Zweitbester Werfer: Jannis Vogt konnte sechs Treffer für seine HSG Spradow erzielen. - © Maurice Arndt
Zweitbester Werfer: Jannis Vogt konnte sechs Treffer für seine HSG Spradow erzielen. | © Maurice Arndt

Bünde/Rödinghausen Handballer aus dem Bünder Land gehen mit Siegen in die Pause

HSG Spradow gewinnt gegen Hahlen dank taktisch guter Leistung, CVJM Rödinghausen verbucht zweiten Sieg in Folge und SG Bünde-Dünne tut sich schwer

Maurice Arndt
Björn Kenter

Noah Wedel

Bünde/Rödinghausen. Mit einer starken Bilanz gehen die höherklassig spielenden Handballteams aus dem Bünder Land in die zweiwöchige Spielpause. Verbandsligist HSG Spradow besiegte den TSV Hahlen mit 36:30 (17:16), mit 27:19 (10:9) fiel der Sieg von Ligarivale CVJM Rödinghausen in Hüllhorst noch deutlicher aus. Knapper war es bei Landesligist SG Bünde-Dünne beim 25:24 (11:8) gegen die HSG Gütersloh. HSG Spradow: Taktik gut umgesetzt Bei der HSG läuft es aktuell. Im siebten Spiel gelang der Mannschaft von Trainer Markus Hochhaus der vierte Sieg - damit setzen sich die Bünder in der oberen Tabellenhälfte fest. Für den Erfolg gegen Hahlen war nach Ansicht von Hochhaus die gute taktische Arbeit seiner Mannschaft. "Wir wollten viel auf Gegenstöße setzen, um Tore zu erzielen", erklärte der Trainer und ergänzte zufrieden: "Das hat geklappt." Auch wenn das Ergebnis womöglich drei Tore zu hoch ausgefallen ist, sei es doch ein verdienter Sieg gewesen. Danach sah es zu Beginn der Partie allerdings noch längst nicht aus. "Wir haben die ersten zehn Minuten komplett verschlafen", sagte Hochhaus. Schnell lag man mit 3:8 im Hintertreffen. Doch anschließend kam seine Mannschaft wieder heran und setzte die vorgegebene Taktik um. Die Wahl eben jener Taktik hatte sich der Trainer einfach gemacht. "Wir haben in den Videos erkannt, dass Hahlen nicht so schnell in die Verteidigung kommt. Da war klar, dass wir viele Gegenstöße spielen müssen", so Hochhaus. Dass dies so gut geklappt hat, war für den Trainer eine kleine Überraschung. Denn: "Wir konnten wegen Verletzungen unter der Woche kaum trainieren und haben die Taktik eigentlich nur erklärt, aber nicht geübt." Nun freut sich Markus Hochhaus auf die Spielpause: "Jetzt können alle Spieler wieder fit werden und die, die nicht so viel gespielt haben, Spielpraxis in Testspielen bekommen", lautet der Auftrag für die spielfreie Zeit. CVJM Rödinghausen: Die starke Bank sticht Den Schlüssel zum deutlichen Erfolg in Hüllhorst sah CVJM-Trainer Pascal Vette vor allem in der starken Auswechselbank. "Wir konnten viel durchwechseln und auch die Positionen munter tauschen", lobte Vette die Flexibilität seiner Akteure. So ersetzte Frederik Iffland Sebastian Meier am Kreis, während Cilian Krenz auf Linksaußen agierte. Direkt nach seiner Einwechslung parierte Torhüter Tristan Kreft in der 43. Minute einen Siebenmeter und führte sich somit ebenfalls gut ein. Ein Sonderlob hatte Vette für die Stimmung in der Hüllhorster Sporthalle übrig. "Unsere 2. Mannschaft ist nach dem Sieg in Loxten fast geschlossen zum Spiel gekommen und hat uns angefeuert. Ich ziehe aber auch meinen Hut vor den Hüllhorster Fans, die trotz der sich abzeichnenden Niederlage ihre Mannschaft bis zum Schluss unterstützt haben", lobte er. Die Herbstferien nutzt der CVJM am kommenden Freitag für ein Testspiel beim höherklassigen Oberligisten TuS Möllbergen SG Bünde-Dünne: Sieg trotz Schwächen Für Trainerin Andrea Nobbe war vor dem Spiel klar, dass es gegen die HSG Gütersloh ein "enges und schweres Spiel" wird. Sie behielt Recht, doch trotz des 25:24-Erfolges gab ihre Mannschaft gegen den Tabellenvorletzten alles andere als eine gute Figur ab. Der Gegner spielte ohne Auswechselspieler durch, in so einem Fall sollte ein Spiel normalerweise nicht so knapp ausgehen. Die Gastgeber waren jedoch nicht hellwach, woraus viele Fehler entstanden. Das belegt die Tatsache, dass selbst im Überzahlspiel teilweise keine Tore gelangen oder die SG bei Tempogegenstößen Gegentore kassierte. Außerdem agierte Gütersloh mit einer offenen Manndeckung, daraus boten sich Räume, die die SGBD nicht nutzte. Das Nobbe-Team erkannte ebenso wenig, dass vor allem vom Gütersloher Maximilian Kollenberg, der 14 Tore erzielte, viel Gefahr ausging. Ihn bekam die SG nicht in den Griff. Die Mängelliste ist also trotz des Sieges groß, die Pause kommt zum richtigen Zeitpunkt.

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