Wieder dabei: Der frühere Bonner Kelvin Lunga (r.) hat seine muskulären Probleme überstanden und ersetzt beim SV Rödinghausen im Spiel gegen seinen Ex-Klub den verletzten Tobias Steffen. - © Noah Wedel
Wieder dabei: Der frühere Bonner Kelvin Lunga (r.) hat seine muskulären Probleme überstanden und ersetzt beim SV Rödinghausen im Spiel gegen seinen Ex-Klub den verletzten Tobias Steffen. | © Noah Wedel

Rödinghausen Der SV Rödinghausen tritt am Samstag beim Bonner SC an

Fußball-Regionalliga: Eine Änderung in der Startelf ist unvermeidlich. Die Gastgeber warten seit fünf Spielen auf einen Sieg

Rödinghausen. Nach zehn Spieltagen hat die Tabelle eine gewisse Aussagekraft und ist kein Zufallsprodukt mehr, heißt es gemeinhin in Fußballkreisen. Nach zehn absolvierten Spielen rangiert der SV Rödinghausen in der Regionalliga auf Platz drei, nur zwei Punkte hinter Tabellenführer KFC Uerdingen. Sechs Punkte Vorsprung hat der SVR hingegen auf den Zwölften Bonner SC, der aber auch noch ein Spiel in Rückstand ist. Am Samstag um 14 Uhr treffen diese beiden Teams im Bonner Sportpark Nord aufeinander. Der Blick auf die Tabelle offenbart auch, wie ausgeglichen es in dieser Serie in der Liga zugeht. Kein Team liegt derzeit über einem Durchschnitt von zwei Punkten pro Spiel und kristallisiert sich entsprechend als möglicher Topfavorit heraus. Dies ist natürlich auch eine Chance für den SVR, sich längerfristig mit vorn zu etablieren. Etwas Zählbares aus dem Rheinland mitzubringen käme da gerade recht. Doch die Bonner sind ein schwer einzuschätzender Gegner. Zunächst starteten sie erstaunlich stark mit acht Punkten aus den ersten vier Spielen, wobei sie daheim mit Siegen gegen Uerdingen (1:0) und Wiedenbrück (4:1) echte Ausrufezeichen setzten. Der Erfolg gegen Wiedenbrück liegt aber auch schon sechs Wochen zurück – in den folgenden fünf Partien blieben die Bonner dann sieglos und holten nur noch drei Punkte. „Das macht sie jetzt aber nicht ungefährlicher“, sagt Rödinghausens Trainer Alfred Nijhuis, der die Spiele des BSC gegen Mönchengladbach II (0:4) und Verl (1:3) gesehen hat. „Da sind sie jeweils in unterschiedlicher Formation aufgelaufen. Aber wir müssen sowieso zunächst wieder nur auf uns selbst gucken und das machen, was wir können“, richtet sich der SVR-Trainer einmal mehr nur bedingt nach dem Gegner. „Wir sind inzwischen eingespielt und treten oft mit der gleichen Aufstellung an. Letztlich sind es aber wie so oft die Kleinigkeiten im Kopf, die entscheiden.“ Zumindest eine personelle Änderung müssen die Rödinghausener im Vergleich zum 6:0-Sieg gegen den 1. FC Köln II vornehmen. Tobias Steffen, zweifacher Torschütze in diesem Spiel, hat sich eine Zerrung im Adduktorenbereich zugezogen und muss pausieren. „Natürlich wird uns sein Fehlen irgendwo wehtun. Aber dafür kommt nun Kelvin Lunga gegen seinen alten Verein zum Einsatz“, kündigt Co-Trainer Andy Steinmann an, dass der vor der Saison vom Bonner SC nach Rödinghausen gekommene Offensivmann nach seinen muskulären Problemen inzwischen wieder fit ist. Weitere Wechsel seien nicht vorgesehen. Nijhuis: „Die Mannschaft gibt uns dazu zur Zeit keinen Grund. Das ist natürlich nicht für alle einfach – etwa für Koray Kacinoglu oder Nico Knystock, die wir ja nicht wegen schwacher Leistungen, sondern wegen Verletzungen ersetzen mussten und die nun erst einmal hinten dran sind. Aber die Jungs gehen professionell damit um. Und sie wissen auch, dass bei den vielen Spielen, die vor der vor der Winterpause noch haben, sie ihre Chance irgendwann auch wieder bekommen werden.“Der Gegner hat viel Respekt Bei den Bonnern ist der Respekt vor der Rödinghausener Torfabrik groß. „Für mich ist das die offensivstärkste Mannschaft der Liga. Die kommen mit einem richtig breiten Kreuz“, meinte BSC-Coach Daniel Zillken. „Wir müssen am Samstag über uns hinauswachsen und uns im Vergleich zu den letzten Spielen erheblich steigern.“

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