Spielen auf Sieg: Paul Hellmann und die HSG Spradow wollen in der Spradower Sporthalle gegen den TV Verl punkten - © Ulrich Finkemeyer
Spielen auf Sieg: Paul Hellmann und die HSG Spradow wollen in der Spradower Sporthalle gegen den TV Verl punkten | © Ulrich Finkemeyer

Bünde Die HSG Spradow zieht um

Handball: Der Verbandsligist erwartet den TV Verl in der Halle am Herzogweg. Landesligist SG Bünde-Dünne reist nach Stemmer zum HSV Minden-Nord

Bünde. Da die Siegfried-Moning-Sporthalle am Samstagnachmittag durch eine Veranstaltung der TG Ennigloh belegt ist, findet das Duell in der Handball-Verbandsliga zwischen der HSG Spradow und dem TV Verl um 18 Uhr in der engen Spradower Sporthalle am Herzogweg statt. Landesligist SG Bünde-Dünne tritt ebenfalls am Samstag, jedoch eine Stunde später, in Stemmer gegen den HSV Minden-Nord an.VERBANDSLIGA HSG Spradow – TV Verl. „Wir hätten das Spiel gerne auf Sonntag verlegt, doch Verl ist auf unsere Anfrage nicht eingegangen“, sagt Trainer Markus Hochhaus zum Umzug in die kleine Spradower Sporthalle. Das Spielfeld hat zwar die geforderten Maße, doch an den Längsseiten ist bekanntlich überhaupt so gut wie kein Raum für abgedrängte, Konter laufende Spieler. Ob das den Verlern Handballern gefallen wird, bezweifelt Trainer Hochhaus. „Wir sind ja mit dieser nicht ungefährlichen Enge vertraut, weil wir dienstags dort immer trainieren – aber Verl?“ Zudem haben nur wenige Zuschauer hinter dem südlichen Handballtor, auf einer zusätzlich errichteten Tribüne Platz. Keine guten Bedingungen für ein rasantes und möglicherweise bis zum Ende spannendes Spiel. Spannend dürfte das Duell der Tabellennachbarn (je 2:4 Punkte) deshalb werdenkönnen, weil sich die Kontrahenten anders als im Vorjahr, wo Verl beide Spiele recht klar gewann, aufgrund der Vorleistungen auf Augenhöhe begegnen – mit vielleicht leichten Vorteilen im mentalen Bereich für die gastgebende HSG Spradow. Die ist für ihre Verhältnisse ziemlich passabel in die Saison gestartet, der TV Verl weniger gut. Zwei überdeutliche Niederlagen – auswärts wie daheim – muss das Team von Trainer Sören Hohelüchter erst einmal aufarbeiten. Ob das in der engen Spradower Halle gelingt, scheint fraglich. Sicherheitshalber warnt HSG-Trainer Hochhaus seine Spieler vor einem „eingespielten“ TV Verl, der mit oder ohne den verletzten Haupttorschützen Thomas Fröbel „immer gefährlich“ ist. „Verl darf nicht unterschätzt werden“, warnt Hochhaus.LANDESLIGA HSV Minden-Nord – SG Bünde-Dünne. „Wenn wir ausreichend Stabilität in unsere Abwehr bekommen, dann bin ich durchaus optimistisch, in Stemmer etwas erreichen zu können“, sagt Andrea Nobbe, Trainerin der SG Bünde-Dünne, vor dem Auswärtsspiel beim HSV Minden-Nord. Denn um ihre Offensive braucht sich Nobbe keine großen Sorgen machen. „Rund 30 Treffer pro Spiel – das ist schon ganz gut.“ Das ist nicht nur gut, sondern mit 96 erzielten Treffern zurzeit Spitze in der Handball-Landesliga. Anders gelagert ist die Defensivleistung. Mit 90 Gegentreffern rangiert die SGBD nur auf dem vorletzten Platz in der 14er-Rangliste. Nur Schlusslicht TV Hille hat mehr Treffer kassiert. Gänzlich anders sieht es bei Gastgeber HSV Minden-Minden-Nord aus. Dessen Stärke liegt eindeutig in der Abwehr: 71 Gegentore sind Landesliga-Spitze, zusammen mit SW Wehe. 72 erzielte Treffer dagegen reichen nur für den vorletzten Rangplatz. Welche Spielphilosophie im samstäglichen Duell um 19 Uhr in der Stemmeraner Sporthalle dominieren wird, wird – wie eigentlich immer – das Spiel an sich zeigen. Das letzte Bünde-Dünner Gastspiel in Stemmer endete übrigens torreich für den HSV Minden-Nord, nämlich 32:24. Bis auf den beruflich verhinderten Dennis Möllering und den Rekonvaleszenzen Ben Schmidtpott, kann SGBD-Trainerin Nobbe auf den gesamten Kader zurückgreifen.

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