Schwerer Stand: Rödinghausens Maximilian Hippe (dunkles Trikot) kann sich hier nicht gegen die Mönchengladbacher Nils Rütten (l.) und Oliver Stang behaupten. Foto: Noah Wedel - © Noah Wedel
Schwerer Stand: Rödinghausens Maximilian Hippe (dunkles Trikot) kann sich hier nicht gegen die Mönchengladbacher Nils Rütten (l.) und Oliver Stang behaupten. Foto: Noah Wedel | © Noah Wedel

Rödinghausen Auf den SV Rödinghausen warten noch harte Brocken

Fußball-Regionalliga: Nach der Niederlage gegen Mönchengladbach II stehen für das Team vom Wiehen bis zur Winterpause noch sechs schwere Spiele an

Rödinghausen. Das Saisonziel am Wiehen ist klar formuliert: „Oben eine gute Rolle spielen“, gaben die Vereinsverantwortlichen des Fußball-Regionalligisten SV Rödinghausen aus. Die vergangenen Wochen zeigten auf der sportlichen Basis, dass sogar noch mehr drin sein könnte. Doch dann kam am Wochenende das Spiel gegen Borussia Mönchengladbach II. Die „Jungen Fohlen“ ergriffen in keiner Phase die Initiative und überließen dem SVR das Feld. Doch die Wiehenelf konnte mit der überlassenen Spielkontrolle nichts anfangen, agierte fahrlässig und unkonzentriert. Gut, dass ein Fußballspiel üblicherweise nicht länger als 90 Minuten dauert. Denn man hatte am Samstag im Häcker Wiehenstadion das Gefühl, dass die gastgebende Mannschaft auch bei einer theoretischen Zeitverlängerung kein Tor erzielen würde und auf diese Weise noch ins Spiel findet. „Den Eindruck hatten wir als Mannschaft leider auch, das ist das Problem. Das Umschalt- und Konterspiel klappte super, bei den anderen Dingen ist noch Luft nach oben“, meinte Kapitän Daniel Flottmann. Auf die Frage, inwiefern das Trainerteam allgemein in Richtung 3. Liga schaut, befinden sich Chefcoach Alfred Nijhuis und sein „Co“ Andy Steinmann auf einer Wellenlänge: „Na klar! Warum nicht? Wenn man dazu in der Lage ist, muss man das einkalkulieren und es gibt für jeden eine zusätzliche Herausforderung. Wir haben schließlich auch den Anreiz, jedes Spiel zu gewinnen und gesehen, dass wir es auch können“, sagte Nijhuis, Steinmann nickte bestätigend. Die Spieler sähen das im Übrigen genauso und sind ebenso interessiert, oben dran zu bleiben. Zwar beträgt der Rückstand auf Uerdingen mittlerweile sieben Punkte, wobei der KFC aber auch ein Spiel mehr bestritten hat. Dennoch ist Vorsicht geboten. „Es kann immer ganz schnell gehen. Verlieren wir das eine oder andere Spiel, sind wir in dieser äußerst ausgeglichenen Liga nur noch im Mittelfeld“, warnte der Co-Trainer. Das Gladbach-Spiel zeigte aus seiner Sicht, dass solche Niederlagen einen wichtigen Lernfaktor darstellen und die Entwicklung nie abgeschlossen ist. „Ich möchte der Mannschaft keine Vorwürfe machen. Wir haben in den vergangenen Wochen hart gearbeitet und werden es weiter tun. Es ist klar, dass die Chancenverwertung besser werden muss, damit wir gar nicht erst in die Situation des Rückstands kommen. Auf diese Weise machen wir uns das Leben selbst schwer“, sagte Nijhuis. Der Blick auf das Restprogramm in den letzten sechs Wochen vor der Winterpause lässt vermuten, dass es ohnehin noch hart wird. Mit Verl, Wiedenbrück, Viktoria Köln, Aachen und Oberhausen warten fünf harte Brocken, die von Platz zwei bis zum zehnten Rang stehen und nur maximal fünf Punkte Rückstand auf den SVR haben. Bonn ist dann noch der einzige Gegner, der aus dem Keller kommt. „Aber auch das Spiel ist lange nicht gewonnen, wenn man wie in Wegberg nur halbherzig spielt“, betonte Nijhuis.

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