Der nächste Streich: Rödinghausens Benjamin Ziege (am Ball) machte gegen Verl ein gutes Spiel und war mit seinen sieben Toren maßgeblich an der Wendung des Spiels im zweiten Durchgang beteiligt. - © Maurice Arndt
Der nächste Streich: Rödinghausens Benjamin Ziege (am Ball) machte gegen Verl ein gutes Spiel und war mit seinen sieben Toren maßgeblich an der Wendung des Spiels im zweiten Durchgang beteiligt. | © Maurice Arndt

Rödinghausen CVJM Rödinghausen ist nach Sieg gegen Verl Dritter

Handball-Verbandsliga: Der CVJM schlägt den TV Verl mit 32:24 und läuft dabei lange einem Rückstand hinterher

Maurice Arndt

Rödinghausen. Der CVJM Rödinghausen gewann in der Handball-Verbandsliga mit 32:24 (12:14) gegen den direkten Konkurrenten TV Verl. Dadurch überholte der CVJM die Gäste aus Verl in der Tabelle und ist nun Dritter. Das Spiel startete denkbar schlecht für die Mannschaft vom Wiehen. Zwei Fehlwürfe von Kim Niklas Bönsch führten zum 0:2-Rückstand. Eine schlecht sortierte Defensive und zu viele Fehlwürfe in der Offensive ließen die Gäste davonziehen. 2:6 lagen die Hausherren bereits zurück, als CVJM-Trainer Pascal Vette in der zehnten Minute eingriff und ein Team-Timeout zog. Scheinbar fand der Trainer die richtigen Worte. Beim 7:7 (15.) kam Rödinghausen wieder an die Gäste heran. „Nach dem Timeout haben wir uns nochmal eines besseren besonnen und besser gespielt", resümierte Vette. Vor allem der Einsatz stimmte nach der Unterbrechung wieder auf Seiten des CVJM. Taktisch blieben die Gastgeber in der Offensive bei Anspielen an den Kreis, die dann aber häufiger in Zählbares umgemünzt wurden. Die erste Führung gelang aber nicht – Verl behielt einen leichten Vorsprung und brachte über 11:11 (23.) eine 13:14-Führung in die Pause. Nach der Halbzeit startete der CVJM direkt die spielentscheidende Minute: Nach dem 14:16 (33.) gelangen den Hausherren vier schnelle Treffer in Folge, so dass wenig später eine 18:14-Führung zu Buche stand. Treffer Nummer 18 für Rödinghausen war ein feiner Heber von Benjamin Ziege über Verls Torwart Patrick Schmidt. Dies war die erste Führung für die Mannschaft vom Wiehen. Vor allem die nach der Halbzeitpause noch einmal stärkere Defensive war maßgeblich daran beteiligt, dass das Spiel gedreht wurde. In Kombination mit dem schnellen Umschalten nach Ballgewinn gelangen dem CVJM im zweiten Durchgang zahlreiche Tempogegenstöße – auch wenn die Abschlussquote dabei ausbaufähig war. „Wir hatten im Spiel 25 Fehlwürfe. Bei so vielen Chancen sind Fehler zwar zwangsläufig vorhanden, aber das waren doch ein paar zu viel", ärgerte sich Vette. Mit einer besseren Chancenverwertung wäre eine Entscheidung noch deutlich eher drin gewesen. Dass es zehn Minuten vor dem Ende 26:22 für den CVJM stand, hatte die Mannschaft auch ihrem zweiten Torwart Tobias Linke zu verdanken, der zwei Siebenmeter-Würfe parierte. Letztlich gab Verl jedoch die Defensive auf. Die Gäste versuchten verlorene Bälle meist noch am Kreis der Rödinghauser wiederzugewinnen. Die dadurch entstandenen Räume ermöglichten Rödinghausen weitere Chancen. Sechs Tore gelangen den Gestgebern noch, während der TV Verl lediglich noch auf zwei Treffer kam. Dadurch konnte sich Vette am Ende über einen „dreckigen Sieg und die Revanche für das Hinspiel" freuen. Da der CVJM seinerzeit beim 28:36 mehr Auswärtstore erzielte, hat er nun auch im direkten Vergleich mit Verl die Nase vorn.

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