Im Anflug: Lukas Mailänder (am Ball) erzielt in dieser Szene das 24:24 für die SG Bünde-Dünne. Am Ende hatte jedoch die SG Handball Detmold mit 28:29 die Nase vorn. - © Ulrich Finkemeyer
Im Anflug: Lukas Mailänder (am Ball) erzielt in dieser Szene das 24:24 für die SG Bünde-Dünne. Am Ende hatte jedoch die SG Handball Detmold mit 28:29 die Nase vorn. | © Ulrich Finkemeyer

Bünde SG Bünde-Dünne verliert durch schwache Schlussphase

Handball-Landesliga: Das Team von Trainerin Andrea Nobbe erzielt nach der 28:26-Führung in der 50. Minute keinen Treffer mehr und unterliegt letztendlich der SG Handball Detmold mit 28:29

Ulrich Finkemeyer

Bünde. Zwei umstrittene Siebenmeter entschieden das Duell in der Handball-Landesliga zwischen der SG Bünde-Dünne und der SG Handball Detmold mit 29:28 (18:18) zugunsten des Gastes. Dabei hatte die SGBD noch 28:26, nach einem Treffer von Lukas Mailänder in der 50. Minute, geführt. Zu viele Fehlwürfe und Ballverluste, zum Teil in der Vorwärtsbewegung, brachten Gast Detmold immer wieder in Vorteil und sporadisch zu Treffern. Als dann der Detmolder (und Ex-Spradower) Alexander Scholz seinen fünften Siebenmeter humorlos zum 29:28-Siegtreffer einnetzte und das Spiel nicht wieder angepfiffen wurde, brach ein Sturm der Entrüstung auf die Schiedsrichter Jens Enders und Jens Krage ein. Die SG Bünde-Dünne war am Boden. Lukas Mailänder schmetterte sein Trikot auf den Hallenboden, und vier, fünf Bünde-Dünner bildeten ein Rudel um die Schiedsrichter. Viele offensichtliche Fehlentscheidungen und der letzte Siebenmeter, der auch nach Meinung von SGBD-Trainerin Andrea Nobbe keiner war ("unser Abwehrspieler hat sich vom Detmolder Linksaußen weggedreht, und er stand auch nicht im Kreis"), brachten das Fass zum Überlaufen. "Mir fehlen die Worte". Trainerin Nobbe sah sich nicht in der Lage, die Schiedsrichterleistung angemessen zu kommentieren. "Ein Albtraum, die letzten zwei Entscheidungen." Damit beließ die SGBD-Trainerin ihre Kritik an den Unparteiischen, wohl um sich nicht den "Mund zu verbrennen". Nach mehreren Rückständen kam die SG Bünde-Dünne, die ohne Swen Herrendörfer, Ben Schmidtpott und Björn Ebert angetreten war (Tom-Niklas Koch und Sven Pohlmann wurden nur sporadisch eingesetzt), in Halbzeit eins zum ersten Mal zurück ins Spiel, von 2:5, 7:8 auf 11:8 (18. Minute). Ein zweites Mal von 21:24 (37.) auf 26:24 und 28:24 (50.), als endlich Torwart Michèl Michalik voll da war und mehrere "Hundertprozentige" des Gastes abwehrte. Doch dann kam Sand ins Angriffsgetriebe der Hausherren und Detmold drehte das Spiel in den letzten Sekunden zu seinem Vorteil. Aus den letzten vier Begegnungen holte die SG Bünde-Dünne nur 2:6 Punkte, verbleibt zwar auf dem fünften Rang, hat aber den Kontakt zum Spitzenquartett zunächst einmal verloren. SG Bünde-Dünne: Michalik, Groß (12. bis 26. Minute); L. Mailänder (6/2), Peter (7), N. Mailänder (4), Richter (4), Möllering (3), Voigt (2), Koch (2), Wiebe, Ahrend, Wittemeier, Pohlmann.

realisiert durch evolver group