Fahren zuversichtlich nach Berlin: Die Mädchenmannschaft des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums mit Trainer René Johanning (hinten v. l.), Lea Koch, Melissa Stanick, Laura Ermshaus, Lena Haaf, Michelle Sieks, Lene Rompf, Schulleiter Gunnar Woltering sowie Trainer Sven Hülshorst (vorne v. l.), Amy-Joy Diekmann, Marlene Bartling, Annika Steuer, Mia Ransiek, Hanna Bretschneider, Michelle Betke und Jürgen Bungert (Sparkasse). - © Foto: Björn Kenter||
Fahren zuversichtlich nach Berlin: Die Mädchenmannschaft des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums mit Trainer René Johanning (hinten v. l.), Lea Koch, Melissa Stanick, Laura Ermshaus, Lena Haaf, Michelle Sieks, Lene Rompf, Schulleiter Gunnar Woltering sowie Trainer Sven Hülshorst (vorne v. l.), Amy-Joy Diekmann, Marlene Bartling, Annika Steuer, Mia Ransiek, Hanna Bretschneider, Michelle Betke und Jürgen Bungert (Sparkasse). | © Foto: Björn Kenter||

Bünde Startklar für die Reise in die Hauptstadt

Leichtathletik: Mädchenmannschaft des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums nimmt in der kommenden Woche am Bundesfinale von "Jugend trainiert für Olympia" in Berlin teil

Björn Kenter

Bünde. Als Botschafter Nordrhein-Westfalens macht sich die Leichtathletik-Mädchenmannschaft des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums am kommenden Sonntag, 17. September, auf den Weg nach Berlin zum Bundesfinale von "Jugend trainiert für Olympia". Beim NRW-Landesfinale in Rheine Mitte Juli hatten sich die zwölf Mädchen in überragender Form präsentiert und sich souverän den Sieg in der Wettkampfklasse II (Jahrgänge 2000-2002) gesichert. Der Erfolg auf Landesebene war für die Sportlehrer und Trainer Sven Hülshorst und René Johanning nicht unbedingt eine große Überraschung. "Wir wussten, dass das Potenzial da ist, da wir mehrfach eine bessere Platzierung verpasst hatten", so die beiden Trainer, die das Team auch nach Berlin begleiten werden. Um diese Leistungen vollbringen zu können, haben die Mädchen in den vergangenen Wochen und Monaten auf Schul- und Vereinsebene fleißig trainiert und dabei einiges auf sich genommen. "Teilweise haben wir bis zu sechsmal in der Woche trainiert", blickt Hülshorst zurück. Zwar sei die Mehrzahl der Athletinnen im Verein, doch standen daneben über die Schul-AGs bis zu vier weitere Einheiten auf dem Programm, und das oft nach einem langen Schultag mit Nachmittagsunterricht. "Die Mädels haben sogar freiwillig noch zusätzliche Einheiten absolviert", lobt Sven Hülshorst den Einsatzwillen. Früh aufstehen heißt es für die Bünder Delegation am kommenden Dienstag, denn die Wettkämpfe im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark im Berliner Ortsteil Prenzlauer Berg beginnen um 10.30 Uhr. "Das bedeutet, dass die Mädels um 6.30 Uhr aufstehen sollten, um optimal vorbereitet zu sein", sagt René Johanning. In den Laufwettbewerben steht neben dem 100- und dem 800-Meter-Lauf die 4 x 100-Meter-Staffel auf dem Programm. Zudem messen sich die Bünderinnen im Weit- und Hochsprung sowie im Kugelstoßen und Speerwerfen mit den 15 anderen teilnehmenden Teams. Vor allem im Speerwerfen rechnen sich die Trainer gute Chancen aus. "Das ist unsere stärkste Disziplin", versichert Sven Hülshorst. "Da gehören wir mit Melissa Stanick und Michelle Sieks zu den besten Mannschaften in ganz Deutschland." Die Siegerehrung im Stadion soll nach Ende der Wettkämpfe um etwa 17 Uhr erfolgen. Auch wenn das Leistungsvermögen der anderen Mannschaften nur schwer einzuschätzen ist, hoffen Hülshorst und Johanning auf eine Platzierung zwischen Rang sechs und zehn. Auch bekleidungstechnisch machen die Athletinnen des Bünder Gymnasiums eine gute Figur. Nachdem sie für den Sieg auf Landesebene neue Polo-Shirts bekommen hatten, durften sie sich jetzt auch über neue Sweatjacken von der Sparkasse Herford freuen. Auf die Unterstützung der Schulverantwortlichen und Vereinstrainer können die Sportlerinnen in jedem Fall zählen. So werden sich Schulleiter Gunnar Woltering, sein Stellvertreter Jens Ransiek und Andreas Koene vom LAV Bünde am Dienstag auf den Weg nach Berlin machen, um vor Ort die Wettkämpfe zu verfolgen. Die Wettkampfstätte im Jahn-Sportpark könnte vor allem für die Bünder Speerwerferinnen ein gutes Pflaster sein. Hier gelang dem Speerwerfer Uwe Hohn aus der DDR am 20. Juli 1984 beim Olympischen Tag mit 104,80 Metern die größte jemals erzielte Weite in dieser Disziplin. Damit schockierte der DDR-Athlet nicht nur Zuschauer und Offizielle, sondern sorgte auch dafür, dass 1986 ein neuer Speer mit nach vorne verlagertem Schwerpunkt eingeführt wurde., um Weiten über 100 Meter zu verhindern.

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