschickt einsetzen.“ Seine Mannschaft belegt nach dem 38:34-Erfolg über den 1. AFC Bielefeld Bulldogs den sechsten Platz mit drei Punkten in der Tabelle bei acht Mannschaften. „Wir haben mit dem letzten Aufgebot gespielt. Neue Spielerinnen sind bei uns herzlich willkommen“, sagt „Captain” Angela Finkemeyer und hofft, dass bald junge Frauen ab 16 Jahre zum Kader stoßen. Trainiert wird immer montags von 18.30 bis 20 Uhr und freitags von 18 bis 20 Uhr Uhr in der Sporthalle „In der Mark”. Das Kirchlengeraner Basketballteam, das schon einige Male kurz vor der Auflösung stand, wünscht sich neben personeller Verstärkung auch dringend einen neuen Trikotssatz. „Derzeit tragen wir die ausrangierten Trikots unserer Männermannschaft auf. Die Hosen und Hemden sind uns leider viel zu groß und sehr bollerig”, sagt Angela Finkemeyer. Das Spiel sahen übrigens acht bis zehn Leute. „Die Männer spielten an diesem Sonntag zeitgleich, sonst unterstützen sie uns auch als Zuschauer”, sagt Finkemeyer, die mit 35 Jahren die älteste Spielerin ihrer Mannschaft ist.

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