Handball auch im Sitzen: Nettelstedts Bjarne Schulz (am Ball) wird hier von Bündes Ben Schmidtpott (l.) und Lukas Mailänder (M.) belagert. Torhüter Maik Schröder kommt zu Hilf, rechts TuS-Akteur Axel Pohnke. - © Björn Kenter
Handball auch im Sitzen: Nettelstedts Bjarne Schulz (am Ball) wird hier von Bündes Ben Schmidtpott (l.) und Lukas Mailänder (M.) belagert. Torhüter Maik Schröder kommt zu Hilf, rechts TuS-Akteur Axel Pohnke. | © Björn Kenter

Rödinghausen/Bünde Positive Erkenntnisse überwiegen

Handball: Nur ein Sieg in drei Spielen für die drei höherklassigen Handball-Mannschaften im Bünder Land - die Trainer sind dennoch einigermaßen zufrieden

Maurice Arndt
Björn Kenter

Rödinghausen/Bünde. Eine knappe Niederlage bei einem Spitzenteam (29:31 in Möllbergen), ein Sieg gegen einen Tabellennachbarn (27:20 gegen Hüllhorst) und ein Unentschieden in eigener Halle gegen den Tabellenführer (30:30 gegen Nettelstedt II) stehen für die beiden Handball-Verbandsligisten HSG Spradow, CVJM Rödinghausen und Landesligist SG Bünde-Dünne in der Bilanz des vergangenen Wochenendes. CVJM Rödinghausen "Trotz des 27:20-Sieges gegen die HSG Hüllhorst war CVJM-Trainer Pascal Vette nicht komplett zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft. "Wir haben uns im Training das Ziel gesetzt, dass die Abwehr sicher stehen soll", sagte er. Bei nur 20 Gegentreffern scheint das Team also das Ziel aus dem Training erreicht zu haben. Allerdings konnte sich die Defensive auch - vor allem in der Schlussphase - auf Torwart Jan-Hendrik Koch verlassen, der einige Würfe stark parierte. "Der Torwart war heute ein wichtiger Faktor", befand auch Vette nach dem Spiel. Vielmehr ärgerte ihn aber die Leistung in der Offensive: "Wir haben zu viele Chancen liegen gelassen. Das Ergebnis ist ja nur so hoch ausgefallen, weil Hüllhorst hinten aufgemacht hat." Mit einer besseren Chancenverwertung hätte das Spiel "deutlich ruhiger verlaufen können", ergänzt er im Hinblick auf den zwischenzeitlichen Anschlusstreffer der HSG zum 19:18. Dennoch hat er gute Ansätze gesehen. "Wir müssen es jetzt schaffen, unsere Leistung konstant über 60 Minuten abzurufen", sagt er. Die nächste Möglichkeit gibt es dazu bereits am kommenden Wochenende gegen die HSG Porta Westfalica. HSG Spradow Die Partie in Möllbergen wollte Markus Hochhaus auch zur Vorbereitung auf das nächste Heimspiel gegen die TSG Harsewinkel am kommenden Samstag nutzen. Ruft sein Team dann die Leistung ab, die es am vergangenen Samstag beim Tabellenzweiten Möllbergen über weite Strecken zeigte, dürfte ein Heimsieg gegen die seit vier Spielen ungeschlagenen Gäste durchaus möglich sein. Allerdings sollte die HSG sich dann vor allem keine ähnlich schwache Anfangsphase wie in Möllbergen leisten, als es unter anderem aufgrund von zwei vergebenen Tempogegenstößen und einem verworfenen Siebenmeter plötzlich 1:8 hieß. Zusammen mit dem knapp fünfminütigen Aussetzer beim Stand von 18:18, als Möllbergen vorentscheidend auf 23:18 davonzog, kostete das einen möglichen Punkgewinn. "Das Ergebnis ist ok, Möllbergen ist eine erfahrene und eingespielt Mannschaft. Ein Unentschieden wäre dennoch dringewesen", bilanzierte Hochhaus. SG Bünde-Dünne Zufriedenheit herrschte im Lager der SGBD nach dem 30:30 gegen Nettelstedt II. Nico Mailänder ballte jubelnd die Fäuste, auch die übrigen SGBD-Akteure waren froh, dass sie nach zuletzt zwei Niederlagen dem Tabellenprimus den ersten Punktverlust beigebracht hatten. Dabei wäre für die Gastgeber auch ein Sieg durchaus machbar gewesen. Zweimal hatte die SGBD in den letzten fünf Minuten mit zwei Toren geführt, doch durch relativ einfache Tore aus dem Rückraum kamen die Gäste wieder heran und sicherten sich das Unentschieden, auch weil Torhüter Maik Schröder im Duell mit Tom-Niklas Koch zweimal Sieger blieb. "Bei Nettelstedt II hat mit Jan Schröder der stärkste Spieler noch gefehlt", sagte Trainerin Andrea Nobbe nach dem Spiel. "Dennoch ist es sehr schwer, gegen sie zu verteidigen, weil sie sehr hohes Tempo gehen. Ich bin aber mit dem Unentschieden nach zwei Niederlagen in Folge sehr zufrieden. Das gibt uns für die kommenden Spiele einen positiven Schwung nach vorne", meinte Nobbe.

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