Entschlossen agieren: Rödinghausens Marius Bülter (r.) steht mit bislang zehn Treffern auf Rang zwei der Torjägerliste in der Fußball-Regionalliga. Heute kann der Linksaußen in Verl nachlegen, dort war er in der letzten Saison dreimal erfolgreich. - © Noah Wedel
Entschlossen agieren: Rödinghausens Marius Bülter (r.) steht mit bislang zehn Treffern auf Rang zwei der Torjägerliste in der Fußball-Regionalliga. Heute kann der Linksaußen in Verl nachlegen, dort war er in der letzten Saison dreimal erfolgreich. | © Noah Wedel

Rödinghausen SV Rödinghausen gastiert heute beim SC Verl

Fußball-Regionalliga: Der Gegner ist seit neun Spielen ungeschlagen

Rödinghausen. Noch Mitte September schien es so, als sollten sich die ostwestfälischen Nachbarn SV Rödinghausen und SC Verl in dieser Saison in der Tabelle der Fußball-Regionalliga kaum in die Quere kommen. Der SVR war am achten Spieltag just durch einen 4:0-Erfolg beim Wuppertaler SV auf Rang drei geklettert, die Verler rangierten noch sieglos auf dem vorletzten Platz. Doch wenn sich die beiden Mannschaften nun heute am letzten Spieltag der Hinrunde um 19 Uhr in Verl gegenüberstehen, hat sich zumindest der Trend bei den Hausherren eindeutig geändert. Neun Spiele in Folge hat der SCV inzwischen nicht mehr verloren, in dieser Zeit mit 14:3 Toren 18 Punkte eingesammelt und ist den immer noch auf Platz drei stehenden Rödinghausenern damit bis auf vier Punkte nahe gekommen. Für SVR-Trainer Alfred Nijhuis ist das aber nicht von Belang. „Im Sport geht jede Serie einmal zu Ende. Und ich will ohnehin grundsätzlich jedes Spiel gewinnen, auch das heute Abend“, sagt er. Dazu sei es vor allem wichtig, aus der 0:2-Niederlage zuletzt gegen Borussia Mönchengladbach II die eigenen richtigen Lehren zu ziehen. „Wir haben das analysiert. Es waren Basisfehler, die zu den Gegentoren geführt haben. Das gesamte Verschieben passte diesmal nicht, wir hatten nicht die richtigen Distanzen. Genau das hat uns in den anderen Spielen oft stark gemacht. Wir müssen da wieder das richtige Timing finden, dann ist es auch nebensächlich, mit welchem System der Gegner spielt“, betont der Niederländer. Die insgesamt gewohnt abwehrstarken Verler – nur Tabellenführer KFC Uerdingen kassierte bislang weniger Gegentreffer – werden auf ihrem vermutlich tiefen Platz an der Poststraße wohl zunächst verhalten aus einer sicheren Abwehr beginnen, mutmaßen das SVR-Verantwortlichen. „Sie sind insgesamt aber auch spielstärker geworden als in den letzten Jahren“, sagt Co-Trainer Andy Steinmann. Nijhuis verweist in diesem Zusammenhang auf die „schlauen Spieler“ Viktor Maier oder Mehmet Kurt. Verls Coach Rino Capretti hält seinerseits große Stücke auf den Gast vom Wiehen: „Am letzten Spieltag der Hinrunde lügt die Tabelle nicht mehr. Rödinghausen mischt schon wegen seiner brutalen Qualität in der Offensive zurecht ganz oben mit. Und viele Möglichkeiten kriegst du gegen so ein gut organisiertes Team nicht“, sagt der Coach, der nach Lage der Dinge seine zuletzt bewährte, eingespielte und deshalb sichere Formation nicht ändern muss. Auf Seiten des SVR fehlen weiterhin die verletzten Konstantin Möllering, Allan Firmino Dantas und der im Aufbautraining befindliche Azur Velagic. Zudem konnte Stefan Langemann wegen Prüfungen an der Universität unter der Woche nicht trainieren und Kevin Harder hatte mit einem Infekt zu kämpfen. „Der Rest ist fit“, sagt Nijhuis.

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